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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 22860
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Ich habe vom Energieversorger Abrechnung erhalten

Kundenfrage

ich habe vom Energieversorger für meine Wärmepumpe (MFH) eine neue Abrechnung erhalten, die die vorhande Abrechnungen durch Stornieren ersetzen soll. Fehlbetrag 2050,00 €. Der Zeitraum: 01.07.2012-06.05.2015 Bergründung: Der Stromzähler verfügt über 2 Zählwerke HT u. NT (Haupt u. Nebentarif). NT-Zähler wurde beim Gerätewechsel im Jahre 2012 offensichtlich nicht in die Abrechnungen aufgenommen.

Kurz darauf kam auch die Übernahme des Stromlieferanten Rheinenergie durch die Stadtwerke. Abgelesen (stets v Versorger selbst) wurde daher immer nur ein Zählwerk. Parallel kam auch ein Schreiben vom damaligen Energieversorger der seine Schlußrechnunug 2011/2012 ohne Begründung neu aufgestellt hat und somit den Fehlbetrag v. zusätzlichen 293,45 € abgebucht hat.

Bei den Stadtwerken bat ich vor meinem Urlaubsantritt um einen Verzicht auf einen Einzug, bis der Sachverhalt geklärt sei.

Rheinenergie hat mittlerweile den Betrag doch eingezogen. Nach einem Telefonat heute wurde eine Untersuchung eingeleitet. Ob ich mich auf eine Verwirkung/Verjährung berufen kann? Für ein Rat wäre ich sehr dankbar. Mit freundlichen Grüßen

Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Zwar können Sie sich nicht auf die Einrede der Verjährung berufen, denn Verjährung ist unter den mitgeteilten Umständen noch nicht eingetreten - selbst die aus 2012 datierende Forderung wäre erst am 31.12.2015 verjährt (=deijährige Regelverjährung gemäß §§ 195, 199 BGB).

Hinsichtlich der geltend gemachten Nachzahlungsforderung (angeblicher Fehlbetrag) gilt allerdings: Solange der Versorger Ihnen nicht ordnungsgemäß Rechnung stellt - Ihnen also inbesondere schlüssige und prüffähige Abrechnungen, Belege und Kalkulationsgrundlagen zur Verfügung stellt -, haben Sie an der geltend gemachten Nachzahlungsforderung ein Zurückbehaltungsrecht aus § 273 BGB.

Sie müssen erst dann Zahlung leisten, wenn der Anbieter die Forderungen nach Grund und Höhe nachvollziehbar darlegen und unter Beweis stellen kann. Man muss Ihnen also Unterlagen zur Verfügung stellen, aus denen Sie ersehen und ableiten können, wie sich der behauptete Fehlbetrag exakt zusammensetzt, und weshalb es hierzu gekommen ist.

Sollte Ihre Versorger hirauf nicht eingehen, so sollten Sie sich unverzüglich an die Schlichtungsstelle Energie wenden.

Sie können nach dorthin Beschwerde führen. Unterbreiten Sie der Schlichtungsstelle sämtliche Unterlagen und Abrechnungen zu unabhängiger Überprüfung. Das Verfahren ist für Sie kostenfrei. Der Spruch der Schlichtungsstelle wäre für den Anbieter bindend.

Hier der Link:

http://www.schlichtungsstelle-energie.de/index.php?id=23

Gern stehe ich für Ihre Nachfragen über den Button "Dem Experten antworten" zur Verfügung.

Sollten Sie keine weiteren Nachfragen haben, geben Sie bitte Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (einmal auf einen der lachenden Smileys/Buttons klicken).

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Haben Sie denn noch Nachfragen? Gerne können Sie nachfragen über "Dem Experten antworten".

Seien Sie andernfalls so fair, und geben Sie eine positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab. Ihre Frage ist ausführlich beantwortet worden. Ich gehe davon aus, dass Sie auch nicht kostenlos arbeiten!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Guten Tag,
Könnten Sie bezüglich der Verwirkung-Fristen
in meiner Angelegenheit auch was Schreiben?
Mit freundlichen Grüßen
P. Töws
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Das habe ich bereits ausführlich:

Zwar können Sie sich nicht auf die Einrede der Verjährung berufen, denn Verjährung ist unter den mitgeteilten Umständen noch nicht eingetreten - selbst die aus 2012 datierende Forderung wäre erst am 31.12.2015 verjährt (=deijährige Regelverjährung gemäß §§ 195, 199 BGB).

Da die Verjährungsfristen aber noch nicht abgelaufen sind, kommt eine Verwirkung von vornherein nicht in Betracht!

Sollten Sie keine weiteren Nachfragen haben (Button: "Dem Experten antworten"), geben Sie bitte Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (einmal auf einen der lachenden Smileys/Buttons klicken).

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

besteht denn noch Klärungsbedarf? Ist das nicht der Fall, darf ich an die Abgabe einer positiven Bewertung erinnern, damit eine Vergütung für die in Anspruch genommene Rechtsberatung erfolgt.

Sie haben eine detaillierte Auskunft zu Ihrem Anliegen erhalten. Ich gehe davon aus, dass Sie auch nicht umsonst und kostenlos arbeiten!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt