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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26896
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

In wieweit kann man eine Privatinsolvenz in Deutschland machen

Beantwortete Frage:

In wieweit kann man eine Privatinsolvenz in Deutschland machen wenn man im Ausland lebt?
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank ***** ***** Anfrage.
In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:
Nach § 3 InsO müssen Sie zumindest bei der Eröffnung des Insolvenzverfahrens Ihren Wohnsitz in Deutschland haben um die Zuständigkeit eines Deutschen Gerichts überhaupt zu begründen.
Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens haben Sie nach § 295 InsO die Verpflichtung dem Gericht und dem Insolvenzverwalter jeden Wohnsitzwechsel mitzuteilen. Insoweit spricht nichts dagegen, dass Sie nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens Ihren Wohnsitz (wieder) ins Ausland verlegen.
Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach (Antworten Sie dem Experten)
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

a)Gibt es ein Gesetz dass dadurch die Insolvenz ungültig wird wenn der Sitz ins Ausland verlegt wird?

b)Kann eine Insolvenz auch in England gemacht werden da dort die Insolvenzzeit geringer ist?

c) wichtige Frage: Wie verhält es sich wenn ein Gläubiger vergessen wurde. Reicht die öffentliche Bekanntmachung aus?

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank ***** ***** Anfrage.
zu a)
Nein, ein solches Gesetz gibt es nicht. Es kann Ihnen nur dann die Restschuldbefreiung versagt werden, wenn Sie den Wohnsitzwechsel nicht melden.
zu b)
Ja, freilich, wenn Sie in GB einen Wohnsitz begründen können Sie dort einen Insolvenzantrag einreichen.
zu c)
Es kommt natürlich immer wieder vor, dass ein Gläubiger vergessen wird. Die Insolvenz wird ja, wie Sie richtig feststellen öffentlich bekannt gemacht. Dies ist völlig ausreichend.
Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach (Antworten Sie dem Experten)
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Kann einem vorgeworfen werden dass man einen Gläubiger absichtlich vergessen hat?

Es bestehen steuerschulden aus dem jahr 1997

und schulden beim jugendamt

Wie sieht es bei meinem Tot aus. Angenommen ich sterbe und es kommen Gläubiger die von der insolvenz vor 20 jahren beispielsweise in england nichts wussten?

Wird die insolvenz bei den gerichten in deutschland hinterlegt auch wenn es in england gemacht wurde?

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank ***** ***** Anfrage.
Nein, die Veröffentlichung ist grundsätzlich ausreichend, soweit das Verfahren in Deutschland stattfindet.
Wenn Sie allerdings in England das Verfahren einrei*****, *****n haben die Gerichte in Deutschland davon keine Kenntnis, noch wird dies in Deutschland veröffentlicht. Wenn Sie also bei einem Verfahren in England einen Gläubiger vergessen, dann kann dieser seine Ansprüche geltend machen, wenn er von dem Verfahren in GB nichts gewusst hat. Derartige Prozesse wurden bereits geführt und zum Nachteil des Schuldners entschieden.
Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach (Antworten Sie dem Experten)
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

ich gehe mal davon aus dass die gläubiger in deutschland über die insolvenz in deutschland in einer zeitschrift (Blatt) bzw. einer öffentlchen bekanntmachung davon in kentniss gesetzt werden.

Wir leben in Europa daher kann es sicherlich nicht sein dass dies zum nachteil eines Schuldners wird wenn er seine Insolvenz in England tätigt.

Es muss doch möglich sein, dass diese Insolvenz in England auch in Detuschland in einem Blatt bekanntgemacht wird oder nicht und somit die Pflicht erfüllt ist.

Sie sprachen davon dass da bereits in der vergangenheit "erfolgreich" geklagt worden sei. Hier wuerde mich doch mal das Aktenzeichen interessieren.

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank ***** ***** Anfrage.
In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:
Nein, dies ist leider gerade nicht der Fall. Eine Veröffentlichung in Deutschland ist nicht vorgesehen.
Damit wir uns aber nicht mißverstehen.
Die Insolvenz in England ist natürlich grundsätzlich wirksam.
Der Gläubiger in Deutschland kann gegen Sie jedoch weiter vollstrecken. Wenn er gegen Sie vollstreckt können Sie dagegen jedoch die Vollstreckungsabwehrklage erheben (§ 767 ZPO) und dies damit begründen, dass Sie in England ein Insolvenzverfahren durchgeführt haben.
Bei einer Insolvenz in Deutschland kann ein jeder Gläubiger einsehen ob der Schuldner ein Insolvenzverfahren durchgeführt hat, so dass es erst gar nicht zur Zwangsvollstreckung kommt.
Das Aktenzeichen kann ich Ihnen leider nicht mehr sagen, da der Fall bei uns bereits abgelegt wurde. Tatsächlich ging es damals um die eine Klage die eingereicht wurde, obwohl der Schuldner in England einen INsolvenzantrag gestellt hatte. Die Klage wurde wegen der Wirkung der Insolvenz natürlich zurückgenommen, der Schuldner musste aber die Kosten des Klageverfahrens tragen, da vom Gläubiger nicht verlangt werden konnte sich zu informieren ob der Schulder in England in Insolvenz gegangen sei.
Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach (Antworten Sie dem Experten)
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

a) Wenn ich sie richtig verstehe dann bleibt die insolvenz trotzdem wirksam auch wenn die glaeubiger nicht informiert wurden. Lediglich koennte es zu einer klage kommen wo der schuldner die kosten des klageverfahrens tragen. hab ich das richtig verstanden

b) Wenn die Gläubiger in deutschland aber angeschrieben wurden und informiert wurden dass in england ein insolvenzverfahren läuft dann kann der gläubiger auch im nahhinein nicht klagen. oder?

Wie verhaelt es sich beim Jugendamt und bei Steuerschulden wenn man nicht mehr genau weiss welches Jugendamt bzw. Finanzamt zuständig war. Gibt es eine obrige stelle die quasi für alle jugendaemter und finanzaemter zustaendig ist und die man informieren kann um somit seine mitteilungspflicht getan hat?

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank ***** ***** Anfrage.
a) Jawohl das haben Sie richtig verstanden.
b) der Gläubiger kann auch dann klagen, muss aber dann die Kosten der Klage selbst tragen
c) eine generelle Stelle von Jugendämtern gibt es leider nicht. Hier weiß das eine Jugenamt nicht was beim anderen Jugendamt an Schulden da ist.
Beim Finanzamt gibt es auch keine zentrale Stelle in der die Steuerschulden erfasst werden.
In beiden Fällen ist es aber ausreichend, wenn Sie die Schulden bei Jugendamt und Finanzamt angeben und mitteilen, dass Sie die Zuständige Behörde nicht mehr genau benennen können.
Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach (Antworten Sie dem Experten)
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

wie handhabt es sich wenn ich die Restschuldbefreiung habe aus England und ein Gläubiger eine Kontopfändung vornimmt. Wie muss man dann rein rechtlich darauf reagieren?

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

in diesem Falle müssen Sie gegen die Kontopfändung Vollstreckungsabwehrklage erheben und damit Begründen, dass Sie in England ein Insolvenzverfahren laufen haben,


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt