So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an S. Grass.
S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 5859
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
52374836
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
S. Grass ist jetzt online.

2012 habe ich ein Einfamilienhaus erworben, worin kurz vor

Kundenfrage

2012 habe ich ein Einfamilienhaus erworben, worin kurz vor Kauf noch ein Mieter wohnte der früher mal Bambus angepflanzt hatte, noch vor Kauf zog dieser aus, mündlich war abgemacht das er diesen ausgraben würde, dies hatte er nicht getan, er hatte ihn nur runtergeschnitten und " Pestizide gespritzt".
Der Bambus steht am Rand zum Nachbargrundstück, zwischen Nachbargrundstück und dem Bambus ist eine zementierte Mauer, die zum Nachbarn gehört, der dort eine Hochterasse hat.
Es zeichent sich nun ab das der Bambus offensichtlich unterirdisch irgendwie durchgewachsen ist. Ob beim Einpflanzen durch den Mieter damals eine Sperre eingebaut worden ist weiß ich nicht, da mir jedoch der Nachbar sagte, das der Mieter wohl selbst Gärtner war gehe ich davon aus das dieser das hätte machen müssen.
Wer haftet nun für eventuell beim Nachbarn entstehende Schäden? ich nehme erstmal an ich, da im schirftlichen Kaufvertrag die übliche "Gekauft wie gesehen Klausel" drinnen ist, der Bambus schriftlich nicht erwähnt worden ist.
Kann ich das ganze über meine Privathaftpflicht regulieren? Grobe Fahrlässigkeit durch mich kann ich hier nicht erkennen, da ich den Bambus damals ja nicht eingepflanzt habe. Kann ein Gericht erwarten, dass ich als Hauskäufer jede Pflanze ausgrabe um zu überprüfen ob diese fachgerecht eingegraben worden ist?
Ich selbst habe den Bambus die letzten Jahre runtergeschnitten. Ich bin selber jedoch kein gelernter Gärtner odersowas.
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

wenn das Gewächs, welches auf Ihrem Grundstück steht, durch "Durchwachsen" über die Grundstücksgrenzen, bei dem Nachbarn Schädenverursacht, haftet der "Besitzer des Gewächs" und damit Sie. Dabei bezieht sich der Anspruch auf Beseitigung der Wurzeln bzw. auf Ersatz der Kosten, sofern Sie einem Beseitigungsverlangen nicht nachkommen. Dabei kommt es nicht darauf an, ob Sie dies verschuldet haben, also das Gewächs von Ihnen falsch angepflanzt wurde.

Allerdings werden Sie eventuelle Kosten über die Haftpflichtversicherung für Hausbesitzer regulieren lassen können.

Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein und darf Sie um Bewertung der Antwort bitten. Falls noch Rückfragen bestehen, nehmen Sie bitte Kontakt auf. Vielen Dank !

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrte Fr. Grass,

Meine Frage ist im Gesamtkonstrukt noch nicht beantwortet. Ist meine private Haftpflichtversicherung in dem Fall zu konsultieren? Eine Haftpflicht für Hausbesitzer gibt es meines Wissens nach nur für gewerbliche Hausbesitzer die ihre Wohnungen vermieten oder mehrere Wohnparteien haben.

Dann ist die vorallem die Frage wichtig, ob die Versicherung u.U. die Leistung verweigern kann bzw. mir eine Mitschuld geben kann, da der damalige Mieter den Bambus evtl. nicht fachgerecht mit einer benötigten Sperre angelegt hat. Versicherungen sprechen ja gern von grober Fahrlässigkeit oder Mitschuld wenn etwas nich fachgerecht verarbeitet worden ist.

Diese Fahrlässigkeit könnte man mir ja nicht vorwerfen, da ich das damals nicht angelegt habe, oder?

Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

die private Haftpflichtversicherung wird Leistung erbringen müssen, wenn keine Gebäudehaftpflicht besteht, siehe Urteil des Bundesgerichtshof vom 08.12.1999, Az.: IV ZR 40/99.

Eine Mitschuld - weder Vorsatz noch Fahrlässigkeit - trifft Sie in keinem Fall, denn Sie haben das Gehölz nicht angepflanzt.

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass

Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz