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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 17047
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

Ich habe Rechtsstreit über Gegenstandswert von 11.000 € gehabt.

Kundenfrage

Ich habe Rechtsstreit über Gegenstandswert von 11.000 € gehabt. Gesamtrechnung des Anwalts ist 2.742,95 €, was ich für extrem hoch halte. 986,40 € außergerichtliche Tätigkeit und Rest Zivilprozess.
Hat es Sinn, die Kosten überprüfen und ggf. korrigieren zu lassen.
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,
vielen Dank ***** ***** Nutzung von Justanswer.
Wie hat sich das Verfahren gestaltet?
Außergerichtliche Tätigkeit?
Gerichtliche Tätigkeit?
Ergebnis?
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

SgHerr Schwerin, zunächst vielen Dank. Nach Abklärung über just answer und hoher Erfolgsaussicht übertrug ich einem lokalen Anwalt mit Schilderung des Sachverhalts die Interessenwahrnehmung. Ebenfalls mit Deklaration einer hohen Erfolgsaussicht. Beim ersten und einzigsten Gerichtstermin wurde festgehalten, daß eine Vereinbarung per email, welche zwischen Kläger und Beklagten getroffen wurde und Anlass des Rechtsstreits war, nicht formgerecht was. Dann Vergleich über 8.800 € ohne Gerichtskosten. Dann Rechnung über 2.742,95 €.

Gruß

Herbert Schiffer

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 2 Jahren.
Vergleich mit Kostenaufhebung?

Können Sie mir noch die einzelnen Positionen der Rechnung mitteilen?
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Ja Kostenaufhebung, daher Gerichtskostenvorauszahlung 534,00 €.

1,3 Geschäftsgebühr gem. Nr. 2300 VV. §§ 13, 14 RVG - 785,20 €

Erhöhung gem Nr. 1008VV, § 7 RVG - 181,20 € - Entgelt Post...20,00 € -

Das für außergerichtliche Tätigkeit - Nun für Zivilprozess

1,3 Verfahrensgebühr gem. Nr. 3100 VV, § 13 RVG - 785,20 € -

Erhöhung gem. Nr. 1008 VV, § 7 RVG - 181,20 € - anzurechnen hierauf 0,65 Geschäftsgebühr gem. Nr. 2300 VV, §§ 13, 14 RVG (Wert 11000 €) - minus 392,60 € - somit verbleiben von der Verfahrensgebühr 392,60 € -

1,2 Terminsgebühr gem. Nr. 3104 VV, §§ 13 RVG - 724,80 € -

Entgelt Post....20,00 € -

19 % MWSt. 437,95 €.

Bemerkung: Mich stört am meisten, daß ich telefonisch (leider nur telefonisch) nach zu erwartenen Kosten frug, die mir mit rd. 1.000 € deklariert wurden.

Danke für weitere Prüfung und

Gruß

Herbert Schiffer

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 2 Jahren.
Ok, danke.

Dann kann ich unterstellen, dass der Anwalt auch schon vor-/außergerichtlich tätig war und auch im Gerichtsverfahren schriftlich tätig war und auch im Termin anwesend war.

Dann haben wir bei einem Streitwert von 11.000 Euro folgende Berechnung:

958,19 Euro brutto außergerichtlich
-39260 Euro Anrechnung
1.353,51 Euro brutto gerichtlich

= 2.311,70 Euro

Hinzu kommen 400,50 Euro hälftige Gerichtskosten.

Der Anwalt hat in seiner Berechnung sogar noch die Vergleichsgebühr vergessen.

Die Erhöhung bezieht sich darauf, dass auf Ihrer Seite mehrere Personen waren? Dann ist die Rechnung insgesamt korrekt, eigentlich sogar zu niedrig, da der Anwalt etwas vergessen hat.

Dass er Sie vorher nicht ordnungsgemäß informiert hat, befreit nicht von der Zahlungspflicht. Man kann auf dieser Grundlage aber dennoch eine Beschwerde an die Rechtsanwaltkammer richten.