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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26190
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

Hallo, ich benötige eine rechtliche Einschätzung von

Kundenfrage

Hallo,
ich benötige eine rechtliche Einschätzung von Ihnen.
Verkäufer A(gewerblicher Händler) stellt nachfolgendes Angebot zum Sofortkauf für Summe 20 Euro auf einer Internetplattform ein.
Hier die Formulierung des Angebotes:
56 oder 60 Stk. Holzkorb, Gitterbox
Wir bieten hier Gitterboxen für Brennholzlagerung, Heulagerung, etc. an.
Die Gitterboxen bestehen aus einer Kunststoffpalette mit Blechverkleidung oder einer Blechpalette und grobmaschigem Gitterkorb. Die Abmessungen sind 1,00x1,20x1,20m (BxTxH).
Die Boxen sind beliebig hoch stapelbar und haben einen sehr guten Halt.
Die Boxen werden nur in Abnahmemengen von 56 oder 60 Stück verkauft. Der Versand erfolgt per Spedition. Transportpreise auf Anfrage.
Info:
Bild ist ein Muster.
Fragen werden jederzeit per Nachricht beantwortet.
Weitere Angebote entnehmen Sie bitte unserer Homepage:
Sachverhalt:
Käufer B kauft den Artikel und fragt, wann er die 56 oder 60 Gitterboxen zum Sofortkauf abholen kann. Verkäufer A will einen Abbruch der Transaktion mit der Formulierung
Dieser Fall wurde vom Verkäufer aus folgendem Grund gemeldet: Anderer Grund.
Weitere Informationen des Verkäufers: Hallo, leider war die Angebotsbeschreibung etwas undeutlich formuliert. Der Preis von 20 Euro gilt
pro Box, bei einer Abnahmemenge von 56/60 Stück!
Käufer lehnt dies ab.Fordert ihn auf mitzuteilen, wann er liefern bzw abholen kann. Bietet alternativ die Möglichkeit für einen Schadenersatz von 40 Prozent der Summe an um die Sache außergerichtlich zu klären.
Verkäufer teilt dem Käufer mit er solle klagen. Sein Rechtsanwalt habe ihm gesagt, er sei abgesichert.
Wie sehen sie die rechtlichen Möglichkeiten diesen Prozess zu gewinnen?
Der Kaufvertrag i.H.v. 20,00 Euro wurde an den VK überwiesen. Was empfehlen Sie? Auffordern mitzuteilen, wie hoch die Speditionskosten sind? Wann Abholung erfolgen kann? Oder keine Aussicht auf Erfolg bei einem Prozess.
Ich bitte um eine Auskunft mit dem weiteren Forgang und den Kostenpunkt. Mittlerweile hat der VK sein Angebot geändert und bietet pro Stück für 27,50 Euro an.
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank ***** ***** Anfrage.
In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:
Da in der Sofortkaufanzeige keine Klarstellung erfolgt ist, dass es sich um einen Preis pro Stück handelt und der Verkäufer zusätzlich klargestellt hat, dass nur in der Abnahmemenge 56/60 Stück verkauft wird, durfte ein unbefangener Käufer davon ausgehen, dass er zu einem Preis von 20 EUR diese 56/60 Stück erwerben wird.
Allerdings kann der Verkäufer den Vertrag wegen Irrtums anfechten, wenn er die Boxen tatsächlich pro Stück zu 20 EUR verkaufen wollten.
Die Folge der Anfechtung ist einmal dass der Vertrag unwirksam wird und keine Lieferpflicht besteht, die Folge ist aber auch dass der Verkäufer nach § 122 BGB dem Käufer Schadensersatz leisten muss.
Zu ersetzen ist dabei der sogenannte Vertrauensschaden, also der Schaden der dem Käufer entstanden ist, weil er auf die Wirksamkeit des Angebots vertraut hatte. Wenn nun der Käufer zum Beispiel selbst die Boxen weiterverkauft und dabei einen Gewinn erzielt hätte, dann ist dieser Gewinn der entstandene Schaden. Oder aber auch wenn sich der Käufer anderweitig mit diesen Boxen eindecken mussten und dadurch einen erheblichen Mehraufwand hatte.
Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Danke für die schnelle beantwortung der Frage. Der Verkäufer hat den Vertrag nicht angefochten wegen Irrtum. Dies ist seine letzte Nachricht

Sehr geehrte xxxxxxxxx,

nach erfolgter Absicherung durch einen Rechtsanwalt teile ich mit, dass ein Kaufvertrag über 1 Box zum Preis von 20 Euro wirksam zu Stande gekommen ist.

Diese steht für Sie zur Abholung bereit.

Weitere inhaltliche Korrespondenz zu Ihrer Rechtsauffassung wird nicht erfolgen. Einer etwaigen rechtlichen Auseinandersetzung sehe ich mit Gelassenheit entgegen.

Wie soll ich mich nun verhalten? Habe ich das Recht den VK schriftlich per Einschreiben eine Frist von 10 Tage zu setzen, mir einen Termin mitzuteilen, wo alle 56 oder 60 Boxen abgeholt werden können um dann den Rücktritt zu erklären. Und kann ich ihn dann in die Haftung nehmen für einen Schadenersatzanspruch von 1200 Euro (60 X 20 Euro) den Preis wo ich gezahlt hätte für die Artikel. Oder noch Höher?

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
wenn der Verkäufer nicht angefochten hat, dann ist der Vertrag vollumfänglich wirksam mit der Folge, dass Sie ihm eine Frist zur Lieferung setzen und nach Ablauf der Frist vom Vertrag zurücktreten können.
Die Folge des Rücktritts ist, dass der Verkäufer Ihnen Schadensersatz schuldet, wenn Sie die Kisten anderweitig zu einem höheren Preis kaufen müssen. Der Schaden ist dann die Preisdifferenz zwischen den 20 EUR und dem Preis den Sie bei einem anderen Händler für diese Boxen zahlen müssten. Wenn der Stückpreis bei einem anderen Händler über diesen 20 EUR liegt, dann ist auch der Schaden entsprechend höher.
Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Der Verkäufer bietet den selben Artikel nun für 30 Euro an. Also müsste ich ihn dann mit 600 Euro in die Haftung nehmen als Schadenersatz und mich an seinen Wert orientieren? Oder auf 60 x 20 Euro also 1200 Euro den preis den ich bezahlt hätte.

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
nein, wenn derselbe Artikel nur für 30 EUR pro Stück zu haben ist, dann beträgt der Schaden 60*30 EUR (minus 20 EUR die Sie ja beim Verkäufer hätten bezahlen müssen.
Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

hallo,

wie sehen sie die erfolgsaussichten bei einer klage? also wäre der zu klagende wert 1800 euro abbz der 20 euro? also 1780 Euro ?

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
da die Angaben im Angebot wirklich eindeutig sind (Kein Kauf pro Stück!) sind die Erfolgsaussichten gut.
Der Klagewert wären dann die 1780 EUR wie von Ihnen dargestellt.
Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Wären Sie bereit, dass Mandat zu übernehmen generell? Und wäre eine individuelle Vereinbarung möglich?

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
natürlich kann ich das Mandat für Sie gerne übernehmen.
Eine individuelle Vereinbarung ist natürlich möglich.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
habe ich Ihre Fragen beantwortet?
Wenn ja, dann würde ich mich über eine positive Bewertung sehr freuen.
Ansonsten fragen Sie gerne nach!
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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