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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 22327
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Und zwar wurde ich letztes Jahr wegen betrug zu 5 Monaten Ha

Kundenfrage

Und zwar wurde ich letztes Jahr wegen betrug zu 5 Monaten Haft auf zwei Jahre Bewährung bekommen.

Jetzt habe ich zu 99 Prozent eine Verhandlung wegen unerlaubte entfernen vom Unfall Ort. Meine 3 jährige Tochter ist selber in unser Auto eingestiegen und hat die Tür an ein anderes Auto hin geschlagen Wird bei mir jetzt die Bewährung ausgesetzt oder bekomme ich nochmal erneut Bewährungsstra3e? Ich bin allein erziehende und sonst sind ja Meine Kinder weg Wenn ich rein muss Davor habe ich große angst

Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Grundsätzlich droht zwar ein Widerruf der Bewährung, wenn der Betreffende während der Bewährungszeit erneut straffällig wird.

Das Gericht kann dann die Strafaussetzung auf der Grundlage des § 56 f Absatz 1 Nr. 3 StGB widerrufen.

Dies ist jedoch nicht zwingend, sondern das Gericht kann auch nach § 56 f Absatz 2 StGB verfahren.

Nach Absatz 2 des § 56 f StGB gilt:

Das Gericht sieht jedoch von dem Widerruf ab, wenn es ausreicht,
1.
weitere Auflagen oder Weisungen zu erteilen, insbesondere die verurteilte Person einer Bewährungshelferin oder einem Bewährungshelfer zu unterstellen, oder
2.
die Bewährungs- oder Unterstellungszeit zu verlängern.

Das Gericht kann in Ihrem Fall also etwa die Bewährungszeit entsprechend verlängern und von einem Widerruf der Bewährung sodann absehen. Es ist ebenfalls möglich, dass von dem Widerruf abgesehen wird und Ihnen ein Bewährungshelfer an die Seite gestellt wird. Es ist auch möglich, dass Ihnen andere Auflagen erteilt werden etwa die Ableistung weiterer Sozialstunden oder die Zahlung zugunsten einer sozialen Einrichtung.

Ich halte die Aussichten hier auch für sehr gut, dass es nicht zu einem Widerruf der Bewährung kommt, da die neue Ihnen zur Last gelegte Tat - unerlaubtes Entfernen vom Unfallort - von ihrem Unrechtsgehalt nicht schwer wiegt und der eingetretene Schaden auch nicht beträchtlich ist.

Um Ihre Chance zu erhöhen, sollten Sie sich im anstehenden Strafverfahren geständig und reuig zeigen. Geben Sie die Ihnen zur Last gelegte Tat zu, und kooperieren Sie mit der Polizei/StA.

Setzen Sie zudem ein Entschuldigungsschreiben an den/die Geschädigten auf, und bedauern Sie in diesem ausdrücklich die Tat. Soweit der materielle Schaden noch auszugleichen ist, können Sie anbieten, diesen wiedergutzumachen.

Sämtliche der vorstehenden Umstände würden zu Ihren Gunsten gewertet werden und werden hier auch dazu führen, dass von einem Widerruf der Bewährung abgesehen wird.

Schließlich wird bei der Entscheidung des Gerichts auch der Umstand zu berücksichtigen sein, dass Sie alleinerziehende Mutter sind.

Gern stehe ich für Ihre Nachfragen über den Button "Dem Experten antworten" zur Verfügung.

Sollten Sie keine weiteren Nachfragen haben, geben Sie bitte Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (einmal auf einen der lachenden Smileys/Buttons klicken).

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Grundsätzlich droht zwar ein Widerruf der Bewährung, wenn der Betreffende während der Bewährungszeit erneut straffällig wird.

Das Gericht kann dann die Strafaussetzung auf der Grundlage des § 56 f Absatz 1 Nr. 3 StGB widerrufen.

Dies ist jedoch nicht zwingend, sondern das Gericht kann auch nach § 56 f Absatz 2 StGB verfahren.

Nach Absatz 2 des § 56 f StGB gilt:

Das Gericht sieht jedoch von dem Widerruf ab, wenn es ausreicht,
1.
weitere Auflagen oder Weisungen zu erteilen, insbesondere die verurteilte Person einer Bewährungshelferin oder einem Bewährungshelfer zu unterstellen, oder
2.
die Bewährungs- oder Unterstellungszeit zu verlängern.

Das Gericht kann in Ihrem Fall also etwa die Bewährungszeit entsprechend verlängern und von einem Widerruf der Bewährung sodann absehen. Es ist ebenfalls möglich, dass von dem Widerruf abgesehen wird und Ihnen ein Bewährungshelfer an die Seite gestellt wird. Es ist auch möglich, dass Ihnen andere Auflagen erteilt werden etwa die Ableistung weiterer Sozialstunden oder die Zahlung zugunsten einer sozialen Einrichtung.

Ich halte die Aussichten hier auch für sehr gut, dass es nicht zu einem Widerruf der Bewährung kommt, da die neue Ihnen zur Last gelegte Tat - unerlaubtes Entfernen vom Unfallort - von ihrem Unrechtsgehalt nicht schwer wiegt und der eingetretene Schaden auch nicht beträchtlich ist.

Um Ihre Chance zu erhöhen, sollten Sie sich im anstehenden Strafverfahren geständig und reuig zeigen. Geben Sie die Ihnen zur Last gelegte Tat zu, und kooperieren Sie mit der Polizei/StA.

Setzen Sie zudem ein Entschuldigungsschreiben an den/die Geschädigten auf, und bedauern Sie in diesem ausdrücklich die Tat. Soweit der materielle Schaden noch auszugleichen ist, können Sie anbieten, diesen wiedergutzumachen.

Sämtliche der vorstehenden Umstände würden zu Ihren Gunsten gewertet werden und werden hier auch dazu führen, dass von einem Widerruf der Bewährung abgesehen wird.

Schließlich wird bei der Entscheidung des Gerichts auch der Umstand zu berücksichtigen sein, dass Sie alleinerziehende Mutter sind.

Gern stehe ich für Ihre Nachfragen über den Button "Dem Experten antworten" zur Verfügung.

Sollten Sie keine weiteren Nachfragen haben, so geben Sie bitte Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (einmal auf einen der lachenden Smileys/Buttons klicken).

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Haben Sie denn noch Nachfragen? Gerne können Sie nachfragen über "Dem Experten antworten".

Seien Sie andernfalls so fair, und geben Sie eine positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab. Ihre Frage ist ausführlich beantwortet worden. Ich gehe davon aus, dass Sie auch nicht umsonst und kostenlos arbeiten!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt