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Olaf Götz
Olaf Götz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2949
Erfahrung:  Fachanwalt für Sozialrecht
48877684
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Olaf Götz ist jetzt online.

Guten Tag, Dateformore hat mir 2 x Beiträge abgebucht,

Beantwortete Frage:

Guten Tag,
Dateformore hat mir 2 x Beiträge abgebucht, welche ich aber wieder stornieren ließ. Wie aber auch nicht anders zu erwarten meldet sich jetzt Ihr Inkasso..... Ich habe mit diesem unternehmen keinen Vertrag abgeschlossen! Was kann ich jetzt gegen die versuchte Abzocke unternehmen?
MFG Nelleßen G.
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,
wenn die üblichen Formalien hinsichtlich der Erkennbarkeit der Verlängerung des Gratisangebotes eingehalten wurden (was ich so natürlich nicht beurteilen kann), besteht in der Tat ein gewisses Risiko, dass die Forderung erfolgreich mit erheblichen Mehrkosten eingeklagt wird. Oft passiert aber auch nichts.
Auf jeden Fall sollten Sie per Einschreiben mit Rückschein + Zeugen für den Inhalt des Schreibens den Sachverhalt darstellen und den Vertrag äußerst hilfsweise zum nächstmöglichen Zeitpunkt kündigen, um das Kostenrisiko möglichst zu minimieren.
Dann können Sie nur abwarten, ob Sie Post vom Gericht irgendwann bekommen.
Zwischenzeitlich sollten Sie per Screenshot möglichst die Anmeldeprozedur dokumentieren, um hieraus im Streitfalle ggf. auch noch Blut saugen zu können.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.
Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben, geben Sie bitte eine positive oder neutrale Bewertung ab, denn nur dann erfolgt die Vergütung für die anwaltliche Beratung. Nach eine positiven Bewertung können Sie allerdings auch ohne weitere Zusatzkosten an dieser Stelle Nachfragen stellen.
Mit freundlichen Grüßen
Olaf Götz und 5 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Ich habe zwar nun per Einschreiben gekündigt, was ich leider im Juli nicht getan habe, weil es auch nicht erforderlich ist. Bin allein stehend und kann keine Zeugen benennen.


 


Letztendlich ist meine Kündigung, da kein Einschreiben, nie angekommen und ich muss zahlen?

Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 3 Jahren.
So sieht es leider aus, wenn sich kein Haar in der Suppe bzgl. des Bestellvorganges findet. Der müsste aber genau im Detail angeschaut werden.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Ich bin geschockt das so etwas möglich ist.


 


Hierbei handelt es sich ganz offensichtlich um ein System. Eine Leistung habe ich nie in Anspruch genommen bzw. erhalten, nachdem ich schnell erkannt habe, das dort keine Beziehung zustande kommen kann, weil ziemlich wahrscheinlich eine Person von irgendeinem Rechner, tausenden gezielt antwortet und nur versucht diese sehr lange an dieses System zu binden. Eben diese 14 bzw. dann 15 Tage. Jetzt werde ich abwarten müssen was die mir zurück schreiben! Aber das kann ich mir schon denken.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Würde eine Anzeige und das einschalten der Presse Sinn machen damit nicht noch weitere unschuldige Personen geschädigt werden können? So schnell verdiene ich mein Geld auf der Arbeit leider nicht.

Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 3 Jahren.
Ich halte das für recht sinnlos, wenn Sie nichts konkretes in der Hand haben. Bei nicht nachweisbarem Wahrhetsgehalt Ihrer Aussagen laufen Sie nur Gefahr, noch ein Unterlassungsverfahren an den Hals zu bekommen.

Wenn Sie nie eine Leistung in Anspruch genommen haben, sollten Sie das in dem Kündigungsschreiben natürlich erläutern und nicht irgendwo in der Presse.

Auch, wenn strittig ist, ob ein Widerrufsrecht und mit welchen Fristen es besteht, sollten Sie im Schreiben vorab auch den Widerruf erklären, um möglichst alle Möglichkeiten, aus dem Vertrag zu kommen, abgedeckt zu haben. Es gibt allerdings eine Vielzahl von üblichen Gegenargumentationen der Anbieter, die im Einzelfall vor Gericht unterschiedlich erfolgreich sind.

Eine Anfechtung mangels Kenntnis des Abschlusses eines kostenpflichtigen Vertrages beißt sich logisch leider etwas mit dem Vortrag, rechtzeitig gekündigt zu haben. Ganz ausschließen tut es sich aber auch nicht. Es könnte also auch noch der angebliche Vertrag wegen Unkenntnis der Kostepflichtigkeit angefochten werden.

Wichtig ist, dass die ordentliche Kündigung zum nächstmöglichen Zeitpunkt erst als letztes äußerst hilfsweise erklärt wird.

Also:
1. Widerruf
2. Anfechtung wegen fehlender Erkennbarkeit der Kostenpflicht.
3. ohnehin durch Schreiben vom Tag XX fristgemäß gekündigt.
4. äußerst hilfsweise Kündigung zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

Gruß