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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 27004
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe ein paar wichtige

Beantwortete Frage:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe ein paar wichtige Fragen an Sie. Ich weiß leider nicht in welche Kategorie der Rechtsberatung gehört, dashalb gebe ich Ihnen eine Kurzfassung meines Problems und hoffe es kann mir jemand helfen.
Also ich bin Johanna Croome, 23 Jahre alt und habe anscheinend vor 4 oder 5 Jahren einen Vertrag mit einer Lebensversicherung abgeschlossen. Ich wurde nach 2 Gesprächen mit einer Dame geführt hatte wurde mir das alles suspekt und ich kündigte kurz darauf den Vertrag. Ich habe dann lange nichts mehr gehört also schien es für mich abgeschlossen zu sein und ist dadurch in Vergessenheit geraten. Dann vor ungefähr 6 Monaten habe ich eine Mahnung erhalten von einer Firma namens Mira 2000, die ich bis dahin noch nie gehört hatte. Ich googlete diesen namen, die Suchmaschine zeigte mir viele Webseiten an, worin stand das es Betrug sei, deshalb ignorierte ich leider die mahnung und die nächste auch. Vor 3 Monaten erhielt ich dann einen gelben Brief von Amtsgericht Coburg wegen der Sache, ich verstand jetzt das es was ernstes sei und meldete mich beim Verbraucherschutz. Der Verbraucherschutz meinte wenn ich die Firma nicht kenne dann sollte ich Widerspruch einlegen, dies habe ich dann gemacht. Ein paar Wochen danach erhielt ich eine SMS von einer Dame namens Selda, darin stand das sie gerne mit mir reden wollen würde, sonst würde alles schlimmer werden. Ab diesen Zeitpunkt begriff ich das es diese Firma war die mich zu einer Lebensversicherung motivieren wollte. Ich fragte Sie ob sie mira 2000 sei und sie meinte "ja". Jetzt weiss ich nicht was auf mich zukommt und was ich machen soll und verstehe einiges nicht und habe auch leider einiges vergessen, ich kann mich nicht mal errinnern ob ich wirklich diesen Vertrag unterschrieben habe und wieso kommt diese Mahnung erst jetzt, nach fast 5 Jahren und wie entsteht so eine Summe (2.335,05 €)? Bitte sagen sie mir was ich tun soll, ich hab ein ganz suspektes Gefühl und ich kann nie im Leben so viel zahlen, ich bin noch in der Ausbildung.
Es tut mir sehr Leid das diese Kurzfassung trotzdem so lang ist aber anders verstehen Sie es vielleicht nicht ganz, ich hoffe sehr auf eine Antwort.
Mit freundlichen Grüßen,
Johanna Croome
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank ***** ***** Anfrage.
In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:
Können Sie sich vielleicht daran erinnern ob diese Fa. Mira 2000 Ihnen gegenüber als Makler oder Finanzberater auftreten ist?
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Danke ***** *****ür die schnelle Antwort.

Naja diese Frau Selda die hat mich damals in meiner Arbeit angesprochen, damals habe ich in der Bäckerei Brioche Doree in Pasing gearbeitet. Sie meinte ich wäre so freundlich und ob ich nicht für Sie arbeiten wolle. Ich war damals sehr angetan von der Idee und traf mich mit Ihr und noch eine Kollegen im Büro von ihr.

Ich verstand das so das ich Leute genauso wie sie mich, anspreche und sie dazu bringe einen Vertrag zur Lebensversicherung abzuschließen und ich würde für jeden Kunden einen Bonus erhalten. Danach zeigte sie mir wie ein Finanzberater wie viel mir die Lebensversichrung auch bringen würde. Nach den Gesprächen war mir klar das sie mich nicht unbedingt für die Arbeit gebraucht hatte sondern als Kundin.

Hilft die Information?

Also ich bin mir ziemlich sicher das sie Finanzberaterin war.

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank ***** ***** Nachricht.
Ja, das hilft mir ungemein. Die Bezeichnung der Hauptforderung als "Vergütungsvereinbarung" lässt den Schluss zu dass es hier nicht um die gekündigte Versicherung selbst geht, sondern um eine Berater oder Vermittlungsprovision.
Offenbar haben Sie seinerzeit eine entsprechende Vereinbarung mit dieser Frau unterschrieben.
Wenn Sie aber sagen, dass sich die Sache vor 4-5 Jahren ereignet hat, dann brauchen Sie sich keine großen Sorgen machen.
Ihr Widerspruch führt erst einmal dazu dass die Gegenseite eine Klagebegründung schreiben muss aus der hervorgeht warum man denn von Ihnen Geld will.
Das Gericht wird Ihnen diese Begründung mit der Aufforderung hierzu Stellung zu nehmen zusenden.
In dieser Stellungnahme sollten Sie die Klageabweisung beantragen und sich in jedem Falle auf die Einrede der Verjährung berufen.
Die Regelverjährung beträgt nach §§ 195,199 BGB 3 Jahre. Wenn die Sache vor 4-5 Jahren stattfand, dann ist die Verjährung eingetreten und die Klage wird, wenn Sie sich auf die Einrede der Verjährung berufen, abgewiesen werden.
Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Danke ***** ***** wie gesagt ich weiss es nicht mehr genau wann das war, wenn es gerade noch in diesen 3 Jahren waren, was mach ich dann? Also wenn es zum Beispiel 2011 war, es steht leider in der Mahnung nicht drin. Es kommt mir zwar länger vor aber wie gesagt ich weiß es nicht mit Genauigkeit.

Es tut mir Leid Sie nochmals für eine Antwort zu bitten.

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
in diesem Falle sollten Sie den Abschluss eines Vertrages bestreiten und verlangen, dass man Ihnen den angeblichen Vertrag in Vorlage bringt.
Sollte der Vertrag tatsächlich existieren, so stellt sich die Frage nach den Leistungen die Sie für die 1.938,48 EUR erhalten haben.
Sollte es sich so verhalten, dass Sie die 1938,48 EUR dafür zahlen sollten, dass Ihnen hier 2 Lebensversicherungen empfohlen wurden, dann stehen Leistung und Gegenleistung nicht in einem angemessenen wirtschaftlichen Verhältnis.
In diesem Falle sollten Sie sich auf § 138 BGB berufen (Sittenwidrigkeit). § 138 BGB hat zur Folge, dass ein geschlossener Vertrag von Anfang an unwirksam ist.
Wenn die Mitarbeiterin dieser Firma Sie allerdings auf dem Handy kontaktiert und reden will so spricht einiges dafür, dass hier eine Verjährung im Raume steht und ein Klageverfahren von der Gegenseite vermieden werden soll.
Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Ok, danke ***** ***** es. Es kam mir alles sehr seltsam rüber. Also noch eine abschließende Frage hätte ich leider noch: Was mach ich jetzt? Einfach warten und dann mich auf die Paragrapfen berufen oder schreib ich denen sofort?

Danke ***** *****ür ihr Verständnis und ihren Service.

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
Sie müssen jetzt erst einmal zuwarten, bis Ihnen durch das Gericht die Klagebegründung zugestellt wird.
Dann erwidern Sie und erheben die Einrede der Verjährung und berufen sich auf § 138 BGB.
Vorher brauchen Sie nichts zu unternehmen.
Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.