So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Claudia Schiessl.
Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16958
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
44859865
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Claudia Schiessl ist jetzt online.

Meine Eltern haben vor ca 5 Jahren ein Flurstück gekauft auf

Beantwortete Frage:

Meine Eltern haben vor ca 5 Jahren ein Flurstück gekauft auf das 1961 per Baugenehmigung ein Gartenhäuschen, ein Hühnerstall und ein Brunnen gebaut wurden. Da meine Eltern das Flurstück nicht mehr bewirtschaften können wollen sie es verkaufen. Ein Käufer war schnell gefunden, aber beim Notartermin fragte der Notar wie die hohe Kaufsumme zustande käme (80.000 euro, zu diesem Preis hatten sie es auch gekauft), es handele sich schließlich nur um einen Acker, soll heißen Gartenhaus usw sind nicht eingetragen. Der Termin wurde gecancelt. Im Nachhinein hat meine Mutter beim Vermessungsamt erfahren dass bei Flurstücken generell nichts eingetragen wird. Jedenfalls will der Käufer die Sicherheit dass er nach Kauf nicht wieder alles abreißen muss. Übrigens war das Katasteramt vor ca 1 Jahr dort um den Schrebergarten zu vermessen, es kam nie ein Bericht oder eine Rechnung hierüber. Noch zu bemerken ist das im GrundbuchAuszug von 1961, ausgedruckt 2005 noch steht "beschränkte persönliche Dienstbarkeit für die Stadt Metzingen: auf dem Grundstück darf weder ein Wohngebäude noch ein fertiges Bauwerk erstellt werden. Meine Eltern haben heute per Post vom zuständigen Notar die Löschungsbekanntmachung dieser persönlich beschränkten Dienstbarkeit erhalten.
Was hat dies zu bedeuten und welche Schritte müssen getan werden um das Grundstück rechtens zu verkaufen???
MFG
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank ***** ***** Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:
Wenn diese Bauten im Jahr 1961 der Baugenehmigung errichtet worden, dann haben sie Bestandsschutz, weil auch wenn sich die Rechtslage zwischenzeitlich geändert haben sollte sie einmal rechtmäßig waren.
Alle Gebäude die zu irgendeiner Zeit rechtmäßig waren haben Bestandsschutz auch wenn sich die Rechtslage ändern sollte
Es ist also vollkommen in Ordnung der Käufer muss hier nichts abreißen. Was er allerdings nicht darf ist das ich Sachen abreißt und dann größer wieder nach baut da könnte er Schwierigkeiten bekommen.
Die beschränkte persönliche Dienstbarkeit halt, wäre dem Bau eines Wohnhauses entgegengestanden, diese wurde nunmehr gelöscht so dass sogar drauf gebaut werden kann,wenn die entsprechende Baugenehmigung erteilt wird.
Die Eltern können das Grundstück nun mehr verkaufen.
Ich hoffe,ich konnte Ihnen weiterhelfen. Bitte fragen Sie sehr gerne nach.Wenn ich helfen konnte freut mich eine positive Bewertung.Vielen Dank
Mit freundlichen Grüßen
Claudia Schiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.