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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16959
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Wir wohnen in Rheinland-Pfalz und mein Sohn besucht die 8. K

Beantwortete Frage:

Wir wohnen in Rheinland-Pfalz und mein Sohn besucht die 8. Klasse einer Realschule plus. Gestern erhielt ich einen Anruf seiner Klassenlehrerin in der sie mir mitteilte das mein Sohn aufgrund drei Fünfen (Mathematik, Geschichte und Kunst) dieses Jahr nicht versetzt wird. Nun habe ich mir online die Schulordnung von rlp angesehen worin es in § 65 Absch. 2 Punkt 1. heißt: eine Versetzung erfolgt nicht wenn "in MEHR als drei Fächern" die Note unter "ausreichend" liegt. Da mein Sohn die 5 in Mathe noch mit einer 2 in Englisch ausgleichen kann hat er eigentlich nur 2 Fünfen. Jetzt meine Frage ist es richtig, dass er nicht versetzt wird? Vielen Dank für Ihre Antwort!

Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank ***** ***** Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:
Ich kann es Ihnen erklären:
Es gibt ja verschiedene Gerichtsentscheidungen zu genau diesem Thema. Danach kann ein Noten Ausgleich nur dann erfolgen, wenn alle fünfen ausgeglichen werden können
Hier zum Beispiel eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz:
Die Nichtversetzung eines Gymnasialschülers, der in zwei Fächern die Note "mangelhaft" hat und nur eine davon durch bessere Noten in anderen Fächern ausgleichen kann, ist rechtlich nicht zu beanstanden. Vor diesem Hintergrund hat die 6. Kammer des Verwaltungsgerichts Mainz in einem einstweiligen Anordnungsverfahren die Zulassung eines nicht versetzten Mainzer Gymnasiasten (Antragsteller) in die nächsthöhere Klassenstufe abgelehnt.
Der Antragsteller hatte im Jahreszeugnis der Klassenstufe 7 in zwei Fächern die Note "mangelhaft" erhalten. Nur eine davon konnte er nach der einschlägigen Rechtsverordnung durch die Note "befriedigend" in zwei anderen Fächern ausgleichen. Deshalb wurde er nicht versetzt.
Mit seinem beim Verwaltungsgericht gestellten Antrag wollte er seine einstweilige Zulassung zur 8. Klassenstufe erstreiten. Da er ein "mangelhaft" ausgleichen könne, bleibe nur ein "mangelhaft" übrig.
Damit müsse er genauso versetzt werden wie ein Schüler, der nur einmal die Note "mangelhaft" im Zeugnis habe und damit nach der Rechtsverordnung zu versetzen sei. Dies gelte um so mehr, als ein solcher Schüler durchaus einen deutlich schlechteren Gesamtnotendurchschnitt haben könne als ein Schüler mit zwei Noten "mangelhaft", der eine davon ausgleichen kann.
Die Richter der 6. Kammer haben die Entscheidung der Schule bestätigt.
Die Rechtsverordnung regele unmissverständlich, dass bei zwei (oder mehr) unter "ausreichend" liegende Zeugnisnoten eine Versetzung nur erfolge, wenn alle diese Noten ausgeglichen werden können.
Dahinter stehe die sachgerechte Erwägung, dass ein Schüler, der in zwei oder mehr Fächern unzureichende Leistungen erbracht habe, allenfalls dann die Kapazität habe, die folgende Klassenstufe erfolgversprechend zu durchlaufen, wenn seine guten Noten in anderen Fächern erkennen ließen, dass er genügend Leistungsreserven habe, um seine Mängel in den mit schlechter als "ausreichend" bewerteten Fächern in absehbarer Zeit beheben zu können.
Dass ein Schüler mit nur einer Note "mangelhaft" einen schlechteren Gesamtnotendurchschnitt haben könne als ein Schüler mit mehreren unter "ausreichend" liegenden Noten und trotzdem, anders als Letzterer, versetzt werde, sei irrelevant.
Denn der maßgebliche Ansatzpunkt für die Versetzungsentscheidung sei nicht der Notendurchschnitt, sondern die Anzahl der Fächer mit nicht ausreichenden Leistungen.
AZ L 654/08
Mit freundlichen Grüßen
Claudia Schiessl und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Es tut mir leid, dass ich Ihnen keine besseren Nachrichten überbringen kann
Ich bitte höflich um Mitteilung, ob noch Unklarheiten bestehen
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Hallo Frau Schiessl!

Vielen Dank für Ihre schnelle Beantwortung!Ja schade dann können wir da wohl nichts machen habe den § genauso verstanden wie die Eltern die dafür vor Gericht gegangen sind.Dann bleibt ihm halt jetzt nur noch die Möglichkeit der Nachprüfung falls ich die Schulordnung wenigstens in dem § richtig verstanden habe und falls seine Lehrer dieser Lösung zustimmen.

Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Vielen Dank ***** ***** freundliche Rückmeldung! Ich wünsche alles Gute und viel Erfolg bei der Nachprüfung
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Vielen Dank ***** ***** noch einen schönen Sonntag!

Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Danke ***** *****