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S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 6170
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
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S. Grass ist jetzt online.

auf der letzten weihnachtsfeier hatte ein musiker gekifft und

Kundenfrage

auf der letzten weihnachtsfeier hatte ein musiker gekifft und der chef hat diesen mit einem anderen mitarbeiter gesehen. viel alkohol war bereits im spiel. ist dies bereits ein kündigungsgrund? und hätte dies direkt angesprochen werden müssen und ein nachweis eingegangen sein? wie steht es hierbei mit beweisen?
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 2 Jahren.
S. Grass :

Sehr geehrter Fragesteller,

S. Grass :

war bzw. ist der Musiker ein Angestellter Ihrer Firma ?

JACUSTOMER-efj487gp- :

der musiker war gastact aber nicht in einem festen verhältnis

JACUSTOMER-efj487gp- :

es geht hierbei auch nicht um den musiker sondern um den anderen mitarbeiter, der bei dem musiker stand aber nicht direkt konsumierte

JACUSTOMER-efj487gp- :

hallo?

S. Grass :

Also ein Arbeitnehmer, der Alkohol oder Drogen konsumiert muss Seitens des Arbeitgebers mit einer Kündigung rechnen. Zumeist wird aber zunächst abgemahnt.

Das größere Problem ist, dem Arbeitnehmer nachzuweisen, dass er zuviel Alkohol konsumiert. Die Feststellung kann sich aus dem Arbeitsverhalten ergeben oder aus dem Verhalten des Arbeitnehmers.

S. Grass :

Ein Beweis kann z.B. durch Zeugenaussagen erbracht werden.

JACUSTOMER-efj487gp- :

es war allerdings nicht direkt bei der arbeit

JACUSTOMER-efj487gp- :

sondern spät nachts vor der feier

JACUSTOMER-efj487gp- :

wie sieht das dann aus?

S. Grass :

Wenn der Musiker selbst kein Arbeitnehmer war, besteht keine zwingende Veranlassung, den Alkohol- und Drogenkonsum anzuzeigen. Der Konsum beider (legalen und illegalen) Drogen ist nicht strafbar.

JACUSTOMER-efj487gp- :

ner musiker war kein arbeitnehmer

JACUSTOMER-efj487gp- :

die andere person ist allerdings arbeitnehmer der firma, stand aber nur dabei

JACUSTOMER-efj487gp- :

vor ort hat aber niemand den musiker und die andere person direkt angesprochen

S. Grass :

Es besteht, wie gesagt, keine Anzeigepflicht und damit kann es keine Sanktionen geben.

JACUSTOMER-efj487gp- :

also nur, wenn direkt darauf aufmerksam gemacht worden wäre?

JACUSTOMER-efj487gp- :

also der chef den mitarbeiter konfrontiert und beschuldigt hätte zu konsumieren?

S. Grass :

Genau.

S. Grass :

Aber selbst dann muss keine Anzeige erfolgen, der Konsum ist straflos.

JACUSTOMER-efj487gp- :

und auch kein kündigungsgrund auf der feier

JACUSTOMER-efj487gp- :

wäre es während der arbeit passiert, dann wäre es anders gewesen oder´?

S. Grass :

Nein, dass schon gar nicht, hier müsste sowieso erst abgemahnt werden. Und außerdem kommt es auf den Umfang des Konsums und die Auswirkung auf die Arbeitsleistung an.

JACUSTOMER-efj487gp- :

ok also da es einmalig war und der andere mitarbeiter um den es geht nicht direkt dabei erwischt und angesprochen wurde, bzw. abgemahnt stellt dies keinen kündigungsgrund dar

S. Grass :

Richtig, so ist es.

JACUSTOMER-efj487gp- :

obwohl es evtl. durch den geruch irgendwie wahrnehmbar gewesen wäre

JACUSTOMER-efj487gp- :

kein grund

JACUSTOMER-efj487gp- :

wann könnte man denn in diesem fall mit einer kündigung rechnen? nur wenn es bei der arbeit passiert und große auswirkungen hätte auf die tätigkeit

S. Grass :

Das ist völlig egal. Was nicht strafbar oder sanktionierbar ist kann auch beobachtet werden.

S. Grass :

Eine Kündigung wäre nur möglich, wenn der Konsum selbst vorgenommen wurde und dies während der Dienstzeit und der Betreffende konnte dadurch nicht mehr arbeiten.

JACUSTOMER-efj487gp- :

ok es war halt eine weihnachtsfeier und keine reguläre arbeitszeit

JACUSTOMER-efj487gp- :

also sollte man sich hierbei keine größeren sorgen machen

JACUSTOMER-efj487gp- :

und nur die behauptung, dass der mitarbeiter auch geraucht haben könnte spielt keine rolle?

JACUSTOMER-efj487gp- :

das wäre dann auch meine letzte frage

JACUSTOMER-efj487gp- :

hallo?

S. Grass :

Während der Feier besteht keine Gefahr, nur die Arbeitszeit ist kritisch. Die Behauptung spielt keine Rolle.

S. Grass :

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