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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26586
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin Besitzerin eines

Beantwortete Frage:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin Besitzerin eines freistehenden Einfamilienhauses mit Garten. Ich habe eine Bodenerhöhung an der Grenze zum Nachbargrundstück, die mit Palisaden befestigt ist. Diese kippen nun langsam, und die Befestigung muss erneuert werden. Ein Handwerker sagte mir, dass die Kosten normalerweise zwischen mir und den Nachbarn geteilt werden. Stimmt das? Die Arbeiten finden auf meinem Grundstück statt, also vom Nachbarn gesehen hinter der Grundstücksgrenze.
Mit freundlichen Grüßen,
Ulrike Vinmann
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank ***** ***** Anfrage.
Darf ich Sie höflich fragen:
Steht denn die Palisade auf der Grundstücksgrenze?
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrter Herr Schiessl,

nein, die Palisaden stehen eindeutig auf meinem Grundstück, ca. 10 cm vor den Grenzsteinen, von mir aus gesehen.

MfG, U. Vinmann

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
haben Sie vielen Dank ***** ***** Info.
In diesem Falle müssen Sie die Kosten leider selbst übernehmen.
Der Handwerker hätte recht, wenn sich die Palisaden auf der Grundstücksgrenze befinden würden. In diesem Falle greift dann §§ 921,922 BGB ein mit der Folge, dass es sich um eine Grenzanlage handelt, die beiden Parteien zugute kommt. Im Falle des §§ 921, 922 BGB müsste sich der Nachbar an den Kosten in der Tat hälftig beteiligen.
Erforderlich für eine solche Anlage wäre aber, dass die Palisade die Grenze wirklich durchschneidet ((BGHZ 41, 177, 182).
Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrter Herr Schiessl,

vielen Dank für Ihre zügige Antwort. Die Argumentation des Handwerkers war, dass ich durch die Reparatur ja das Nachbargrundstück schütze, also dass der Nachbar von der Massnahme profitiert und nicht ich selbst. Er sagte, in solchen Fällen würden die Kosten geteilt, unabhängig davon, ob die Palisaden direkt auf der Grundstücksgrenze stehen oder ein paar Zentimeter davon entfernt. Wie sehen Sie das? Und: sollte ich mit den Nachbarn reden oder lieber nicht? Wir haben ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis, dass ich nicht unnötig belasten möchte.

MfG, U. Vinmann

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
haben Sie vielen Dank.
Das ist auch die Argumentation des §§ 921,922 BGB, nämlich dass die Anlage auch Ihrem Nachbarn zugute kommt.
Voraussetzung ist aber leider, dass die Anlage auf der Grenze steht und nicht auf Ihrem Grundstück.
Ungeachtet dessen reden Sie auf jeden Falle mit dem Nachbarn. Sie können natürlich, auch wenn Sie keinen Rechtsanspruch haben, natürlich mit Ihrem Nachbarn eine Kostenbeteiligung vereinbaren.
Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt