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RARobertWeber
RARobertWeber, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3252
Erfahrung:  Rechtsanwalt in Berlin
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Hallole, habe heute eine Mail eines Rechtsanwaltes mit dem

Kundenfrage

Hallole,
habe heute eine Mail eines Rechtsanwaltes mit dem Anhang "Vorgerichtliches Mahnschreiben" erhalten.
Zunächsteinmal habe ich den Anhang nicht geöffnet sondern gegoogelt ob es diesen Anwalt überhaupt gibt.
Wurde fündig und rief diesen an.
Er gab an, daß er mir dieses Schreiben geschickt hat und ich den Anhang öffnen soll.
Darin geht es um eine Rechnung über 24,04 Euro für 6 Fenstergriffe, welche ich im November 2013 über einen Onlineshop bestellt und auch erhalten habe.
Da ich normalerweise immer sofort über Paypal bei Internetkäufen bezahle (normalerweise bekommt man die Ware ja vorher sowieso nicht) habe ich diese Rechnung wohl übersehen. Der Internetshop des Gläubigers liefert die Ware nur über Rechnung.
Eine postalisch schriftliche Mahnung habe ich bis heute vom Verkäufer nicht erhalten!
Angeblich wurde mir eine Mahnung vom Verkäufer am 29.03.2014 per Mail zugesandt.
Mir persönlich ist nicht davon bekannt!
Es tut mir leid, aber ich bekomme beinahe täglich irgendwelche dubiose Mail´s von Mahnungen, Kontosperrungen etc. welche ich selbstverständlich nicht öffne.
Zudem hatte ich im vergangenen Jahr wegen absturzes meines alten PC´s sowie Wechsel von Windows XP auf Windows 7 längere Zeit überhaupt keinen PC und konnte weder Mail´s versenden und empfangen.
Es ist ja durchaus menschlich, daß man mal etwas vergessen kann. Eine postalische Mahnung ist der sichere Weg zum Kunden zu gelangen und diesen daran zu erinnern.
Dann wäre doch alles erledigt gewesen.
Nun meine Fragen an Sie: ist es zulässig Mahnungen per Mail zu versenden?
Wenn ja, sind diese dann überhaupt gültig?
Eine Mail-Empfangsbestätigung für die angeblich mir zusandte Mahnung habe ich nicht versendet.
In dem dem sogenannten Forderungskonto des Rechtsanwaltes an mich ist nur eine angebliche Email-Mahnung des Gläubigers vom 29.03.2014 aufgeführt. Ohne Versandbestädigung, Uhrzeit seiner Mail etc.
Weitere Mahnungen des Verkäufers/Gläubigers sind in der Rechnungsforderung nicht aufgeführt.
Ist es üblich, dass Anwälte per eMail ihre Mandatsforderungen weiterleiten?
Geschieht das nicht mehr über den postalischen Weg?
Hätte der Verkäufer mir eine Erinnerung mit der Post zugeschickt, dann hätte ich dieses selbstverständlich sofort erledigt.
So habe ich das schlichtweg vergessen, da ich normalweise immer (vor Erhalt der Ware) über Paypal bezahle.
Fakt ist:
- Rechnung der 6 Fenstergriffe ist vom 1.11.2013
- 1.te angebliche Mahnung per Email erfolgte am 29.03.2014
- Anwaltsschreiben und sein "vorgerichtliches Mahnschreiben" erfolgte heute am 13.7.2015 per Email.
Wie soll ich mich nun verhalten?
Die inzwischen auf über das Vierfache angewachsene Rechnung zu bezahlen?
Widerspruch einlegen? Wenn ja, wie hat das auszusehen?
Für Ihre Unterstützung bedanke ***** ***** im voraus.
freundliche Grüße
Jutta
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
es ist in der Tat unüblich, eine anwaltliche Mahnung nur per Mail zu übersenden, aber im Zuge des Poststreiks ist das vermehrt geschehen.
Davon unabhängig sind anwaltliche Mahnungen auch per Mail durchaus zulässig und wirksam.
Sie sollten die Rechnung unverzüglich in der ursprünglichen Höhe bezahlen. Anschließend sollten Sie prüfen, ob Sie die Rechnung damals tatsächlich erhalten haben und darauf hinweist, dass Sie nach 30 Tagen in Verzug geraten. Wenn das gegeben ist, müssen Sie leider auch die Zinsen und die Anwaltskosten bezahlen.
Wenn die Rechnung oder der Hinweis nicht gegeben sind, müssen weder Zinsen noch Anwaltskosten bezahlen, dann reicht ein kurzer Hinweis auf den fehlenden Verzug an den Anwalt.
Ich empfehle daher, zu prüfen, ob eine Rechnung übersandt wurde und was genau diese enthält.
Für weitere Fragen stehe ich Ihnen über den Button "dem Experten antworten" jederzeit zur Verfügung.
Über eine positive Bewertung Ihrerseits würde ich mich sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen,
Robert Weber
Rechtsanwalt
Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.

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