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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3781
Erfahrung:  Langjährige Praxis als Rechtsanwalt
36252690
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Überspannung im Stromnetz

Kundenfrage

Durch eine Überspannung im Stromnetz der zuständigen Stadtwerke sind in unserem Hause fast sämtliche el. Geräte (Kühlgeräte, Radios, Lampen, Fernseher, Radios, Garagentorantrieb etc.) kaputtgegangen. Der Schaden nach ursprünglichen Anschaffungskosten betrug ca. 10 Tsd. Euro. Die Versicherung des vermeintlichen Verursachers, eine Gesellschaft, die gerade Kabel für schnelles Internet verlegte (eine GmbH, Tochter der Stadtwerke), zahlte lediglich den Zeitwert, der pauschal nach Erfahrungssätzen mit 2.500 € angenommen wurde, ohne weitere Feststellungen zur Schadenhöhe zu treffen. Nach einem neueren Urteil des BGH vom 25. Febr. dieses Jahres (VI ZR 144/13) haften die Stadtwerke als Netzbetreiber nach dem Produkthaftungsgesetz für derartige Schäden. Kann ich noch (weiteren) Schadenersatz gegenüber den Stadtwerken und ggfls. in welcher Höhe (z. B. Naturalrestitution, § 249 Abs. 1 BGB abz. Eigenanteil von 500 € nach § 11 ProdHaftG)? Wie sollte ich weiter vorgehen? Ergänzend möchte ich noch bemerken, dass ich zur Durchsetzung meiner berechtigten Ansprüche einen Anwalt beauftragt hatte, der mir im Jan. 2014 den Scheck über die bereits genannten 2.500 € zusandte, im Übrigen sich seitdem nicht mehr mir gegenüber geäußert hat, selbst dann nicht, nachdem ich ihn auf das zitierte Urteil des BGH hingewiesen habe. Mir ist auch nicht bekannt, ob er gegenüber der Versicherung, dem Kommunalen Schadenausgleich Schleswig-Holstein, eine Abfindungserklärung unterzeichnet hat. Falls dies der Fall sein sollte, wurde ich darüber nicht informiert. Gilt diese dann auch gegenüber den Stadtwerken (GmbH, kein Eigenbetrieb) oder nur gegenüber deren Tochter? Hätte dieser Anwalt nicht auch das laufende Musterverfahren vor dem BGH kennen müssen, zumal es so kurz vor der Entscheidung stand? Vielen Dank für Ihre Antworten. ***

Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  daniela-mod hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

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Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Vielen Dank für Ihre Frage, zu der ich gerne Auskunft gebe wie folgt.

Auf dieses BGH-Urteil kommt es nach meiner Einschätzung nicht an. Die Haftungsfrage ist doch unstreitig, sonst hätte die Versicherung nicht gezahlt.

Es geht nur um die Höhe des Schadens.

Ihr Schadenersatzanspruch umfasst den Wert der beschädigten Gegenstände unter Berücksichtigung deren Alters. Maßgeblich ist mithin der Zeitwert.

Ob hier 2.500 EUR angemessen sind, kann nur ein Sachverständiger feststellen.

Sie könnten ein selbständiges Beweissicherungsverfahren zur Höhe der Schäden in die Wege leiten. Aber die weitere Vorgehensweise sollten Sie mit Ihrem Anwalt besprechen.

Grundsätzlich könnten Sie die Schadenswiedergutmachung auch in Naturalrestitution verlangen. Allerdings kann sich die Gegenseite hier auf § 251 BGB berufen:

  • (1) Soweit die Herstellung nicht möglich oder zur Entschädigung des Gläubigers nicht genügend ist, hat der Ersatzpflichtige den Gläubiger in Geld zu entschädigen.

  • (2) Der Ersatzpflichtige kann den Gläubiger in Geld entschädigen, wenn die Herstellung nur mit unverhältnismäßigen Aufwendungen möglich ist. Die aus der Heilbehandlung eines verletzten Tieres entstandenen Aufwendungen sind nicht bereits dann unverhältnismäßig, wenn sie dessen Wert erheblich übersteigen.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.