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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26617
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Morgen. Sie haben mich soeben bestens beraten und

Beantwortete Frage:

Guten Morgen. Sie haben mich soeben bestens beraten und darauf hingewiesen, dass mein bisheriger Anwalt tätig werden sollte. Genau das ist der Anlass meiner erneuten Frage: Bereits im Februar d.J. habe ich meinen Anwalt beauftragt, bzgl. des Unterhalts
an meine Ex-Frau ab dem Zeitpunkt meiner Pensionierung tätig zu werden. Ich hatte damals allerdings noch keine konkreten Unterlagen (neuer PKV-Beitrag, Pensionsfestsetzung, Rentenbescheide usw.). Er sagte mir, das ginge schnell und könnte noch warten. Er wies
mich auf nicht auf den § 55 Versorgungsausgleichgesetz hin, und nun stellt er diesen Antrag viel zu spät. Das gleiche gilt für den Antrag auf Abänderung des Unterhalts und Aussetzung der Zwangsvollstreckung. Meine Frage konkret: Hat er damit seine Anwaltspflichten
verletzt und kann ich ihn für den entstandenen Schaden (bzgl. Unterhaltshöhe und Pensionshöhe) haftpflichtig machen?
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
haben Sie vielen Dank ***** ***** Anfrage.
Wenn der Anwalt den Abänderungsantrag zu spät eingereicht hat obwohl Sie dem Anwalt alle erforderlichen Unterlagen beigebracht und ihm auch Auftrag zur gerichtlichen Durchsetzung erteilt hatten, dann haftet Ihnen gegenüber der Anwalt nach § 280 BGB auf Schadensersatz. Der Schaden besteht in der durch die Zeitverzögerung entstandenen Unterhaltsmehrbelastung.
Nach § 11 BORA ist der Anwalts verpflichtet, Ihr Mandat in angemessener Zeit zu bearbeiten.
Was angemessen ist, ist immer eine Frage des Einzelfalls. Wenn Fristen drohen, muss der Anwalt die Fristen einhalten. Wenn der Unterhalt jeden Monat zur Zahlung fällig ist, dann muss der Anwalt im Monat der Mandatsannahme den Abänderungsantrag stellen.
Was § 55 BeamtVG anbelangt, so hätte Ihnen der Anwalt ungefragt die Rechtslage erläutern müssen. Er hätte Ihnen eine Antragstellung empfehlen müssen. Ist dies unterblieben oder zu spät erfolgt, so schuldet er Ihnen den dadurch entstandenen Schaden nach § 280 BGB.
Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
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