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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 23047
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

für meine Mutter hatte ich einen Dienstleister "rund

Kundenfrage

Hallo, für meine Mutter hatte ich einen Dienstleister "rund ums Haus" gefunden und ihn gebeten, 14-tägig ihre Kehrwoche zu übernehmen. Nun berechnete er für jedes mal 60 Minuten, davon war er zwischen 20 - 30 Minuten nur anwesend und reinigte den Gehweg mit einem Gebläse. Den Straßenrand reinigte er gar nicht. Daraufhin reklamierte ich seine Rechnungen, sie würden nicht stimmen, da er nur max. 30 Minuten anwesend war, was durch Zeugen bewiesen werden kann. Nun meint er der Anfahrtsweg von 15 Minuten wäre noch dabei, was aber nicht bei der Auftragsabsprache erwähnt wurde. Ist das rechtens. Und bereits bezahlte Rechnungen wollte ich von ihm folglich verrechnet haben, da ich wohl zuviel bezahlt hätte. Dies ignorierte er und besteht auf sein Geld. Nun meine Frage, kann er 30 Minuten Fahrtweg für eine Strecke von 3,7 Km (Weg von seinem Standort zu meiner Mutter) berechnen, auch meine Kostenreklamation der bereits bezahlten Rechnungen ignorieren. Liebe Grüße ***

Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Nein, die Anfahrt kann er Ihnen selbstverständlich nicht in Rechnung stellen: Grundsätzlich sind Fahrzeiten von der privaten Wohnung zum Arbeitsort und wieder zurück keine Arbeitszeiten und damit nicht vergütungspflichtig.

Etwas anderes gilt nur dann, wenn bei Abschluss des Vertrages eine ausdrückliche Vereinbarung getroffen wurde, nach welcher auch die Anfahrt/Rückfahrt zu vergüten sein soll. An einer solchen Vereinbarung fehlt es hier aber gerade mit der Folge, dass die Fahrten NICHT zu vergüten sind.

Das bedeutet, dass Sie auch nur die Zeit zu vergüten haben, die er tatsächlich anwesend ist und arbeitet - hier also 30 Minuten.

Das beduetet zudem, dass Sie berechtigt sind, zu viel gezahlten Lohn mit dem nächsten Lohn zu verrechnen, bzw. den zu viel gezahlten Lohn zurückzufordern.

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt