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Olaf Götz
Olaf Götz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2910
Erfahrung:  Fachanwalt für Sozialrecht
48877684
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Olaf Götz ist jetzt online.

Meine Frage, am 5. Dez hatte ich einen Unfall d.h. ich habe

Kundenfrage

Meine Frage,
am 5. Dez hatte ich einen Unfall d.h. ich habe einer Freundin (die Dame ist halbseitig gelähmt) bei einem Sturz bzw danach versucht aufzuhelfen.
Dabei habe ich mir einen Wirbel gebrochen.
Die ERGO schrieb mir dies sei kein Unfall sonder eine außergewöhnliche Belastung
Auch auf den Brief meiner Orthopädin hin bekam ich eine negative Antwort
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

schauen Sie sich die AUB Ihrer abgeschlossenen Unfallversicherung an.

Wenn dort auch ein erweiterter Unfallbegriff versichert ist, haben Sie gute Karten.

In den aktuellen Muster AUB 2014 ist das so definiert:

"Ein Unfall liegt vor, wenn die versicherte Person durch • ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis (Unfallereignis) • unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet. 1.4 Erweiterter Unfallbegriff Als Unfall gilt auch, wenn sich die versicherte Person durch eine erhöhte Kraftanstrengung • ein Gelenk an Gliedmaßen oder der Wirbelsäule verrenkt. Beispiel: Die versicherte Person stützt einen schweren Gegenstand ab und verrenkt sich dabei das Ellenbogengelenk. • Muskeln, Sehnen, Bänder oder Kapseln an Gliedmaßen oder der Wirbelsäule zerrt oder zerreißt. Beispiel: Die versicherte Person zerrt sich bei einem Klimmzug die Muskulatur am Unterarm. Meniskus und Bandscheiben sind weder Muskeln, Sehnen, Bänder noch Kapseln. Deshalb werden sie von dieser Regelung nicht erfasst. Eine erhöhte Kraftanstrengung ist eine Bewegung, deren Muskeleinsatz über die normalen Handlungen des täglichen Lebens hinausgeht. Maßgeblich für die Beurteilung des Muskeleinsatzes sind die individuellen körperlichen Verhältnisse der versicherten Person."

http://www.gdv.de/wp-content/uploads/2014/04/GDV_Musterbedingung_SU_Allgemeine_Unfallversicherungsbedingungen_AUB_2014.pdf

Probleme gäbe es, wenn Sie die Freundin schon öfter betreut und mal angehobn hätten. Darüber ließe sich dann vor Gericht ggf. trefflich streiten.

Beispielurteil:

http://www.iww.de/vk/archiv/unfallversicherung-dieser-vergleichsmassstab-gilt-beim-erweiterten-unfallbegriff-f27288

Zu guterletzt:

Achten Sie auf die strengen Ausschlussfristen zur Einreichung eines Attests über die dauerhafte Invalidität durch ärztlichen Attest in Ihren AUB.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben, geben Sie bitte eine positive oder neutrale Bewertung ab, denn nur dann erfolgt die Vergütung für die anwaltliche Beratung. Nach eine positiven Bewertung können Sie allerdings auch ohne weitere Zusatzkosten an dieser Stelle Nachfragen stellen.

Mit freundlichen Grüßen

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