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S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 5919
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
52374836
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S. Grass ist jetzt online.

Guten Tag, mein Cousin ist gestorben, er ist 1955 unehelich

Kundenfrage

Guten Tag,
mein Cousin ist gestorben, er ist 1955 unehelich auf die Welt gekommen, 1957 hat meine Tante geheirartet aber nicht den leiblichen Vater des Kindes und 1959 ist in die Geburtsurkunde meines Cousin eingetragen worden, dass er ehelich sei. Es liegt ein Schreiben des Ehemannes meiner Tante vor, in dem er bestätigt, dass er meinem Cousin nur den Namen gegeben hat. Wir haben jetzt das Problem, dass der Sohn des Ex-Ehemannes meiner Tante das Erbe als Alleinerbe erhalten will, da der Ex-Ehemann ausgeschlagen hat. Die Ehe meiner Tante wurde 1963 geschieden und meine Tante ist schon vor langer Zeit gestorben.
Kann es sein, dass durch die blosse Namensgebung, die ja von dem damaligen Mann bestätigt wird, sein Sohn jetzt Alleinerbe wird und wir 1 Tante und 8 Cousins nichts von dem Erbe bekommen. Er hat nie adoptiert bestätigt er auch selber.

Vielen Dank ***** ***** Hilfe
Brigitte Schlachter
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 2 Jahren.

S. Grass :

Sehr geehrter Fragesteller,

JACUSTOMER-5ia2jgfv- :

Guten Morgen

S. Grass :

wenn keine Adoption vorliegt, sondern "nur" eine Namensgebung, dann bestehen keinerlei verwandschaftlichen Beziehungen mit entsprechenden Rechten und Pflichten. Dies bedeutet, dass dann auch kein Erbanspruch besteht.

JACUSTOMER-5ia2jgfv- :

wir haben aber eben keinen Nachweis in schriftlicher Form, dass es nur die Namensgebung war, nur den "Vater" den meine Tante geheiratet hat und eine Geburtsurkunde von 1959, obwohl mein Cousin 1955 geboren wurde, in der an der Seite steht, dass er ehelich ist.

JACUSTOMER-5ia2jgfv- :

Der Vater bestätigt die Namensgebung aber das Gericht geht davon aus, dass das ehelich von 1959 zur Erbberechtigung führt und er als rechtlicher Vater gilt

S. Grass :

Im Grunde genommen gilt als rechtlicher Vater derjenige, der mit der Mutter zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes verheiratet war.

JACUSTOMER-5ia2jgfv- :

das war niemand, den das Kind ist unehelich auf die Welt gekommen und von einem Mann der verheiratet war und dem sein Namen man 1955 nicht erwähnen durfte

JACUSTOMER-5ia2jgfv- :

uns macht die Geburtsurkunde von 1959 zu schaffen, da da das ehlich steht

JACUSTOMER-5ia2jgfv- :

und wir kein Gesetz finden, dass blosse Namensgebung von der Erbberechtigung ausschließt

S. Grass :

Der Eintrag in der Geburtsurkunde ist allerdings ein gewisses Indiz für die Vaterschaft. Wenn keine Unterlagen vorhanden sind, dann reicht ggf. die Geburtsurkunde als Nachweis der Vaterschaft.

JACUSTOMER-5ia2jgfv- :

obwohl jeder der Beteiligten weiß, dass er nie im Leben der Vater sein kann, er hat meine Tante 1955 gar nicht gekannt, aber der "Vater" hat das Erbe ausgeschlagen, sein Sohn will jetzt alles haben,

JACUSTOMER-5ia2jgfv- :

da der Vater schon aus moralischen Gründen nichts haben will und weil er weiss dass es falsch wäre

S. Grass :

das wäre im Grunde genommen egal, denn der Mann muss nicht zwingend der biologische Vater/Erzeuger sein, um als rechtlicher Vater zu gelten.

JACUSTOMER-5ia2jgfv- :

kann man gar nichts finden, was den Sohn vom Erbe ausschließen kann

JACUSTOMER-5ia2jgfv- :

oder nach was müssten wir den auf die Suche gehen, die alte Akte von 1959 wird wohl nicht mehr existieren

S. Grass :

Nein leider nicht. Wenn er der Sohn ist, dann ist er Erbe, es sei denn er wurde durch Testament vom Erbe ausgeschlossen.

S. Grass :

Welche Fragen bestehen noch ?

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