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RA_UJSCHWERIN, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2625
Erfahrung:  Rechtsanwältin
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RA_UJSCHWERIN ist jetzt online.

ich werde mich von meiner Frau vermutlich scheiden lassen.

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren, ich werde mich von meiner Frau vermutlich scheiden lassen. Im Moment sind wir allerdings noch nicht mal offiziell getrennt. Wir sind seit 2000 verheiratet. Wir haben keinen Ehevertrag. Der gemeinsame Verdienst wird fast vollständig von mir erbracht. Sie hat eine nicht fertig finanzierte Wohnung in die Ehe gebracht. Die Ratenzahlung läuft zwar seit der Eheschließung von unserem gemeinsamen Konto, die Wohnung läuft aber nur auf sie. Wir waren ca. 2001 für 1 Jahr getrennt, da sie 10.000 DM entwendet und auf das Wohnungskonto einbezahlt hatte. Wir haben uns ca. 2004 ein Haus gekauft, bei welchem die Raten hauptsächlich von meinem Einkommen bezahlt werden. Ich habe vor ca. drei Jahren von meiner Mutter ein Erbe von ca. 35000€ erhalten. Bei der Scheidung befürchte ich nun, dass mir von der Wohnung nichts zusteht, meine Frau aber 50 % meiner Erbschaft erhalten würde. Welche Möglichkeiten habe ich, meinen Erbschaftsanteil für mich zu behalten? Kann ich ihn in einem Casino verspielen, bevor wir uns offiziell trennen? Wie sieht es bei meiner Direktversicherung sowie Pensionskasse aus? Könnte ich diese eventuell auch kündigen und im Casino verspielen? Vielen Dank für die Antworten und viele Grüße ### (Persönliche Daten von Moderation entfernt)

Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 2 Jahren.
Werter Fragesteller,
zu Ihrem Anliegen möchte ich gern wie folgt ausführen:
Zunächst einmal kann ich Ihnen keinesfalls anraten, hier Ihr Vermögen im Casino zu verspielen.
Dies wäre aus familienrechtlicher Sicht eine illoyale Vermögensverschiebung, die dazu führen würde, dass Sie so gestellt wären, als hätten Sie Ihr Vermögen noch.
Ich kann Sie allerdings auch beruhigen.
Was die Wohnung Ihrer Ehefrau angeht, so hat diese durch die Tilgung der Finanzierung ja einen Wertzuwachs erfahren.
Dieser Wertzuwachs wird dann im Zugewinn berücksichtigt und im Ergebnis erhalten Sie von diesem dann die Hälfte.
Was das gemeinsame Haus angeht, so ist es bei Ihnen so, dass Sie eine Erbschaft gemacht haben. Erbschaften und Schenkungen an nur einen Ehegatten während der Ehe stellen privilegiertes Vermögen dar.
Dies bedeutet, dass Ihre Erbschaft auch in Ihr Anfangsvermögen eingestellt wird und somit Ihr Zugewinn niedriger ausfällt.
Ihre Ehefrau hat daher keinen Anspruch auf die Hälfte Ihrer Erbschaft.
Einfluss können Sie auf die Pensionskasse nicht nehmen. Diese wird im Scheidungsverfahren über den Versorgungsausgleich geregelt und hier erhält die Ehefrau die Hälfte während der Ehezeit erwirtschafteten Anwartschaften übertragen. Dies kann nur durch einen notariellen Vertrag über den Ausschluss bzw. die Modifizierung des Versorgungsausgleichs anders geregelt werden.
Die Kündigung der Direktversicherung würde auch nur Nachteile für Sie mit sich bringen.
Sie sollten sich im Falle einer Trennung in jedem Fall von einem Fachanwalt für Familienrecht vertreten lassen, so dass im Vorfeld eine einvernehmliche Regelung getroffen werden kann.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Gerne bin ich bei weiteren Fragen für Sie da.
Bitte geben Sie eine positive Bewertung für meine Beratung ab. Klicken Sie hierzu bitte auf einen lachenden Smiley. Herzlichen Dank
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Liebe Frau Schwerin
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Liebe Frau Schwerin,
Und gegen die 50 % Aufteilung von
- Rente
- Pensionsfonds
- Direktversicherung
im Ehezeitraum kann man nichts machen?
Ich habe mit meiner Frau kein Kind. Sie ist selbständig und zahlt aus eigener Entscheidung in keine Rentenkasse?
Sie hat allerdings auch irgendeine Art von Rentenversicherung. Gilt für die dann auch 50 %?
Vielen Dank ***** ***** Grüsse,
Georg Ulfig
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 2 Jahren.
Werter Fragesteller,
herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung. Bitte entschuldigen Sie die zeitliche Verzögerung meiner Antwort, ich hatte gerade eine Besprechung.
Gegen die Aufteilung der Rentenansprüche kann man nur insoweit etwas unternehmen, dass man eine Scheidungsfolgenvereinbarung trifft, dass der Versorgungsausgleich nicht durchgeführt wird.
Hierauf haben Sie aber keinen Rechtsanspruch. Dies wäre Verhandlungssache.
Ansonsten ist die Durchführung des Versorgungsausgleichs gesetzlich so vorgeschrieben.
Auch für die Rentenversicherung Ihrer Ehefrau gilt die hälftige Aufteilung.
Von daher sollten Sie sich auf den Ausschluss des Versorgungsausgleichs verständigen, so dass jeder hier seine Anwartschaften erhält. Dies schon deswegen weil Ihre Ehefrau von Ihren Anwartschaft unter Umständen nicht einmal etwas hat, weil sie ja selbständig ist.
Voraussetzung für den Ausschluss des Versorgungsausgleichs ist aber eine notarielle Vereinbarung hierüber.
Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen.

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