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Olaf Götz
Olaf Götz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2908
Erfahrung:  Fachanwalt für Sozialrecht
48877684
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Olaf Götz ist jetzt online.

Ich habe vor 6 Wochen meinen Multivan T 5 verkauft an einen

Kundenfrage

ich habe vor 6 Wochen meinen Multivan T 5 verkauft an einen Händler. Nun möchte dieser mich im Nachhinein auf 2000,-€ Schadensersatz wegen hinterlistiger Täuschung verklagen. Bzw. er droht mir damit, dies zu tun, wenn ich ihm die 2000,- € nicht direkt bezahle.
Es ist so, dass wir beim Verkauf nicht angegeben haben, dass das KFZ einmal eine "neue gebrauchte Heckklappe" erhalten hat, die wir im Internet gebraucht gekauft haben. Für uns als Laien war dies eine Lappalie bzw. eine Bagatelle und kein Unfallschaden.
Diese Heckklappe hatte im unteren Bereich einen schwarzen Klebestreifen, den wir passend zum Design unseres Kfz recht schick fanden. Nun hat der besagte Käufer diesen Streifen wohl abgezogen und darunter gespachtelte Stellen entdeckt, von denen wir aber nichts wussten.
Daraufhin hat er ein Gutachten erstellen lassen, welches einen Schaden von knapp 2000,-€ ergeben hat.
Im Vertrag ist jedoch festgehalten dass wir von jeglicher Sachmängelhaftung befreit sind, wenn es sich nicht um arglistige Täuschung handelt.
Wir sind nun sehr verunsichert und haben dem Käufer / Händler auch schon mehrfach angeboten das KFZ auf unsere Kosten wieder bei ihm in Rheinland Pfalz abzuholen und somit zurück zu nehmen oder ihm 10 % des Schadens zu zahlen.
Auf beide Alternativen will er sich keinesfalls einlassen. Das verwundert uns sehr, zumal er beim ersten Kontakt meinte, so wolle er nicht auf dem Auto sitze bleiben.
Es wäre sehr nett wenn Sie uns dazu eine Einschätzung geben könnten, ob er uns damit nur drohen will, oder sind wir vielleicht ohne uns dessen bewusst zu sein wirklich in der Schuld?
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

ein Anspruch auf Kaufpreisminderung und/oder Schadensersatz (Käufer hat schon das Wahlrecht, ob Rücktritt oder Minderung) könnte bestehen, wenn Sie die Unfallfreiheit vertraglich vereinbart haben (vgl. § 434 BGB) . Das wäre zu prüfen.

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/BJNR001950896.html#BJNR001950896BJNG024101377

Die getauschte Heckklappe ist schon ein Unfallschaden im Sinne der Rechtsprechung.

Steht im Kaufvertrag nichts von "unfallfrei" und haben das auch nicht unter Zeugen mündlich zugesichert, brauchen Sie nicht mehr weiterzulesen. Warten Sie ab.

Aber selbst wenn die Unfallfreiheit vereinbart gewesen wäre, stellt sich immer noch die Frage nach der Schadenshöhe.

Wenn der Käufer keinen Rücktritt will, dann wird er den Kaufpreis mindern können. Die Minderung richtet sich nach dem Minderwert des Fahrzeugs im Vergleich zum unbeschäfigten Fahrzeug gleicher Güte in Relation zum tatsächlichen Kaufpreis, vgl.

§ 441 III BGB.

Die Reparaturkosten schlagen hier also nicht 1:1 auf die Minderung durch. Insofern ist ein Gutachten rein über die Reparaturkosten ohne Angabe des Minderwertes nicht ausreichend.

Da gerade T5 teuer gehandelt werden, dürfte die gespachtelte Heckklappe den Wert des Autos kaum um*****uuml;cken.

Wenn darüberhinaus noch Schadensersatz geltend gemacht wird, z.B. für einen geplatzen Verkauf und zusätzlichen entgangenen Gewinn, dann ist das konkret nachzuweisen.

Kommt es also zu keiner Einigung im Bereich des tatsächlichen Wertverlustes, sollten Sie ggf. ohne Anerkennung einer Rechtsfplicht eine entsprechende Zahlung leisten und im Falle der Klage einen Kollegen beauftragen.

Sie können das auch vorher tun, die Kosten dafür müssten Sie aber tragen, also vorher mit dem Kollegen ansprechen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben, geben Sie bitte eine positive oder neutrale Bewertung ab, denn nur dann erfolgt die Vergütung für die anwaltliche Beratung. Nach eine positiven Bewertung können Sie allerdings auch ohne weitere Zusatzkosten an dieser Stelle Nachfragen stellen.

Mit freundlichen Grüßen

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