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S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 6020
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
52374836
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S. Grass ist jetzt online.

27.Juli 3 Personen geschäftlich geflogen. Düsseldorf (Stopp

Kundenfrage

27.Juli 3 Personen geschäftlich geflogen. Düsseldorf (Stopp in München) Ancona.
Bei Ankunft in Ancona fehlten alle Gepäckstücke. Verlustmeldung wurde am Flughafen abgegeben (Lost and Found Office)
Die Reise ging vom 27. - 30.07.
Es handelte sich um ein mehrtägiges Busineess Meeting und Training bei der Fa. Roland DG in San Benedetto.
Wir mussten 2 Tage mit legerer Freizeitkleidung dem Business Meeting beiwohnen, was sehr unangenehm war und auch unserer Art der Präsentation als leitende Angestellte nicht entsprach. Wir hielten Präsentationen vor Zuschauern etc.
Die Tage waren komplett durchterminiert, morgens Abholung im Hotel (abgelegen in den Bergen, keine Einkaufmöglichkeiten), Bustransfer zum Veranstaltungsort, Meeting bis ca. 20 Uhr, gemeinsames Diner, Bustransfer zum Hotel (Mitternacht Ankunft).
Es war unmöglich, einkaufen zu gehen oder Ersatzkleidung zu beschaffen.
Jedoch haben wir persönlich sehr unter der Situation gelitten und sicher auch unser Ansehen und Image gelitten, schliesslich bewegten wir uns sehr unpassend in höchst professioneller Umgebung. Zudem haben wir nachts unsere Unterwäsche gewaschen und mit dem Fön getrocknet etc.
Die Koffer sind am Abend des 29.07. nach unserer Ankunft im Hotel um 23.50 Uhr dagestanden und uns übergeben worden. Somit konnten wir erst am Tag der Abreise unser Gepäck nutzen. Welche Art der Entschädigung können wir von der Lufthansa erwarten. Gibt es hier eine festgelegte Wiedergutmachung o.Ä. ?
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 2 Jahren.
S. Grass :

Sehr geehrter Fragesteller,

Customer:

Guten Tag,

Customer:

leider kann ich keine Antwort vorfinden! Nur die Anrede: Sehr geehrter Fragesteller,"

S. Grass :

Bei einer wie bei Ihnen vorliegenden Gepäckverspätung haftet die Fluggesellschaft nach Artikel 19 dieses Übereinkommens bis zu einer Haftungshöchstgrenze in Höhe von 1.131 Sonderziehungsrechte.

S. Grass :

Fluggesellschaften haften gegenüber ihren Fluggästen bei verspätet befördertem Gepäck (die planmäßige Beförderung ist eine Hauptpflicht der Gesellschaft) nach dem Montrealer Übereinkommen für alle kausal verursachten Schäden, Aufwendungen und Kosten. Dies bedeutet, dass zunächst alle materiellen Schäden, die durch die Verspätung entstanden sind, zu ersetzen wären. Hierzu würde die Beschaffung von Ersatzkleidung zählen, sofern erfolgt, und z.B. die Aufwendungen für das Waschen der restlichen Kleidung.

S. Grass :

Bei einer wie bei Ihnen vorliegenden Gepäckverspätung haftet die Fluggesellschaft nach Artikel 19 dieses Übereinkommens bis zu einer Haftungshöchstgrenze in Höhe von 1.131 Sonderziehungsrechte.

S. Grass :

1.131 Sonderziehungsrechte entsprechen ca. 1.330,- Euro.

S. Grass :

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Customer:

Wir haben (wie beschrieben aus besagten Gründen) keine Ersatzkleidung kaufen können. Jedoch hatten wir die beschriebenen Probleme und den persönlichen Schaden und Ärger.

Customer:

Die Frage ist, ob wir hierfür und in welcher Höhe Schadenersatz erhalten? Was müssen wir tun? Welche Fristen einhalten.

Customer:

Das, was Sie geantwortet haben, gibt jede Google Anfrage her und hilft uns gar nicht. Wir haben keine Quittungen etc., sondern nur den persönlichen Schaden....

S. Grass :

Wie beschrieben, für die Gepäckverspätung gibt es pauschalierten Schadensersatz gem. dem Montrealer Abkommen. Die Höchstgrenze ist gesetzlich pro Person auf ca. 1330 EUR festgelegt. Diesen Betrag bekommen Sie unabhängig von irgendwelchen Quittungen.

S. Grass :

Sie sollten die Fluggesellschaft kontaktieren, auf das Abkommen hinweisen und im Hinblick auf die dauer des "vorübergehenden Verlustes", der dadurch verursachten Unannehmlichkeiten einen Pauschalsatz von 500 EUR fordern.

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