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RAin Pesla
RAin Pesla, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 379
Erfahrung:  Zivilrecht / Vertragsrecht / Urheberrecht / Schmerzensgeld /Arbeitsrecht ALG 2 Grundsicherung / Tierrecht / Strafrecht
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RAin Pesla ist jetzt online.

Wir wohnen in Baden Württemberg. Unsere Tochter

Kundenfrage

Wir wohnen in Baden Württemberg. Unsere Tochter geht in die 6. Kl des Gymnasiums. Sie hatte die 5. Kl. bereits wiederholt. Nun wird sie nicht versetzt in Kl. 7 folgende Fächer M5 E5 L4 D4 sie mag ihre Klasse und fühlt sich dort sehr wohl. Nun soll sie wegen Paragraf 6 der Versetzungsordnung das Gymnasium verlassen. Aber am 27.2.2015 ist meine Mutter also ihre Oma verstorben, an der sie seh hing und eig immer für sie sorgte. Zudem ist der Pubertätsanfang ziemlich im Gange sie wird am 14.8.2015 dann 14 Jahre alt. Die schlechten Schulnoten kommen von der nichtbewältigten Trauerbewältigung weil es eine Seebestattung in der Nordsee war und das Bestattungsinstitut hat uns vergessen mitzuteilen wann der Termin ist, um eine analoge Trauerfeier machen zu können. Darüber existiert eine Bestätigung der Klinikseelsorge. Dieses wird nicht anerkannt und die Trauerbewältigung mit den Schlechtnoten nicht akzeptiert. Wir möchten das unsere Tochter in die 7. Kl. geht und bestehen auch auf die Prüfung in den 4 Kernfächern. wir möchten uns also gegen diesen Paragraf 6 wehren. Aber uns wird dies verwehrt unsere Tochter muss gehen laut Gesetzt so heißt es und kommt dann in die 6.Realschule. Wir müssen umgehend zusehen usw..... das will sie selber nicht weil sie sich in ihrer jetzigen Klasse sehr wohl fühlt! In der Bestätigung steht das die ganze Familie keine Trauerbewältigung leisten konnte. .....Dürfen wir als Eltern auf die Prüfung nach 4 Wochen dann in Kl 7 bestehen? Wir sehen in der Pubertätsbeginn und Verlust OmA eine drastischen Eingriff in ihre vertraute Umgebung und sonstige Schulsachen.....wir sind verzweifelt .... Mit freundlichen Grüßen ***********
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RAin Pesla hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

zunächst möchte ich Sie bitten, keine Namen anzugeben. Danke!

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage und möchte daher den entsprechenden § 6 einmal in voller Länge zitieren:

§ 6

Mehrmalige Nichtversetzung

(1) Ein Schüler muß das Gymnasium verlassen, wenn er

1.

aus einer Klasse des Gymnasiums, die er wiederholt hat, nicht versetzt wird,

2.

nach Wiederholung einer Klasse des Gymnasiums auch aus der nachfolgenden nicht versetzt wird,

3.

bereits zweimal eine Klasse des Gymnasiums wiederholt hat und wiederum nicht versetzt wird.

(2) Ein Schüler, der

1.

mindestens 12 Unterrichtswochen beim ersten bzw. zweiten Besuch der Klasse wegen Krankheit den Unterricht nicht besuchen konnte, oder

2.

mindestens 80% schwerbeschädigt und dadurch hinsichtlich seiner schulischen Lern- und Leistungsfähigkeit erheblich beeinträchtigt ist, oder

3.

bei der endgültigen Entscheidung gemäß § 3 nicht versetzt wurde und deshalb die Klasse wiederholt,

kann die Klasse ausnahmsweise ein weiteres Mal besuchen, wenn die Klassenkonferenz mit Zweidrittelmehrheit zu der Auffassung gelangt, daß er nach einem weiteren Besuch der Klasse voraussichtlich versetzt werden kann.

Dass bedeutet: Ja, an sich müsste Ihre Tochter das Gymnasium verlassen.

Aber: Aufgrund der nicht bewälltigten Trauerarbeit könnten Sie versuchen, eine seelische Beeinträchtigung, also eine Behinderng geltend zu machen, also z.B. die erstmalige Feststellung einer Behinderung für Ihre Tochter beantragen.

Dies tun Sie beim Landratsamt. Allerdings müsste eine Beiinträchtigung mit einem Grad der Behinderung von 80 erreicht werden (s.o.), was sehr viel ist.

Ob diesso ist (oder vielleicht noch andere Beeinträchtigungen hinzukommen), sagt letzen Endes ein med. Gutachter.

Die andere Alterative wäre, wenn Ihre Tochter mehr als zwölf Unterrichtswochen krankgeschrieben gewesen wäre.

Eine noch weitergehendere Frage wäre, ob diese Verordnung des Kultusministeriums über die Versetzung an
Gymnasien der Normalform und an Gymnasien in Aufbauform mit Heim
(Versetzungsordnung Gymnasien) mit höherrangigem Recht, insbesondere dem Verfassungsrecht vereinbar ist oder nicht, insb. im Hinblick auf das Erziehungsrecht der Eltern und die Gesundheit Ihres Kindes. Dies wäre eine sehr komplex zu prüfende Frage, und kann hier leider nicht so nebenbei beantwortet werden. Nur als Anhaltspunkt möchte ich anmerken, dass der Gesetzgeber einen gewissen Einschätzungsspielraum hat und eine gewisse Freiheit in der Berücksichtigung z.B. auch von Grundrechten. Zumindest ist in der Verordnung auf eine Beeinträchtigung eingegangen worden.

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Mit freundlichen Grüßen

RechtsanwältinCustomer/p>

Experte:  RAin Pesla hat geantwortet vor 2 Jahren.
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