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Olaf Götz
Olaf Götz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2944
Erfahrung:  Fachanwalt für Sozialrecht
48877684
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Olaf Götz ist jetzt online.

meine Frau hat unser gemeinsames testament verbrannt, wo wir

Kundenfrage

meine Frau hat unser gemeinsames testament verbrannt, wo wir uns als gegenseitige
erben eingesetzt hatten (2009), als ich das zufällig feststellte und sie zur rede stellte
wollte sie nicht sofort ein neues testament erstellen.
aus frust darüber habe ich selber dieses testament geschrieben und unterschrieben
mit beiden unterschriften.
Zur testamentseröffnung vor gericht habe ich die richtigkeit bestätigt (eidesstattlich).
Nun haben meine 3 söhne die Unrichtigkeit der Unterschrift festgestellt und mich zur rede
gestellt. Ich habe mein bedauern ausgedrückt, mich entschuldigt und um eine lösung
gerungen. D.h. ich will das erbe von meiner frau sozusagen anerkennen und den
entsprechenden erbteil auch durchführen, wenn sie das verfahren durchlaufen lassen
und keine anzeige vor gericht stellen. nun erpressen sie mich mit höheren
Zugeständnissen.
Was würde es bedeuten wenn ich selbst vor gericht meinen fehler azeige und mit welcher
strafe muß ich evtl. rechnen ?
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
je nach Verfahrensstand (Erbschein schon ausgestellt?) kommt ggf. noch eine Berichtitgung gem. § 158 StGB in Betracht, was zu einer erheblichen Senknung der Strafe nach § 156 bis ganz zur Straflosigkeit führen kann.
http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/BJNR001270871.html#BJNR001270871BJNG004602307
Nicht herumkommen werden Sie vermutlich allerdings um die vollendete Urkundenfälschung gem. § 267 StGB. Bei Testamentsfälschungen sind je nach Schaden auch durchaus Freiheitsstrafen denkbar, wenn auch die bei einem Unbescholtenen meist zur Bewährung ausgesetzt werden dürfte.
Eine Geldstrafe z.B. von 100 Tagessätzen (nur Beispiel, auch abhängig nach dem Schaden und den Motiven) würde auch maßgeblich durch Ihren Nettoverdienst beeinflusst werden.
Was sinnvoll ist, hängt also von all diesen Faktoren ab. Bedenken Sie jedoch, dass Sie sich über mindestens 5 Jahre (Verjährung, § 78 III Nr. 4 StGB) beliebig erpressbar machen!
Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.
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Mit freundlichen Grüßen