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daniela-mod, Moderator
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 29
Erfahrung:  xxxxxx
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Betreff: Rückforderung von Kreditbearbeitungsgebühren, lt.

Kundenfrage

Betreff: Rückforderung von Kreditbearbeitungsgebühren,

lt. BGH Urteil vom 28.10.2014 Laut Darlehensvertrag vom 08.05.2007 mit der FIAT Bank Gmbh (heute heißt sie: FGA Bank Germany GmbH,74066 Heilbronn) hatte ich für ein Fahrzeug (Fiat Bravo) ein Darlehen über 22.164,69 Euro aufgenommen. Darin enthalten waren 581,00 Euro Bearbeitungsgebühr (3,00%). Daraufhin habe ich die Fiat Bank, zwecks Rückforderung der Bearbeitungsgebühr mit Zinsen (784,35 Euro) angeschrieben. Am 30.01.15 teilte mir die FGA Bank mit: Ihr Schreiben vom 22.12.14 kann aufgrund der von Ihnen mitgeteilten Informationen leider nicht zugeordnet werden. Bitte teilen Sie uns die Vertragsnummer sowie Ihre zum Zeitpunkt des Vertrages gültige Anschrift sowie ihre aktuelle Bankverbindung (IBAN) mit. Sobald uns diese Daten vorliegen, können wir Ihren Anspruch prüfen. Sofern Sie aber Ansprüche aus einen Darlehensvertrag vor 2012 auf Rückerstattung geltend machen wollen, so ist dieser Anspruch zwischenzeitlich verjährt. Es folgt keine Rückerstattung. Ein weiter Schriftverkehr in der Sache ist daher nicht mehr notwendig. Frage: Was soll ich davon halten, wie kann ich weiter dagegen vorgehen? Es wäre nett, wenn Sie mir diesbezüglich helfen können, wie z.B Einschaltung eines Ombudsmann (welcher) oder andere Maßnahmen. Normal wollte ich der Bank eine Kopie meines Darlehenvertrages senden. Nun warte ich aber Ihren Vorschlag ab. Ich bedanke ***** ***** vorab. Mit freundlichen Grüßen

Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,
vielen Dank ***** ***** Nutzung von Justanswer.
Wann wurden diese Gebühren bezahlt bzw. von der Bank einbehalten?
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Die Gebühren waren in der Darlehenssumme mit eingerechnet.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 2 Jahren.
Ok, danke, ***** ***** diese quasi auch schon 2007 mit bezahlt.

Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass Sie sich zu spät um die Rückforderung gekümmert haben.

Der Anspruch ist verjährt.

Zum einen gibt es eine zehnjährige Verjährung seit Abschluss des Kreditvertrags. Diese gilt taggenau. Entscheidend ist dabei der Zeitpunkt, zu dem die Bearbeitungsgebühr gezahlt wurde oder der Kreditbetrag abzüglich der Bearbeitungsgebühr von der Bank ausgezahlt wurde.

Das heißt, dass Bearbeitungsgebühren, die vor November 2004 angefallen sind, schon im Jahr 2014 verjährt sind. Zurückgefordert werden können als nur Entgelte, die vor weniger als zehn Jahren angefallen sind.

Dann gibt es aber noch eine zweite Verjährungsfrist, die die Sache kompliziert macht. Sie läuft drei Jahre und zwar ab dem Zeitpunkt, zu dem der Verbraucher erfahren hat, dass er seine Bearbeitungsgebühr zurückfordern kann.

Erste OLG-Urteile, die damals auch durch die Medien gingen, gab es im Jahr 2011. Diese Frist gilt nicht taggenau, sondern zum Jahresende. Damit griff sie schon zum Jahresende 2014.

Alle Bearbeitungsgebühren, die zwischen 2005 und 2011 gezahlt worden sind, verjährten zum 31.12.2014.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Nein, die waren 2007 noch nicht bezahlt.Der Darlehensvertrag lief ab dem 08.05.2007 in Raten über 48 Monate

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 2 Jahren.
Also wurde auch die Gebühr über die 48 Monate mit abgetragen?

Ergibt sich das so aus den Vertragsunterlagen?
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Ja, ich habe mein Darlehensvertrag vorliegen.

1. Rate am 10.06.2007 450,69 Euro bezahlt

47 Folgeraten ab 10.07.2007 462,00 Euro bezahlt

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 2 Jahren.
Wenn die Bearbeitungsgebühren nachweislich über die monatlichen Tilgungen gezahlt wurden, kann man zumindest alle Teile, die nach dem 31.12.2011 gezahlt wurden, noch zurückfordern.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Ist es ratsam über einen Ombudsmann seine Rückforderung geltend machen oder mit der Bank nochmal korrespondieren, indem ich ihnen den Darlehensvertrag (Kopie) zusende.

Ich denke die Verjährungsfrist ist der 31.12.2014. Ich habe die Rückforderung aber doch vorher gestellt. Außerdem habe ich es ja erst vom BGH Urteil vom 28.10.14 erfahren. Vorher konnte ich nicht wissen, das ich die Bearbeitungsgebühr rückfordern kann. Das verstehe ich nicht ganz. Ich glaube, da gibt es noch unterschiedliche Meinungen. Aber vielleicht sind Sie ja nicht die richtigen Ansprechpartner?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 2 Jahren.
Man kann hier das Ombudsmannverfahren vorschalten, da dieses auch im weiteren verjährungshemmend wirkt und kostenfrei ist.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Letzte Frage: welcher Ombudsmann ist für diese Bank zuständig?

Das sollte man vorher wissen, dann hätte ich mir die Unkosten gespart.

Fallen jetzt trotzdem die Kosten an?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 2 Jahren.
Wenden Sie sich am besten an:

Aufsichtsbehörde:
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
Graurheindorfer Str. 108
53117 Bonn

und erfragen dort den zuständigen Ombudsmann.
Experte:  daniela-mod hat geantwortet vor 2 Jahren.

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