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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26617
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Wir sind noch verheiratet. Ich möchte ihm ein Haus vererben.

Kundenfrage

Wir sind noch verheiratet. Ich möchte ihm ein Haus vererben. Er bezahlt den Kredit weiter. Sind noch 120 000 Euro Schulden drauf. Das zweite Haus, das auch mir gehört, er möchte drin wohnen bleiben bezahlt mir im Monat 800 Euro, Nebenkosten zahlt er selber ...........Ich ziehe aus. Wir lassen uns dann scheiden. Muss er dann Erbschaftssteuer bezahlen. Kann ich meine Kinder vom Erbe ausschließen.
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank ***** ***** Anfrage.
Darf ich Sie fragen:
Wer soll denn das zweite Haus erhalten? Auch Ihr Mann?
Wäre es als alternative für Sie denkbar, dass Haus noch vor der Scheidung an Ihren Mann (also zu Ihren Lebzeiten) zu übertragen?
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

ja aber nur wenn er mir 800 Euro so als Art Rentenbasis zahlt. Dann würde er nach meinen Ableben auch das 2 Haus bekommen.

Also Frage 1. Kann ich ihm das erste Haus vererben ohne das er Erbschaftssteuer zahlen muss (es hängt ja auch sein Geld mit drin0

Frage 2. Wenn wir geschieden sind und er das 1. Haus erbt muss er dann Erbschaftssteuer zahlen, wenn die Vereibarung noch in der Ehe gemacht worden ist? Und wieviel.

3 Frage: Das zweite Haus auf eine Art Rentenbasis ich bekomme monatlich 800,- € und wenn ich sterbe soll er es bekommen.

Wie verhält es sich dann mit der Erbschaftssteuer?

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,
haben Sie vielen Dank ***** ***** Nachricht.
Wenn Sie nach der Scheidung versterben sollten, dann fällt Ihr Exmann nach § 16 ErbstG in die Erbschaftssteuerklasse II.
Das bedeutet, er hat nach § 16 ErbstG einen Freibetrag von 20.000 EUR.
Den über diesen Betrag hinausgehenden Schenkungsbetrag muss er mit 20% (bei einem Wert von 300.000-600.000 EUR versteuern.
Wenn man annimmt, dass das Haus einen Wert von 350.000 EUR hat, dann werden 20.000 EUR Freibetrag abgezogen und es verbleiben 330.000 EUR die Versteuert werden müssen. Bei einem Steuersatz von 20% wären dies 66.000 EUR.
Solange Sie aber verheiratet sind, hat Ihr Mann einen Freibetrag von 500.000 EUR. Dieser Freibetrag gilt sowohl für die Schenkung als auch für den Fall der Erbschaft.
Angesichts dieser hohen Steuerbelastung wäre es überlegenswert, das Haus/ die Häuser noch während der Ehe an Ihren Mann zu übertragen und eine entsprechende Gegenleistung zu vereinbaren (Beispiel: Lebenslange Rentenzahlung, Nießbrauch oder Wohnungsrecht).
Wenn Sie Ihrem (Ex-)mann das Haus nach der Scheidung vererben, fällt eine ganz erhebliche Steuerlast an.
Die Kinder können Sie durch Testament vom Erbe ausschließen. Den Pflichtteil können die Kinder aber immer verlangen. Den Pflichtteil können Sie durch die Schenkung zu Lebzeiten an Ihren Mann aber erheblich reduzieren.
Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt