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Rechtsanwalt Christian Joachim
Rechtsanwalt Christian Joachim, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3191
Erfahrung:  Staatsexamen, Zulassung als Rechtsanwalt, Mediator
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Rechtsanwalt Christian Joachim ist jetzt online.

Oh, hallo, das ging jetzt sehr schnell

Kundenfrage

oh, hallo, das ging jetzt sehr schnell
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

wie kann ich Ihnen weiterhelfen?

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Ich habe in 2010 2 Grundstücke im Wert von 161000 € gekauft. Baugrundstücke. Da der Eigentümer noch ein Grundstück verkaufen mußte, um von seiner Bank die Freigabe zur Bebauung zu erhalten, habe ich ein kleines Grundstück nachgekauft.

Bis heute hat der ehemalige Eigentümer die beiden ersten Baugrundstücke nicht in den Zustand versetzt, daß wir diese nutzen können. Es sind noch immer Altlasten im Boden und auch der Mutterboden ist teilweise noch nicht aufgebracht. Für den Teil gelieferten Boden fehlen noch die Zertifikate, daß es sich tatsächlich um Mutterboden handelt. (Was ich bei der Bodenqualität auch sehr bezweifle)

Für das 3. Grundstück habe ich deshalb einen Teil (etwa 1 Drittel) des Kaufpreises zurückgehalten. Nun will er das Grundstück rückabwickeln. Darf er das? Ich habe auch eine Rechnung für die Nutzung des Grundstückes über 3 jahre gestellt, in dem er unsere beiden Grundstücke als Überfahrt zu seinem Lagerplatz und anderen Grundstücken, sowie als Umschlags- und Siebplatz genutzt. Der Betrag ist etwa so hoch, wie der noch fällige Kaufpreis

Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 2 Jahren.
Vielen Dank für die weiteren Informationen.

Es kommt hier konkret auf die vertraglichen Ausgestaltungen an, wann und in welchem Umfang Ansprüche des Verkäufers auf Kaufpreiszahlung bestehen und ob diese Ansprüche gegebenenfalls erfüllt oder anderweitig erfüllt sind.

Bereits hier empfehle ich eine konkrete anwaltliche und wirtschaftliche Beratung dahingehend, wie mit Ihrem Projekt umzugehen ist, da, wie Sie schreiben, auch Probleme hinsichtlich der ersten beiden Baugrundstücke bestehen.

Grundsätzlich ist eine Zurückbehaltung oder auch eine Aufrechnung möglich, wobei man auch hier den genauen Wortlaut der Notarverträge wegen einem möglichen Aufrechnungsverbot oder anderen Einschränkungen kennen müsste.

Ist eine Aufrechnung mit Gegenansprüchen nicht ausgeschlossen, so könnte hier eine entsprechende Kaufpreiszahlung durch Aufrechnung mit gegenseitigen Ansprüchen gedacht werden.

Ist dies nicht der Fall, kann ein Rücktritt des Verkäufers für das dritte Grundstück separat durchaus möglich sein. Ob dies dann Einflüsse auf die Bebaubarkeit der anderen beiden Grundstücke hat, kann ich von hier aus allerdings nicht beurteilen. Auch müsste geprüft werden, wenn sie aufrechnen, ob die Nutzung des Grundstückes hier entsprechend kostenpflichtig wäre oder entsprechend einer Vereinbarung unterliegt.

Sie sehen also, dass durchaus noch mehrere Fragen bestehen, die im Zuge einer genauen vertraglichen Prüfung untersucht werden sollten.

Ich hoffe aber, dass ich Ihnen bis hierher hilfreich antworten konnte und stehe Ihnen gerne weiter zur Verfügung.

Über ihre anschließende positive Bewertung freue ich mich.

Viele Grüße