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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 22363
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Thema Autokauf von Privat. Ich kaufte vor etwa 18 Monaten

Beantwortete Frage:

Thema Autokauf von Privat.
Ich kaufte vor etwa 18 Monaten einen PKW von Privat, der bescheinigte mit in mehreren MAils, dass alles Original und in Ordnung ist, Nach dem Kauf sah man auch nicht viel, aber jetzt lasse ich den Wagen umlackieren und nach entfernen des Altlackes kommen viele Mängel zu Tage, die vorher eben nur gespachtelt waren. Kann ich wegen arglistiger Täuschung noch Schadensersatz Schweißarbeiten sind jetzt erforderlich) fordern.
Vielen Dank!
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

zur abschließenden Bearbeitung Ihrer Anfrage benötige ich noch folgende Informationen: Sind Sie denn (zu Beweiszwecken) noch in Besitz der Mails?

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Ja! Der Verkäufer schickte mir auch viele Photos und meinte eben auch immer: Alles Original!

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Klarstellungen!

Sie können den Kaufvertrag unter den mitgeteilten Umständen wegen arglistiger Täuschung anfechten (§ 123 BGB), denn es sind Ihnen bewusst und gezielt die weiteren erheblichen Mängel an dem PKW verschwiegen worden. Das gezielte Verschweigen dieser erheblichen Mängel begründet den Vorwurf einer arglistigen Täuschung.

Der Verkäufer hätte Sie nämlich auch ungefragt hierüber aufklären müssen, denn es handelte sich um vertragswesentliche Umstände: Wären Ihnen die unerwähnt gebliebenen Mängel nämlich bekannt gewesen, hätten Sie von dem Vertragsschluss Abstand genommen. Daher war die arglistige Täuschung auch ursächlich für den Vertragsschluss.

Sie sind daher berechtigt, den Kaufvertrag auf der Grundlage des § 123 BGB anzufechten mit der Folge, dass der Vertrag als von Anfang an nichtig anzusehen ist (§ 142 BGB).

Neben der Anfechtung wegen arglistiger Täuschung steht Ihnen alternativ ein Schadensersatzanspruch wegen des arglistig verschwiegenen Sachmangels zu: Sie können daher auch - statt der Anfechtung - von dem Verkäufer als Schadensersatz diejenigen Kosten erstattet verlangen, die zur Reparatur des PKW aufwenden müssten - also die Kosten zur Beseitigung der vorliegenden Mängel, im Ergebnis also die Kosten für die Schweißarbeiten.

Sie können sich vorliegend frei entscheiden, welche der vorstehenden Varianten Sie wählen. Wenn Sie den Wagen behalten wollen - wovon ich nach Ihren Angaben ausgehe -, so sollten Sie den zweiten Anspruch auf Schadensersatzleistung gegen den Verkäufer schriftlich und nachweisbar (Einschreiben) geltend machen.

Gern stehe ich für Ihre Nachfragen über den Button "Dem Experten antworten" zur Verfügung.

Sollten Sie keine weiteren Nachfragen haben, geben Sie bitte Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (einmal auf einen der lachenden Smileys/Buttons klicken).

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.