So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an S. Grass.
S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 5905
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
52374836
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
S. Grass ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich bewohne seit 28 Jahren

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bewohne seit 28 Jahren eine Dachgeschoßwohnung, die nun an einen Dritten erstmals veräußert wurde während ich mich im Urlaub befand, obwohl ich vorher ankündigte, die Wohnung kaufen zu wollen. Aus dem Urlaub wiedergekommen habe ich zunächst dem Verkäufer und dem involvierten Notar mitgeteilt, mein Vorkaufsrecht in Anspruch zu nehmen. Eine Vormerkung im Grundbuch besteht nach Aussage des Notars schon.
Frage: ist ein solcher Vertrag gültig, trotz Kenntnis der Kaufabsicht des Mieters?
Gibt es Schwierigkeiten bezüglich des Voreintrags im Grundbuch?
Wann ist der beste Zeitpunkt den Vertrag zu übernehmen, wie groß ist das Zeitfenster für alles organisatorisch?
Vielen Dank
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 2 Jahren.
S. Grass :

Sehr geehrter Fragesteller,

S. Grass :

das Vorkaufsrecht des Mieters ergibt sich aus § 577 BGB. Es besteht immer an Wohnraum, wenn die einzelne Wohnung verkauft wird. Es besteht hingegen nicht, wenn die Immobilie als ganzes vom Vermieter veräußert wird oder dieser an einen Angehörigen verkauft.

S. Grass :

Entschließt sich der Mieter das Vorkaufsrecht auszuübern muss er dies gegenüber dem Vermieter erklären. Dies sollte schriftlich per Einschreiben erfolgen.

S. Grass :

Auch kann Ausübung des Vorkaufsrecht notariell beurkundet werden (§ 126 I BGB).

S. Grass :

Da der Mieter mit Ausübung des Vorkaufsrecht quasi den gleichen Vertrag abschließt, wie der Vermieter mit dem (dritten) Käufer, gelten die gleichen Konditionen.

S. Grass :

Es besteht eine Frist von 2 Monaten ab dem Zeitpunkt der Mitteilung durch den Vermieter.

S. Grass :

Hat der Mieter das Vorkaufsrecht ausgeübt hat er ein Anspruch auf Übertragung des Eigentums gegenüber dem Vermieter. Allerdings ist dies nicht (mehr) möglich, wenn der Dritte schon im Grundbuch eingetragen ist, wie bei Ihnen.

S. Grass :

Damit scheitert die wirksame Ausübung des Vorkaufsrechts und Sie haben nur einen Schadensersatzanspruch.

Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz