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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 27406
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Morgen, ich arbeite seit dem 01.12.2014 in einer Praxis

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Morgen,
ich arbeite seit dem 01.12.2014 in einer Praxis in teilzeit. Zu Anfang kam ich nicht an meine vertraglich vereinbarten 20 Std, so dass sich ein erheblichen Minus aufgebaut hat. Jetzt fährt eine Kollegin in Urlaub und ich soll sie auch vertreten. Was auch in Ordnung ist. Wieviele Überstunden sind gesetzlich erlaubt? Nach der Vorstellung meine Arbeitgeberin soll ich meine Minusstunden abbauen und in einer Woche 30,5 Std arbeiten und in der Woche mit Karfreitag 28 Std.
Vielen Dank ***** ***** für Ihre Antwort
Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank ***** ***** Anfrage.
Wieviel Sie arbeiten dürfen richtet sich nach dem Arbeitszeitgesetz.
Nach § 3 Arbeitszeitgesetz dürfen Sie täglich 8 Stunden arbeiten. In Ausnahmefällen dürfen Sie täglich sogar bis zu 10 Stunden arbeiten, allerdings darf dann der Schnitt innerhalb von 6 Monaten oder 24 Wochen nicht mehr als 8 Stunden betragen. (Die 10 Stunden müssen also innerhalb dieser 6 Monate/24 Wochen) wieder ausgeglichen werden.
Die 30,5 Stunden beziehungsweise 28 Stunden wären daher an sich in Ordnung.
Beachten Sie aber, dass Ihr Arbeitgeber Überstunden nur in Ausnahmefällen anordnen darf, nämlich dann wenn es zu unvorhergesehenen personellen Engpässen kommt. Ein durch einen Urlaub bedingter personeller Engpasse ist grundsätzlich nicht ausreichend.
Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Sehr geehrter Ratsuchender,
habe ich Ihre Fragen beantwortet?
Wenn ja, dann würde ich mich über eine positive Bewertung sehr freuen.
Ansonsten fragen Sie gerne nach!
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Guten Morgen Herr Schiessl,

irgendwie habe ich nicht den Eindruck, dass meine Frage beantwortet worden ist...

Im Internet hatte ich selber auch diesen Paragraphen 3 gefunden. An einer anderen Stelle, dass Überstunden wöchentlich nur bis 25% zulässig sind (Abrufarbeit). In meinem Fall bedeutet dies: dass bis zu 5 Überstunden wöchentlich erlaubt sind: 30,5 Std. bei einer 5 Tagenwoche, bzw. 28 Std. bei einer 4 Tagenwoche sind dann zuviel (5,5 Std. bzw. 12 Std.jeweils mehr)

Oder verstehe ich Ihre Antwort richtig, dass hier keine Ausnahmesituation vorliegt, da meine Kollegin in Urlaub fährt und dementsprechend keine Überstunden angeordnet werden dürfen?

Ich hatte 4,5 Std angeboten, aber die reichten meine Arbeitgeberin nicht . .

Es wäre Schön, wenn Sie ein wenig Licht in diese angelegenheit bringen können

Viele Grüße

Edward van Essen

Sehr geehrter Ratsuchender,
leider kann ich Ihnen erst jetzt antworten, da Sie die Frage versehentlich an den Moderator gestellt haben.
Grundsätzlich ist es so wie ich bereits geschildert habe, darf der Arbeitgeber grundsätzlich nur dann anordnen, wenn er ein berechtigtes Interesse daran hat (unvorhergesehener Personalenpass) Ein Urlaub eines Kollegen ist kein unvorhergesehener Engpass sondern voraussehbar und planbar. In diesem Falle darf der Arbeitgeber keine Mehrarbeit / Überstunden anordnen.
Die von Ihnen angesprochene Arbeit auf Abruf liegt nach § 12 I 1 TzBfG vor, wenn der Arbeitnehmer seine Arbeitsleistung entsprechend dem Arbeitsanfall zu erbringen hat.
Arbeit fällt an, wenn aus Sicht des Arbeitgebers die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers benötigt wird. Merkmal der Arbeit auf Abruf ist das Recht des Arbeitgebers, entsprechend dem Arbeitsanfall Lage und Dauer der Arbeit bestimmen zu können (BAG 7.12.2005 AP Nr. 4 zu § 12 TzBfG).
Diese Arbeit auf Abruf muss in Ihrem Arbeitsvertrag ausdrücklich vereinbart sein. Dies ergibt sich aus § 12 TzBfG.
Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 27406
Erfahrung: Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
RASchiessl und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrter Herr Schiessl,

gilt das ganze dann auch für Teilzeit: ich habe ja einen 20 Std. Vertag?

In der Karwoche wird mir zusätzliche Arbeit aufgetragen, weil eine Kollegin Urlaub hat. Bei einem 20 Std-Vertrag würde dies bedeuten, dass ich verhälnismäßig 16 Std. zu arbeiten haben: geplant sind jedoch 28 Std. Was bei einer 4 Tagewoche 7 Std arbeit pro Arbeitstag bedeutet.. Dies hat doch gar nichts mehr mit Teilzeitarbeit zu tunn..

Vielen Dank für Ihre Antwort

Mit freundlichen Grüßen

Edward van Essen

Sehr geehrter Ratsuchender,
ja, meine Ausführungen hinsichtlich der Überstunden und der Arbeisthöchstzeit gelten auch für einen Teilzeitvertrag.
Überstunden müssen Sie nur dann akzeptieren, wenn sich der Arbeitgeber in einer Notlage befindet. Ansonsten sind Sie nicht verpflichtet die vom Arbeitgeber angeordneten Überstunden zu leisten.
Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Super

Danke

Bitte sehr gerne!
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Die Bewertung habe ich jetzt auch abgegeben..