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RAin Piasecki
RAin Piasecki, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9
Erfahrung:  Zivilrecht, Insolvenzrecht, Buchhaltung und Steuerrecht, Strafrecht, Arbeitsrecht
86911125
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RAin Piasecki ist jetzt online.

Wir sind eine Familie mit zwei Kindern ( 12 und 3 Jahre )

Kundenfrage

wir sind eine Familie mit zwei Kindern ( 12 und 3 Jahre ) ... haben zum 01.04.2015 eine neue Wohnung bezogen ... sins nach wie vor bei der EWE ... haben jetzt die Ankündigung der Versorgungseinstellung bekommen aufgrund das wir von der alten Wohnung noch Schulden von 1900 Euro haben sollen ...

nun war ein Mitarbeiter der EWE bei uns in der neuen Wohnung und wollte aufgrund dieser schulden der alten Wohnung bei uns in der neuen allles abstellen ... daher nun meine Frage ob das überhaupt rechtens ist ... es sind doch ganz andere Zählernummern , andere Adresse usw ... kann leider im Internet nichts konkretes finden was meine Frage beantworten würde ... vielleicht können Sie helfen ... vielen lieben Dank

Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  daniela-mod hat geantwortet vor 1 Jahr.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

aufgrund einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.

Wir haben Ihre Frage kostenlos unter einer erhöhten Priorität eingestuft, und unsere Experten erneut informiert, sich mit Ihrem Problem zu beschäftigen.

Sollten Sie in den nächsten Tagen keine Antwort erhalten, bitten wir Sie, sich mit uns über

*****@******.*** oder telefonisch von Montags-Freitags von 10:00-18:00 unter


Deutschland: 0800(###) ###-####/strong>

Österreich: 0800 802136

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in Verbindung zu setzen.

Vielen Dank für Ihre Geduld.
Ihr JustAnswer Moderatoren-Team

Experte:  RAin Piasecki hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrte Fragestellerin, Sehr geehrter Fragesteller,

Gern möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten:

Grundsätzlich darf ein Energieversorger den Strom abstellen, wenn der Kunde trotz Mahnung seiner Zahlungsverpflichtung nicht nachkommt. Hier wird nicht unterschieden nach Zählernummern, sondern es kommt auf die Person des Kunden an.
Damit soll dem Versorger nicht zugemutet werden, weitere Einbußen in Kauf nehmen zu müssen.

Haben Sie schon einmal daran gedacht, mit dem Versorger eine Ratenzahlung zu vereinbaren, um Ihre Schulden auszugleichen?

Evtl. haben Sie aber auch die Möglichkeit, dass das Amt Ihre Schulden gegenüber dem Versorger als Darlehen übernimmt. Sprechen Sie dort vor. Allerdings steht die Entscheidung darüber im Ermessen der Behörde. Sofern Sie aber darlegen, dass sie u.a. auch kleine Kinder haben und nunmehr die Androhung einer Versorgungssperre vorliegt, haben sie gute Aussichten, eine Bewilligung zu erhalten. Erhalten Sie dennoch einen Ablehnungsbescheid, wenden Sie sich an einen Anwalt und lassen Sie diesen auf Richtigkeit prüfen. Können Sie die Rechtskosten nicht zahlen, haben Sie die Möglichkeit, beim zuständigen Amtsgericht einen Beratungshilfeschein zu erwerben. Dieser kostet Sie einmalig € 15,-, alle übrigen Kosten rechnet der Rechtsanwalt über die Staatskasse ab.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben. Sollten Sie weitere Fragen haben, können Sie sich gern nochmals an mich wenden.

Mit freundlichen Grüßen

RA´in Claudia Piasecki

Nachtrag Rechtsanwältin:

§ 19 StromGVV

1) Der Grundversorger ist berechtigt, die Grundversorgung ohne vorherige Androhung durch den Netzbetreiber unterbrechen zu lassen, wenn der Kunde dieser Verordnung in nicht unerheblichem Maße schuldhaft zuwiderhandelt und die Unterbrechung erforderlich ist, um den Gebrauch von elektrischer Arbeit unter Umgehung, Beeinflussung oder vor Anbringung der Messeinrichtungen zu verhindern.

(2) Bei anderen Zuwiderhandlungen, insbesondere bei der Nichterfüllung einer Zahlungsverpflichtung trotz Mahnung, ist der Grundversorger berechtigt, die Grundversorgung vier Wochen nach Androhung unterbrechen zu lassen und den zuständigen Netzbetreiber nach § 24 Abs. 3 der Niederspannungsanschlussverordnung mit der Unterbrechung der Grundversorgung zu beauftragen. Dies gilt nicht, wenn die Folgen der Unterbrechung außer Verhältnis zur Schwere der Zuwiderhandlung stehen oder der Kunde darlegt, dass hinreichende Aussicht besteht, dass er seinen Verpflichtungen nachkommt. Der Grundversorger kann mit der Mahnung zugleich die Unterbrechung der Grundversorgung androhen, sofern dies nicht außer Verhältnis zur Schwere der Zuwiderhandlung steht. Wegen Zahlungsverzuges darf der Grundversorger eine Unterbrechung unter den in den Sätzen 1 bis 3 genannten Voraussetzungen nur durchführen lassen, wenn der Kunde nach Abzug etwaiger Anzahlungen mit Zahlungsverpflichtungen von mindestens 100 Euro in Verzug ist. Bei der Berechnung der Höhe des Betrages nach Satz 4 bleiben diejenigen nicht titulierten Forderungen außer Betracht, die der Kunde form- und fristgerecht sowie schlüssig begründet beanstandet hat. Ferner bleiben diejenigen Rückstände außer Betracht, die wegen einer Vereinbarung zwischen Versorger und Kunde noch nicht fällig sind oder die aus einer streitigen und noch nicht rechtskräftig entschiedenen Preiserhöhung des Grundversorgers resultieren.

(3) Der Beginn der Unterbrechung der Grundversorgung ist dem Kunden drei Werktage im Voraus anzukündigen.

(4) Der Grundversorger hat die Grundversorgung unverzüglich wiederherstellen zu lassen, sobald die Gründe für ihre Unterbrechung entfallen sind und der Kunde die Kosten der Unterbrechung und Wiederherstellung der Belieferung ersetzt hat. Die Kosten können für strukturell vergleichbare Fälle pauschal berechnet werden; die pauschale Berechnung muss einfach nachvollziehbar sein. Die Pauschale darf die nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge zu erwartenden Kosten nicht übersteigen. Auf Verlangen des Kunden ist die Berechnungsgrundlage nachzuweisen. Der Nachweis geringerer Kosten ist dem Kunden zu gestatten.

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