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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 23099
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag, Ich glaube von mir wurde ohne kein wissen ein Video

Beantwortete Frage:

Guten Tag,
Ich glaube von mir wurde ohne kein wissen ein Video gemacht, welches mich auf meinem Balkon oder in meiner Wohnung zeigt während ich mir einen "Porno" ansehe und im schlimmsten Fall der Peinlichkeit vielleicht dabei zu sehen bin, wie ich masturbiere. (Einblick in mein Wohnzimmer hätte nur über die offene Balkontür erfolgen können, Rollladen im Wohnzimmer waren vermutlich geschlossen. Rolladen in der an das Wohnzimmer angrenzenden Küche geöffnet.
Dieses Bildmaterial wurde über verschiedene Personen weiter verbreitet und von mindestens einem Arbeitskollegen weiteren Kollegen in einem Grossraumbüro gezeigt. Während ich in gleichem Büro einige Meter entfernt an meinem Arbeitsplatz saß.
Ich habe das besagte Bildmaterial bisher nicht selbst gesehen bin mir aber sicher, dass dieser Kollege es über privates Handy oder Tablet oder vielleicht sogar über den Arbeits-pc anderen zugänglich gemacht hat.
An welche Art von Anwalt kann ich mich nun wenden? Zivilrecht, Medienrecht, Strafrecht?
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank ***** ***** Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.
Zunächst zur zivilrechtlichen Seite:
Der Kollege hat hier in rechtlich unzulässiger Weise in Ihre von Ihrem allgemeinen Persönlichkeitsrecht geschützte Privatsphäre eingegriffen. Dieses Recht ist in § 823 BGB niedergelegt, und Verletzungen dieses Rechts sind mit Rechtsmitteln abwehrfähig.
Sie können den Kollegen zur unverzüglichen Unterlassung und Löschung des Materials auffordern. Zugleich sollten Sie ihm ankündigen, dass Sie ansonsten umgehend bei Gericht eine einstweilige Verfügung gegen ihn erwirken werden, dies es dem Kollegen unter Androhung einer hohen Geldstrafe - ersatzweise Haft - gerichtlich aufgeben würden, die Weiterverbreitung zu unterlassen und das Material zu löschen.
Zum strafrechtlichen Aspekt:
Es liegt eine Straftat nach § 201 a StGB vor - Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches durch Bildaufnahmen - vor:
http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__201a.html
Sie sind als Opfer dieser Strafat berechtigt, Strafanzeige gegen den Kollegen zu stellen (§ 205 StGB).
Sowohl für die Geltendmachung Ihrer zivilrechtlichen Ansprüche wie auch für die Erstattung der Strafanzeige benötigen Sie keinen Rechtsanwalt.
Sollten Sie keine weiteren Nachfragen haben (Button: "Dem Experten antworten"), geben Sie bitte Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (klicken Sie bitte auf die Sterne/bzw. lachenden Smileys/Buttons).
Vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
besteht denn noch Klärungsbedarf? Ist das nicht der Fall, darf ich an die Abgabe einer positiven Bewertung erinnern, damit eine Vergütung für die in Anspruch genommene Rechtsberatung erfolgt.
Sie haben eine detaillierte Auskunft zu Ihrem Anliegen erhalten. Ich gehe davon aus, dass Sie auch nicht kostenlos arbeiten!!
Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Gibt es weitere Möglichkeiten diesen Arbeitskollegen zu belangen, bzw. Mobbing? Bedingt dadurch, dass diese Aufnahme im Büro gezeigt wurde ohne sicher zu sein, dass die Person, dessen Ruf dadurch geschädigt wird, dies nicht mitbekommt?
Oder vielleicht dadurch, dass unter Umständen betriebliches Eigentum (PC und Internetzugang) dafür verwendet wurden?
Ich vermute, dass der besagte Kollege die Information über das rufschädigende Bildmaterial, von zwei weiteren Arbeitskollegen erhalten hat.
Könnte ich diese gleichermaßen zivil- und strafrechtlich belangen?
Gibt es Möglichkeiten über Internetanbieter (Verbreitung über privates Handy) oder den Arbeitgeber (IT & Betriebsrat zum Beispiel) die Verbreitung des Bildmaterials zurück zu verfolgen?
Oder die Weiterverbreitet nachzuweisen?
Ließe sich in diesem Fall eines Arbeitskollegen ein Schmerzensgeld / Schadensersatz einfordern?
Ich kann mir verständlicher Weise nur schwer vorstellen noch langfristig mit den Kollegen zusammen zu arbeiten, die sich so köstlich in meiner Anwesenheit im Büro amüsiert haben.
Das zugänglich machen dritten gegenüber, könnte hier tatsächlich Auswirkungen auf meinen aktuellen Beruf und meine berufliche Laufbahn haben.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Ich werde die Bewertung nun abgeben, da ich Ihnen Ihr Honorar nicht vorenthalten möchte.
Über eine Beantwortung meiner weiterenführenden Frage, wäre ich dennoch sehr dankbar.
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Vielen Dank ***** ***** Rückmeldung!
Die anderen Kollegen werden Sie rechtlich dann belangen können, wenn diese dazu tatsächlich die Weiterverbreitung des Materials aktiv fördern.
Die Weiterverfolgung über den Internet-Anbieter werden Sie nicht erreichen können, denn dieser ist Ihnen nicht auskunftspflichtig. Er ist allerdings den Strafverfolgungsbehörden auskunftspflichtig - erstatten Sie also Strafanzeige, so wird der Anbieter wonder Polizei/StA verpflichtet werden, sämtliche relevanten Daten herauszugeben.
Ja, Sie können von dem Kollegen in jedem Fall die Zahlung eines angemessenen Schmerzensgeldes einfordern - dieses ist in Anbetracht der Schwere der Persönlichkeitsverletzung hier mit mindestens 2.000 Euro in Ansatz zu bringen!
Vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt