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ra-fork
ra-fork, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1754
Erfahrung:  Selbständiger Rechtsanwalt in Dortmund
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ra-fork ist jetzt online.

Mit meinem Freund bin ich seit ca. 14 Jahren zusammmen. Seit

Diese Antwort wurde bewertet:

Mit meinem Freund bin ich seit ca. 14 Jahren zusammmen. Seit ca. 3 Jahren hat er finanzielle Probleme um die er sich nicht gekümmert hat. Jetzt war der Gerichtsvollzieher bereits 2x hier und mein Freund hat nie aufgemacht.
Die Wohnung und alles Inventar gehört mir. Natürlich habe ich mehrfach versucht ihn raus zu werfen, aber er geht eben nicht! Abgesehen davon wurde ich ihn der Strasse überlassen, somit eigentlich auch keine Alternative.
Es ist mir sehr entsetzlich, dass der Gerichtsvollzieher bereits mehrmals da war und ich fürchte, dass er das nächste Mal mit der Polizei vor der Tür steht. Wir wohnen in einem kleinen Mehrfamilienhaus in einem kleinen Ort.
Was kann ich tun um einen erneuten Besuch zu verhindern, mit Ausnahme von Druck auf meinen Freund endlich den Gerichtsvollzieher zu kontaktieren?.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank ***** ***** Anfrage. Gestatten Sie mir folgende Frage:



Was hat denn Ihr Freund für Einnahmen ?

Wie hoch sind seine Schulden ?

Hat er bereits eine Vermögensauskunft abgeben müssen ?

Ist er bei Ihnen gemeldet ?

Sie selbst sind schuldenfrei ?




Mit freundlichen Grüßen

Raphael Fork
-Rechtsanwalt-
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Danke, ***** ***** sich so schnell melden. Also der Reihe nach


 


Mein Freund hat ein Haus in USA, dass gelegentlich vermietet wird, diese Einnahmen gegen aber in die Kosten des Hause vollständig ein bzw. sie reichen kaum. Sonstige Einnahmen nicht vorhanden. Er ist 64 Jahre alt. Job: Fehlanzeige obwohl wirklich oft beworben und durchaus qualifiziert. Das war auch der Grund seines Besuches beim


Jobcenter- Arbeit, aber die Verwaltungsmühle geht immer nach demselben Schema.


 


Schulden ca. 5.000 Euro (meines Wissens)


Die Schulden sind entstanden, da er Sozialhilfe beantragt hat und das Haus nicht angegeben. Das Sozialamt fordert diese zurück.


Vermögensauskunft kann ich nicht sagen, gehe aber davon aus, dass diese seinerzeit dem Sozialamt vorgelegt werden mußte.


 


 


Leider habe ich gestattet, dass er bei mir gemeldet ist.


 


Ich habe noch eine kleinere Hypothek auf der Wohnung ansonsten keine Schulden.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank ***** ***** Anfrage.



Hier dürfte nach Ihrer Schilderung nicht der Gerichtsvollzieher geklingellt haben, sondern das Hauptzollamt.

Verhindern können Siue weitere Besuche nur, indem sich Ihr Freund um die unerfreuliche Angelegenheit kümmert.

Hier ist es gar nicht mal unwahrscheinlich, dass bereits die Forderung von 5000 € Rückzahlung nicht haltbar ist, weil das Haus nicht verwertbar war.

Dies muss Ihr Freund anwaltlich vor Ort prüfen lassen.

Als Leistungsempfänger sehen ihm dafür sogar Beratungs- wie ggf. Prozesskostenhilfe zu.

Ignorieren des Problems hilft ihm (und Ihnen) leider überhaupt nicht weiter.

Er muss sich in jedem Fall auch mit der vollstreckenden Stelle in Verbindung setzen und seine finanzielle Situation belegen (Kopie des Leistungsbescheides) und mitteilen, dass bei ihm nichts zu pfänden ist.


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Wenn ich Ihnen weiterhelfen konnte möchte ich höflich um eine positive Bewertung meiner Antwort bitten.

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Mit freundlichen Grüßen

Raphael Fork
-Rechtsanwalt-
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Danke für die Antwort.


Ich habe mir eine Fotokopie der Karte im Briefkasten gemacht. Es war die Stadtkasse als Vollstreckungsbehörde.


Der Bezug war nur kurzfristig ca. 6 Monate, danach hat die Behörde die Zahlung eingestellt. Leider hat trotz meines Redens, mein Freund den Kopf in den Sand gesteckt. Es kam zu einem Strafprozess auch hier keine Reaktion von seiner Seite und schliesslich auch zu einem Urteil ohne ihn. Einen Widerspruch hat er auch nicht eingelegt, also rechtskräftiges Urteil. Hier steht alles noch aus. ich kann mich also noch auf einiges gefasst machen.


 


Aber noch einmal zu meinem Problem:Ist es richtig, dass ich keine Chance habe weitere Besuche zu verhindern ohne ihn rauszuwerfen oder ihn als Wohnungsinhaber abzumelden beim Ordnungsamt?

Das sehen Sie richtig, denn solange Ihr Freund bei Ihnen gemeldet ist, möchte die Gegenseite verständlicherweise Informationen von ihm wie die Sache nun weitergehen soll.

Da die Nichtreation in solchen Fällen die allerschlechteste Variante ist, schädigt er sich leider damit massiv selber.

Eine Nichtreaktion im Strafprozess kann und wird letztlich sogar zur Verhaftung führen.

Möglicherweise können Sie beim zuständigen Amtsgericht eine Betreuung für Ihren Freund anregen, da er sich offenbar nicht (mehr) um seine Belange kümmern kann.

ra-fork und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Nun ja, mein Freund hat durchaus "alle Tassen im Schrank" - er hat aufgrund seiner Situation (konnte einfach keinen Job finden) und des Desinteresse des Arbeitsamtes/Jobcenters - nicht ein Vermittlungsversuch nur Personenverwaltung - und dann im letzten Sommer einem Schlaganfall die Kontrolle und den Mut verloren.

Ich wollte Ihrem Freund nicht unterstellen, dass er geistig nicht mehr auf der Höhe ist, sondern dass er womöglich krankheitsbedingt Unterstützung in manchen Bereichen braucht.

In diese Richtung geht auch Ihr Hinweis mit derm Schlaganfall und der daraus folgenden Resignation, sodass ein Betreuungsantrag zu bedenken wäre.

Oder es nimmt sich jemand "inoffiziell" gegen Bevollmächtigung durch Ihren Freund der offenen Problemkreise an.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Bei einem Betreuungsantrag verliere ich komplett die Kontrolle, wie Sie sicher auch wissen. Diesen kompletten Kontrollverlust wünsche ich niemandem, denn hier sind Missbrauch und Willkür Tür und Tor geöffnet.


 


Also werde ich mich um die Angelegenheit kümmern müssen. Wie bisher in meinem Leben hilft mir niemand wirklich weiter. Ich glaube, dass ich die bezahlten Euro 60,oo lieber in die Schuldenreduzierung hätte stecken sollen. Leider ist von Ihnen nichts wirklich hilfreiches gekommen.

Ich kann Ihnen ja nicht mitteilen, dass alles gut wird, wenn sich keiner um die Angelegenheit kümmert.

Und wenn Ihr Freund dazu nicht in der Lage ist, dann muss man ihm von dritter Seite helfen.

Ihre Schilderung des Vorgangs hörte sich für mich auch nicht nach wirklicher Kontrolle an.


Und natürlich können Sie auch durch Ihren Freund bevollmächtigt werden.

In diesem Fall brauchen Sie nur der Stadtkasse die Einkommenssituation Ihres freundes offenlegen und bitten darum, von weiteren Besuchen Ihrer Wohnung Abstand zu nehmen.

Schon hierdurch sollte sich das Ganbze klären lassen.

Solange Ihr freund keine Einnahmen von über 1000 € monatlich hat, kann man bei ihm auch nichts pfänden.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Das ist doch schon eine bessere praktische Hilfe. Natürlich hat er keine Euro 1000. .


 


Ich werde jetzt zur Stadtkasse gehen und das klären.


 


Das komplette Problem ist mir auch jetzt erst bekannt.

Dann wird sich das auch sicher klären lassen.

Ich wünsche Ihnen in der Sache alles Gute und stehe Ihnen jederzeit gerne wieder zur Verfügung.


Bitte beachten Sie auch, dass unbedingt der Stand des Strafverfahrens ausfindig gemacht werden muss, insbesondere wozu Ihr Freund verurteilt wurde.

Bei einer Geldstrafe bestünde nämlich dringender Handlungsbedarf.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Danke für Ihre Hilfe.


 


Ja, Geldstrafe ist ausgesprochen ebenfalls ca. 5000 Euro.


 


Was können wir tun? Mein Partner hat mir versprochen morgen früh den Staatsanwalt anzurufen. Ich werde dafür sorgen, dass dies auch passiert.


 

Er muss dort seine finanzielle Situation offen darlegen.

Im besten Fall kann der Richter die Rechtsfolgen abändern bzw. anpassen.

Eventuell besteht auch die Möglichkeit, die Geldstrafe mit gemeinnütziger Arbeit abzuarbeiten.

Im schlechtesten Fall müssten Raten bezahlt werden.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Danke sehr, vielleicht darf ich Sie in den nächsten Tagen noch einmal kontaktieren?

Das dürfen Sie gerne tun, wenn es um die Vollstreckungsangelegenheit mit der Stadtkasse geht.

Bezüglich der strafrechtlichen Seite wäre es nett, wenn Sie diesbezüglich eine neue Anfrage an mich richten, damit sich hier nicht unterschiedliche Rechtsbereiche in einer Frage vermengen.