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daniela-mod
daniela-mod, Moderator
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 33
Erfahrung:  xxxxxx
45451533
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daniela-mod ist jetzt online.

Ich hatte letztes Jahr am 5.3. einen Arbeitsunfall, bin aus

Kundenfrage

Hallo Mein Name ist *** bin 28 Jahre alt, bin von Beruf gelernter Dachdecker. Ich hatte letztes Jahr am 5.3. einen Arbeitsunfall, bin aus 3.5m abgestürzt. Durch diesen Unfall habe ich mir den Ellenbogen gebrochen, im Handgelenk einen Bänderriss zugezogen und den Diskus beschädigt. An dem Bauvorhaben ist kein Gerüst gestanden, ich bin immer über eine Leiter auf und ab gestiegen. Habe auch immer noch Probleme mit den Verletzungen. Die Verletzung ist rechts und ich bin Rechtshänder, bewegungsreinschränkungen habe ich auch davon getragen, die ich lebenslang behalten werde. Meine Frage ist: kann ich nach ca. 1,5 Jahren immer noch Schmerzensgeld beanspruchen und gerichtlich gegen meinen Arbeitgeber Vorgehen ? Würde mich sehr über eine Antwort freuen. Auch über evt. e-Mail. *****@******.*** Mit freundlichen Grüßen ***

Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  hsvrechtsanwaelte hat geantwortet vor 3 Jahren.
hsvrechtsanwaelte :

Sehr geehrter Fragesteller,

hsvrechtsanwaelte :

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

hsvrechtsanwaelte :

Dieses dürfte leider aus zwei Gründen sehr schwer werden:

hsvrechtsanwaelte :

Zum einem gibt es arbeits- und tarifvertragliche Ausschlussfristen so gut wie immer, was hier zu prüfen wäre. Dieses gelten für alle Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis und nach meiner ersten Einschätzung auch für solche auf Schmerzensgeld. Die Frist ist im Gegensatz zu der sonst geltenden 3-jährigen Verjährungsfrist nur wenige Monate.

hsvrechtsanwaelte :

Die herrschende Rechtsprechung setzt zudem da enge Grenzen, ich zitiere aus einem Urteil auszugsweise wie folgt:

hsvrechtsanwaelte :

Bei Arbeitsunfällen gemäß §§ 104, 105 SGB VII sind Ansprüche eines Versicherten auf Ersatz des Personenschadens gegen den Unternehmer oder eine andere im Betrieb tätige versicherte Person grundsätzlich ausgeschlossen. Ausnahmen gelten nur in den Fällen, dass der Unternehmer oder eine andere im Betrieb tätige Person den Arbeitsunfall vorsätzlich herbeigeführt hat. Da der Haftungsausschluss bezweckt, den Arbeitgeber und die Arbeitskollegen von der Haftung wegen Personenschäden freizustellen, fallen unter diese Personenschäden auch Ansprüche auf Schmerzensgeld.

hsvrechtsanwaelte :

LAG Rheinland-Pfalz, 5 SA 72/14

hsvrechtsanwaelte :

Zudem auch z. B. Landesarbeitsgericht Berlin, Entscheidung vom 1.06.2010 – AZ 12 SA 320/10 –

hsvrechtsanwaelte :

Hier müsste die Sache am besten anwaltlich geprüft werden, ob Vorsatz vorliegt und ein Mitverschulden gegeben ist, was aber eher sehr schwer werden dürfte geltend zu machen, leider.

hsvrechtsanwaelte :

Ich hoffe, Ihnen damit weiter geholfen zu haben und bedanke ***** *****ür Ihre Bewertung, wenn sie keine Nachfragen mehr haben.

hsvrechtsanwaelte :

Haben Sie noch Nachfragen? Ansonsten danke ***** ***** für Ihre Bewertung.

Experte:  daniela-mod hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

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