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Rain Nitschke
Rain Nitschke, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1366
Erfahrung:  Fachanwältin f Familienrecht, Fachanwaltslehrgänge Steuer- und Erbrecht
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Rain Nitschke ist jetzt online.

Hallo, ich bin ein armer Steuerberater und konnte mir keinen

Kundenfrage

Hallo,
ich bin ein armer Steuerberater und konnte mir keinen Anwalt vor dem Landgericht leisten.
Ein ex Mandant von mir hat mich verklagt auf Rückzahlung des mtl. abgebuchten Betrags, da er meinte ich hätte keine Rechnungen geschrieben. Ich habe nach Erhalt der Klage sofort die Rechnungen nochmals an den Mandanten gefaxt und zur Post gegeben.
Der Anwalt zog die Klage durch und habe den Beschluss erhalten zu zahlen mit Vollstreckungstitel etc. Heute hat die Bank mir mitgeteilt, dass eine Kontenpfändung vorliegt.
Kann eine einstweilige Verfügung bei Greicht beantragt werden. Normalerweise ist hier eine klare Aufrechnungslage gegeben oder?
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rain Nitschke hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
zunächst einmal dürfte die Forderung des Mandanten berechtigt gewesen sein, da ohne Fälligkeit auch kein Anspruch auf Zahlung besteht.
Ihre Einwände hätten Sie im Prozess geltend machen müssen, dann wäre es sicherlich nicht zu einem entsprechenden Versäumnisurteil gekommen. Aus diesem Urteil kann der Kläger nun vollstrecken, unabhängig von Ihrer Gegenforderung.
Sie hätten für die Aufrechnung allenfalls die Möglichkeit nach § 767 ZPO eine Vollstreckungsabwehrklage zu erheben. Ich sehe allerdings das Problem, dass die Voraussetzungen nur vorliegen, wenn Ihre Ansprüche erst nach dem Schluss der mündlichen Verhandlung entstanden wären. Sie tragen aber vor, dass Sie Ihre Rechnung bereits nach Klageeinreichung weggeschickt haben. Entsprechend hätten Sie die Aufrechnung bereits im Prozess erklären können. Daher scheidet die Vollstreckungsabwehrklage leider für Sie aus.
Bezüglich Ihrer unbezahlten Rechnungen müssen Sie zunächst gegen den Schuldner vorgehen. Also anmahnen und nötigenfalls ebenfalls Klageerheben bzw. einen Mahnbescheid beantragen, welcher zunächst kostengünstiger ist. Sollte Ihre Forderung berechtigt sein, wird der Gegner in diesem Fall die Kosten des Verfahrens übernehmen müssen.
Seit es das sogenannte Pfändungsschutzkonto gibt, ist es leider nicht mehr möglich, im Wege eines gerichtlichen Eilantrages das Konto wieder frei zu bekommen. Se müssten daher bei Ihrer Bank beantragen, dass Ihr Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto umgewandelt wird, damit Sie zumindest im kommenden Monat über den Pfändungsfreibetrag verfügen können. Sollten Sie eine Familie haben, kann der Freibetrag entsprechend angepasst werden, damit Ihre Familie versorgt ist.
Die Pfändung kann mit Einverständnis des Klägers jedoch auch ruhend gestellt werden. Sie sollten daher Kontakt mit dem Anwalt aufnehmen und diesem den Zahlungsverzug seine Mandanten und die Aufrechnung anzeigen. GGf. ist dieser in Lage, einen weiteren Prozess für seinen Mandanten zu vermeiden und die ZV einzustellen oder zumindest ruhend zu stellen.
Sollte Ihre Frage damit beantwortet sein, würde ich mich über eine positive Bewertung sehr freuen. Gerne beantworte ich auch Ihre Nachfrage (= Frage an den Experten stellen).
Mit freundlichen Grüßen
K. Nitschke
Rechtsanwältin
Experte:  Rain Nitschke hat geantwortet vor 2 Jahren.
Haben Sie noch Nachfragen, die ich Ihnen beantworten kann?
Anderenfalls seien Sie doch als Kollege so fair und bewerten die Antwort, um so die ausgelobte Vergütung freizugeben.
Haben Sie vielen Dank!

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