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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 22074
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe bei der HDI eine Gebäudeversicherung abgeschlossen.

Kundenfrage

Guten Tag, ich habe bei der HDI eine Gebäudeversicherung abgeschlossen. Dazu habe ich mir dort ein Angebot eingeholt, welches ich dann annahm. Als dann die ersten Rechnungen kamen, war die Versicherung doppelt so teuer wie im Angebot. Die HDI begründet dies mit einer fehlenden Vorversicherung, welche ich der HDI aber von Anfang an so mitgeteilt hatte. Nun fordern sie von mir den vollen Betrag. Obwohl ich von ANfang an gesagt habe, dass ich mit diesem Betrag nicht einverstanden bin, wurde der Fall verschleppt und der Versicherungsabschluss liegt nun ca. 5 Monate zurück. Was kann ich tun?
MfG Reza Farzaneh
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

zur abschließenden Bearbeitung Ihrer Anfrage benötige ich noch folgende Informationen: Hat die Versicherung Ihnen denn bei den Vertragsgesprächen ausdrücklich mitgeteilt, dass die Versicherungsprämie wegen der fehlenden Vorversicherung viel höher ausfallen wird?

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Ich habe extra vorher gefragt, ob es noch Preiserhöhungen geben kann, mir wurde gesagt nein, der Preis sei so fest, obwohl ich vorher sagte und es auch schriftlich mitteilte, dass keine Vorversicherung bestand.

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Vielen Dank für die ergänzenden Mitteilungen!

Unter diesen Umständen ist die Rechtslage eindeutig: Sie können den Vertrag wegen arglistiger Täuschung gemäß § 123 BGB erfolgreich anfechten, da der tatsächlche Tarif sehr viel höher liegt, als man Ihnen mitgeteilt hat und Sie hierüber anlässlich des Vertragsschlusses nicht aufgeklärt worden sind.

Da es sich bei der Höhe des versicherungstarifes um einen vertragswesentlichen Umstand handelt, hatte Ihr Vertragspartner - die Versicherung - diesen Umstand auch ungefragt zu offenbaren und Sie hierüber aufzuklären. Hätten Sie nämlich gewusst, dass der Tarif tatsächlich viel höher liegt, so hätten Sie von dem Vertrag Abstand genommen.

Da dieser vertragswesentliche Umstand hier arglistig verschwiegen wurde - man Ihnen sogar auf Ihre Anfrage hin wahrheitswidrig mitgeteilt hat, dass der Preis fest sei -, sind Sie zur Anfechtung des Vertrages wegen arglistiger Täuschung auf der Grundlage des § 123 BGB berechtigt.

Sie können daher den Vertrag nach § 123 BGB anfechten, was Sie schriftlich und nachweisbar (Einschreiben) tun sollten, um den Zugang Ihrer Anfechtungserklärung sicherzustellen.

Mit erfolgter Anfechtung gilt der Vertrag gemäß § 142 BGB als von Anfang nichtig. Der Vertrag ist folglich nach Ihrer Anfechtung rechtlich hinfällig!

Gern stehe ich für Ihre Nachfragen über den Button "Dem Experten antworten" zur Verfügung.

Sollten Sie keine weiteren Nachfragen haben, geben Sie bitte Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (einmal auf einen der lachenden Smileys/Buttons klicken).

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Wie ich sehe, sind Sie noch immer online - haben Sie denn noch eine Nachfrage, die ich nicht erhalten habe?

Nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion "Dem Experten antworten" für Nachfragen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Haben Sie denn noch Nachfragen? Gerne können Sie nachfragen über "Dem Experten antworten".

Geben Sie bitte andernfalls eine positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab. Ihre Frage ist ausführlich beantwortet worden. Niemand arbeitet umsonst!!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

besteht denn noch Klärungsbedarf? Ist das nicht der Fall, darf ich an die Abgabe einer positiven Bewertung erinnern, damit eine Vergütung für die in Anspruch genommene Rechtsberatung erfolgt.

Sie haben eine detaillierte Auskunft zu Ihrem Anliegen erhalten. Niemand arbeitet umsonst!!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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