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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 27435
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen, Herren, ich habe irrtümlich auf ebay

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen, Herren,
ich habe irrtümlich auf ebay einen bereits verkauften Artikel (Hummel-Porzellanfigur) im Wert von 30€ wieder zur Auktion eingestellt. Selbiger wurde sofort verkauft. Ich klärte umgehend den Käufer über meinen Irrtum bzw. Fehler auf, bat um Entschuldigung und überwies die volle Summe zurück. Der Käufer überweist beharrlich die Kaufsumme zurück und besteht darauf, den Artikel gekauft und bezahlt zu haben und wartet auf Lieferung.
Soll ich einen ähnlichen Artikel selber kaufen und mit Rabatt liefern? Und wenn er diesen nicht annimmt?
Mit bestem Dank
Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank ***** ***** Anfrage.
Darf ich Sie höflich fragen:
Hat denn der Kunde die Figur unter Wert ersteigert?
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrter Herr Schiessl,

Ich hatte den Preis auf 30€ festgesetzt, der Käufer hat per Option 'sofort kaufen' die Auktion, startend mit, ich glaube 12€, übersprungen und 30€ direkt überwiesen. Der tatsächliche Wert - ? Es gibt diese Figuren bei ebay im Angebot von 10€ bis 70€...

Mit freundlichen Grüßen

MM

Sehr geehrter Ratsuchender,
haben Sie vielen Dank ***** ***** Nachricht.
Meine Frage hat folgenden Hintergrund.
Wenn Sie die Figur versehentlich nochmals eingestellt haben, d***** *****egt ein Irrtum vor, mit der Folge, dass Sie den Vertrag nach § 119 BGB wegen Irrtums anfechten können. Die Anfechtung führt dazu, dass der Vertrag von Anfang an unwirksam wird.
Die Irrtumsanfechtung hat aber die Folge, dass der Käufer von Ihnen nach § 122 BGB Schadensersatz verlangen kann.
Er kann verlangen so gestellt zu werden, wie wenn der Vertrag ordnungsgemäß durchgeführt worden wäre.
Das bedeutet nun nicht, dass Sie dem Käufer eine Ersatzfigur liefern müssen.
Das bedeutet nur, dass wenn der Käufer Ihre Figur unter Wert ersteigert hätte (Beispiel: Die Figur hat einen Wert von 60 EUR), kann er die Differenz zwischen Wert und Kaufpreis als Schaden verlangen.
Hat die Figur einen Wert von 30 EUR so ist dem Käufer allerdings kein Schaden entstanden und er kann nichts von Ihnen verlangen.
Sie sollten daher einfach den Vertrag wegen Irrtums nach § 119 BGB anfechten und abwarten ob der Käufer eine begründete Schadensersatzforderung gegen Sie richtet.
Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.