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RA_UJSCHWERIN
RA_UJSCHWERIN, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2625
Erfahrung:  Rechtsanwältin
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Sehr geehrte Damen und Herren!Ich befinde mich in einer

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren!Ich befinde mich in einer verzwickten Lage und bräuchte einen Rat! Ich habe von meinen Eltern ein Haus vererbt bekommen! An diesem Haus angrenzend befand sich eine Scheune die ich mit meinem damaligen Mann zu einem Wohnhaus ausbaute! Wir mussten also einen Kredit aufnehmen!! Ich stehe allein im Grundbuch,eine Grundschuld besteht auf die Häuser mit Flurgrundstücke! Mein Exmann ist steht mit im Kreditvertrag und somit auch im Grundbuch als Schuldner! Wir haben uns nun vor einigen Jahren getrennt und er bediente den Kredit nicht mehr! Ich bin nun wieder verheiratet und mein Mann zahlt in den Kredit ein! Ich wollte ihn in das Grundbuch mit eintragen lassen,was sich als schwierig herausstellte,da ja mein Exmann im Grundbuch als Schuldner und Kreditnehmer eingetragen ist!! Die Bank stellt sich quer bzw. will eine Unsumme...,damit sie den Vertag neu aufnimmt und meinen neuen Mann mit in's Boot zieht!Mein Mann möchte natürlich eine Sicherheit haben! Da er nun schon einige Jahre für uns zahlt! ...was ist ,wenn mir etwas passiert? ich möchte,daß mein Mann eine Sicherheit hat! Was kann ich tun, und wie es notariell beglaubigen lassen,daß mein Mann nicht ohne etwas da steht (falls mir etwas passieren sollte)! Ich habe auch zwei Kinder (7und 11) aus erster Ehe! Sie leben bei uns aber Ich habe mit meinem Exmann das gemeinsame Sorgerecht! Kann ich da etwas machen,falls mir etwas geschieht? Vielen Dank für Ihre Mühe! mfG *** (Persönliche Daten von Moderation entfernt)

Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 2 Jahren.
Werte Fragestellerin,
zu Ihrem Anliegen möchte ich gern wie folgt ausführen:
Der Wunsch nach Absicherung für Ihren Ehemann ist natürlich nachvollziehbar, begründet aber alleine aufgrund der Kreditzahlung nicht schon einen Eintrag im Grundbuch.
Zu unterscheiden ist hier die familienrechtlich und die erbrechtliche Sicht.
Sollte Ihre Ehe geschieden werden, was wir natürlich nicht hoffen, dann hätte Ihr Ehemann einen Anspruch auf Zugewinnausgleich. Er würde also die Hälfte der Wertsteigerung des Hauses während der Ehezeit erhalten. Die Wertsteigerung erfolgt hier durch Tilgung des Kredites.
Zu beachten ist auch, dass wenn Ihr Haus mit dem bestehenden Kredit nicht vorhanden wäre, die Familie natürlich auch eine Wohnung anmieten müsste und hierfür Kosten entstehen, die Ihr Ehemann ja auch mittragen müsste. Insoweit mein Hinweis, dass eine Eintragung im Grundbuch nicht unbedingt gerechtfertigt ist, denn die Tilgung des Darlehens steht der Zahlung einer Miete gleich.
Im Falle der Scheidung erhält also Ihr Ehemann einen Ausgleich für seine Zahlungen durch den Zugewinn.
Wenn Ihnen etwas zustößt, ohne dass Sie ein Testament hinterlassen haben, dann greift die gesetzliche Erbfolge. In diesem Fall erbt Ihr Ehemann automatisch die Hälfte des Hauses und die andere Hälfte erben Ihre beiden Kinder.
Hier gibt es allerdings Gestaltungsmöglichkeiten, wenn Sie gewährleisten wollen, dass Ihr Ehemann die Immobilie weiter bewohnen kann, ohne die Kinder auszahlen zu müssen.
Dafür müssten Sie dann ein Testament fertigen. Hier kann z.B. mit der Vor- und Nacherbschaft gearbeitet werden.
Sie könnten Ihren Ehemann als alleinigen Vorerben und Ihre beiden Kinder zu Nacherben bestimmen.
Damit kann Ihr Ehemann das Haus nach Ihrem Tod alleine weiter nutzen, allerdings nicht verkaufen oder verschenken oder anderweitig darüber verfügen. Der Vorerbe muss nämlich die Vorerbschaft, also Ihr Haus, für die Nacherben erhalten. Mit dem Tod Ihres Ehemannes würden Ihre Kinder sodann automatisch Nacherben und damit Eigentümer des Hauses zu je 1/2.
Pflichtteilsansprüche hätten Ihre Kinder in diesem Fall nicht, weil sie zu Nacherben bestimmt sind.
Eine Umschreibung des Kredites sollten Sie nur zum Ende einer Zinsfestbindungszeit vornehmen, da ansonsten eine Umschuldung erforderlich ist, die Vorfälligkeitszinsen auslöst.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Gerne bin ich bei weiteren Fragen für Sie da.
Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben, dann geben Sie bitte eine positive Bewertung ab. Klicken Sie hierzu bitte auf einen lachenden Smiley. Herzlichen Dank
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Vielen Dank ***** ***** schnelle Antwort !! Sie haben mir sehr geholfen!! Allerdings ist mein Mann nicht der Meinung ,daß eine Kridittilgung mit einer Mietzahlung gleichzusetzen ist,da er sich für die Zukunft auch abgesichert hätte, bzw.ein Eigentumswohnung gekauft hätte!! So zahlt er ja in einen Kridit ein und hätte dann am Ende womöglich nichts davon!! Ich muß auch dazu sagen, daß er (seid wir verheiratet sind) den Kredit allein tilgt (da ich mich nun in der Lonsteuerklasse 5 befinde und er mir damit entgegen kommen wollte)!! Ich möchte ihn gern mit ins Grundbuch eintragen lassen!! Oder gibt es noch eine andere Möglichkeit ,das mein Mann zufrieden stimmen könnte? Könnte ich in meinem Testament auch schreiben,daß meine Kinder bei meinem Mann bleiben könnten im Falle meines Todes?Er lebt ja nun schon 5Jahre bei uns und er ist für sie der beste Papa der Welt! Oder greift da wirklich das Gemeinsame-Sorgerecht mit meinem Exmann! Wie gesagt,unsere Jungs sind 7 und 11 Jahre alt! Könnten sie das auch ab einem gewissen Alter auch allen entscheiden? Vielen Dank ***** ***** Mühe! MfG P.Gerlach
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 2 Jahren.
Werte Fragestellerin,
herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung.
Es ist immer nicht einfach, eine gerechte Lösung herbeizuführen. Sie dürfen aber auch nicht außer Betracht lassen, dass Sie die Immobilie mit in die Ehe eingebracht haben und die Tilgung des Kredites ja nicht einen Anspruch auf das hälftige Miteigentum an dem Haus. Das hängt natürlich vom Wert der Immobilie und dem Kredit ab. Hier wäre dann darüber nachzudenken, dass Sie ihm entsprechend seiner Leistung einen Bruchteil der Immobilie übertragen. Das müsste man dann genauer berechnen.
Außerdem kommen Sie ihm ja auch mit der Steuerklasse III entgegen, woraus er ein höheres Einkommen erzielt, was ihn dann natürlich auch verpflichtet, höhere Beiträge in den Kredit zu leisten.
Alternativ können Sie auch einen Ehevertrag schließen, in dem ein Betrag als Abfindung für seine geleisteten Zahlungen im Falle der Scheidung vereinbart wird. Das Wohnen in der Immobilie müsste hier aber auch gegengerechnet werden.
Sollte Ihnen etwas zustoßen, so greift erst einmal das gemeinsame Sorgerecht. Die Kinder müssten dann zum leiblichen Vater verbracht werden. Sie können hier aber testamentarisch vorsorgen und in Ihrem Testament verfügen, dass Ihr Ehemann weiterhin die Kinder im gemeinsamen Haushalt betreuen soll. Hier müssten Sie aber Gründe darlegen, warum Ihre Söhne nicht zu ihrem leiblichen Vater verbracht werden sollen. Dies kann daran liegen, dass er sich nur wenig um die Kinder kümmert. Darzulegen wäre auch die Vater-Sohn-Beziehung, die sich während Ihrer Ehe nunmehr aufgebaut hat.
Aber selbst wenn die Kinder zu ihrem leiblichen Vater ziehen müssten, hätte Ihr Ehemann dann ein Umgangsrecht mit den Kindern.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.