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KanzleiFrischhut
KanzleiFrischhut, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 102
Erfahrung:  Abgeschl. Fachanwaltslehrgang Miet- und Wohnungseigentumsrecht
85307431
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KanzleiFrischhut ist jetzt online.

Anfechtung eines ärztlichen Gutachtens

Kundenfrage

Meine Frau hatte 2004 eine Netzhautablösung, welche durch eine Cerclage erfolgreich geheilt wurde. Januar 2012 trat eine heftig eiternde Augenentzündung auf, die derselbe Arzt als Bindehautentzündung behandelte, obwohl sie nicht auf das andere Auge übersprang, 16 Monate lang! Nebenher "vermutete" er wegen Entzündungswerten im Blut eine Arteriitis temporalis und behandelte diese - 16 Monate lang - mit Cortison. Nach 10 Monaten äußerte ich meinen Verdacht, daß nicht Konjunktivitis die Ursache des heftigen ununterbrochenen Eiterflusses sein könne, sondern es müsse ein Fremdkörper in der Augenhöhle sein. Das habe ich bei jedem Arztbesuch wiederholt und wurde immer wieder eines anderen belehrt. Nach 16 Monaten bei einem Arztbesuch mit wiederum ergebnisloser Nachschau und der Wiederholung der Diagnose Konjunktivitis wurde ich energisch und verlangte eine genauere Untersuchung. Diese wurde durchgeführt, und der Arzt fand dabei das Cerclageschloß geöffnet, durch die Bindhaut gedrungen und völlig in Eiter liegend. Nun sollte erst die Entzündung weg sein, bevor man an eine OP denken könne, wenn überhaupt; denn diese sei mit großen Gefahren verbunden. Die Entzündung sollte nun in einer Woche verschwunden sein, obwohl sie 16 Monate lang sämtlichen immer wieder geänderten Medikamenten widerstanden hatte. Wir suchten einen auf Netzhaut spezialisierten Augenarzt auf, der sofort operierte, und nach 3 - 3! - Tagen floß kein Eiter mehr. Durch das unappetitlich eiternde Auge hatte meine Frau die ganze Zeit Kontakte zu anderen Menschen vermieden, sich vollkommen zurückgezogen und ein sehr belastetes Leben geführt. Hätte man zu Anfang die tatsächliche Ursache entdeckt und das Cerclageschloß gleich entfernt, wären meiner Frau nicht fast anderthalb Jahre ihres Lebens so belastet gewesen. Statt dessen "vermutete" man eine Arteriitis, was für den Arzt sehr bequem war. Ein von der Schlichtungsstelle beauftragter Gutachter stellte das ärztliche Verhalten als fehlerfrei heraus. Da fehlen uns die Worte! Haben wir Chancen, dieses Gutachten zu zerreißen? Gespannt auf Ihre Antwort wartend, mit freundlichem Gruß

Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  KanzleiFrischhut hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte/r Fragesteller,
gern beantworte ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage der mir vorliegenden Informationen wie folgt:
erlauben Sie mir vorab Ihrer Ehefrau eine vollständige Genesung zu wünschen.
Zu Ihrer konkreten Frage: Das seitens der Schlichtungsstelle in Auftrag gegebene Gutachten hat für Sie und Ihre Ehefrau keinerlei Bindungswirkung. Die abschließende Stellungnahme der Schlichtungsstelle zum Gutachten schließt nicht den Rechtsweg aus. Wenn Sie der Überzeugung sind, dass das Leiden Ihrer Frau auf ärztliches Versagen zurück zu führen ist, so steht es Ihnen frei, im Rahmen einer Schadensersatzklage den gesamten Vorgang einer gerichtlichen Prüfung unterziehen zu lassen.
Da das Arzthaftungsrecht ein äußerst komplexes Rechtsgebiet ist und zuvor die Verjährungsproblematik Ihres Falles geprüft werden sollte, rege ich an, dass Sie sich an einen Fachanwalt für Medizinrecht wenden.
Wenn Sie keine Nach-/Verständnisfragen mehr haben und mit der Antwort zufrieden sind, bitte ich um eine positive Bewertung, um die Vergütung zu ermöglichen.
Mit freundlichen Grüßen
Mikio A. Frischhut
Rechtsanwalt
Experte:  KanzleiFrischhut hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte/r Fragesteller,
sollten Sie noch Nach- und/oder Verständnisfragen haben, so können Sie diese nun stellen. Gerne beantworte ich Ihnen diese umgehend.
Sollte dies nicht der Fall sein, so bitte ich nunmehr höflich um eine positive Bewertung, so dass die Vergütung ermöglicht wird.
Mit freundlichen Grüßen
Mikio A. Frischhut
Rechtsanwalt

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