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Rechtsanwalt Christian Joachim
Rechtsanwalt Christian Joachim, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3206
Erfahrung:  Staatsexamen, Zulassung als Rechtsanwalt, Mediator
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Rechtsanwalt Christian Joachim ist jetzt online.

Meine Tochter, 52 Jahre alt, arbeitslos, verheiratet mit einem

Beantwortete Frage:

Meine Tochter, 52 Jahre alt, arbeitslos, verheiratet mit einem Mann,der seinen minderjährigen Kindern gegenüber hohe Unterhaltspflichten hat, erklärt mir eben , dass ich für Sie jetzt zahlen muss. Stimmt das?
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,
grundsätzlich besteht eine Unterhaltspflicht für Kinder lediglich dann, wenn diese minderjährig sind oder noch keine abgeschlossene Berufsausbildung haben. Ein familienrechtlicher Unterhaltsanspruch ist daher bei ihrer 52-jährigen Tochter generell ausgeschlossen.
Es kann allerdings sein, dass sozialrechtliche Ansprüche bestehen, wenn zum Beispiel ihre Tochter zum Beispiel behindert ist oder Leistungen erhält, die der Wiedereingliederung dienen. Diese Ansprüche kann dann allerdings nicht ihre Tochter geltend machen, sondern werden von dem Träger, der zum Beispiel solche Maßnahmen durchführt, gegen Sie geltend gemacht.
Laut ihrer Sachverhaltsdarstellung ist dies allerdings nicht der Fall, so dass ich ebenfalls nicht nachvollziehen kann, woher ihre Tochter die Auffassung nimmt, dass sie unterhaltspflichtig sein sollten.
Sie sollten ihre Tochter daher daraufhin ansprechen und nachfragen, wie Sie darauf kommt und warum denn dies so sein sollte.
Ich hoffe, dass ich Ihnen zunächst hilfreich antworten konnte und stehe Ihnen gerne weiterhin zur Verfügung.
Über ihre anschließende positive Bewertung freue ich mich.
Viele Grüße
Rechtsanwalt Christian Joachim und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Herr Joachim, im ersten Schreck nach der Mail meiner Tochter möchte ich jetzt noch einiges hinzufügen, was vielleicht zur Beurteilung der Situation beiträt. Der Mann meiner Tochter hat die Scheidung eingereicht. Er ist vermögend hat aber erklärt sein Geld ist festgelegt, er kommt nicht dran. Wie ich finde, sehr seltsam. Es kommt noch hinzu, dass meine Tochter Alkoholikerin ist. Sie hatte auch letztes Jahr einen Entzug gemacht, ist jetzt aber massiv rückfällig geworden nach der Ankündigung der Scheidungsabsichten ihres Mannes. Ihre letzte Arbeit, die von August bis Ende Dezember befristet war, ist jetzt auch zu Ende. Was können Sie mir ergänzend zu Ihrer letzten Antwort nun noch sagen?
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 2 Jahren.
zunächst bedanke ***** ***** herzlich für ihre positive Bewertung.
Wenn ihre Tochter einen Entzug gemacht hat, und dieser zum Beispiel durch einen öffentlichen Träger unterstützt worden ist, könnten hier möglicherweise Kosten im Rahmen der Unterhaltsregelung auf Sie zukommen.
Eine mögliche Regelung findet sich zum Beispiel in § 94 SGB XII. hier sind die gesetzlichen Ansprüche geregelt, die zum Beispiel ein Träger geltend machen kann, wenn der Eingliederungshilfen für behinderte oder auch alkoholkranke Personen gewährt.
Sie erhalten allerdings dann selbst ein Schreiben von der Behörde. in der Regel bestehen auch Kappungsgrenze, die hier keine sehr hohen Zuzahlungen ihrerseits zu lassen.
Dies kommt dann allerdings auf den Einzelfall an.
Ich würde daher hier ein möglichen Unterhaltstatbestand an die Tatsache knüpfen, dass ihre Tochter Alkohol krank ist und gegebenenfalls entsprechende Leistungen der öffentlichen Hand in Anspruch genommen hat.
Solange der Mann mit ihrer Tochter noch verheiratet ist, könnte aber auch ein Unterhaltsanspruch gegen den Mann bestehen.
Gerne können Sie sich weiter an mich wenden.
Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Herr Joachim, was den Entzug betrifft, so wurde der privat bezahlt. Von da kann also nichts kommen. Meine Tochter ist allerdings Juristin und hat von da ihren Wissensvorsprung. Sie hat in der Wirtschaft gearbeitet. Es kann also nur zukünftig etwas auf mich zukommen. Ich wäre zunächst auch dazu für Ihre Meinung dankbar.
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 2 Jahren.
Gerne präzisierte ich meine Antwort noch einmal aufgrund ihrer weiteren Informationen.
Nach § 1601 BGB besteht grundsätzlich eine Unterhaltspflicht zwischen Verwandten in gerader Linie.
Gegenüber Kindern endet im Regelfall eine solche Unterhaltspflicht dann, wenn dem Kind die Ausbildung zu einem angemessenen Beruf ermöglicht worden ist, § 1610 Abs. 2 BGB. Eine erneute Bedürftigkeit kann unter bestimmten Voraussetzungen wieder aufleben, zum Beispiel bei krankheitsbedingter Erwerbsunfähigkeit.
Dies wäre dann allerdings im Einzelfall zu beurteilen. Auch wird zu schauen sein, ob anderweitige Einkommensmöglichkeiten ihrer Tochter sodann bestehen, wie zum Beispiel der Erhalt einer Rente oder soziale Leistungen. Auch haftet der Ehegatte vor den Eltern, so dass Unterhaltsansprüche zunächst gegenüber dem Ehegatten zu verwirklichen wären.
In § 1602 BGB ist sodann auch als Grundlage dargestellt, dass nur unterhaltsberechtigt ist, wer außer Stande ist, sich selbst zu unterhalten.
Insofern muss ihre Tochter auch zunächst sämtliche anderen Möglichkeiten ergreifen, um ihren eigenen Unterhalt selbst zu erzielen.
Insofern sollten Sie hier ebenfalls zunächst abwarten, was ihre Tochter Ihnen gegenüber plant.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Herr Joachim, herzlichen Dank für Ihren Rat. Ich werde jetzt abwarten.
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 2 Jahren.
Gerne können Sie sich weiter an mich wenden. Viele Grüße