So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RASchiessl.
RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26348
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

Ich als Arbeitnehmer arbeite als Innenarchitekt in einem Einrichtungshaus. Wenn

Kundenfrage

Ich als Arbeitnehmer arbeite als Innenarchitekt in einem Einrichtungshaus.
Wenn aufgrund meines verhaltens ein Schaden entstanden ist - bei dem noch zu prüfen ist, ob ich grob fahrlässig gehandelt habe.( ich habe im u.a. von mir zu bedienenden waren wirschaftssystem einen fehler gemacht, was dazu führte, das dieser Auftrag mit verlust abgeschlossen wurde).
Schadenshöhe 12 000€
verdienst 1450€ monatlich netto.

Wie hoch wäre der Schaden per Quote anzusetzen?
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts ist die Haftung des Arbeitnehmers ja beschränkt (BAG v. 27.9.1994 (BAG GS 27.9.1994).

Der BAG nimmt bei einer einfachen Fahrlässigkeit eine Haftungsteilung vor. Bei grober Fahrlässigkeit trägt regelmäßig der Arbeitnehmer den vollen Schaden, es sei denn, die Schadenshöhe steht außer Verhältnis zu dem aus dem Arbeitsverhältnis folgenden Verdienst.

In beiden Fällen kommt aber eine Haftungsbegrenzung nach oben in Betracht.

Das BAG nimmt hier eine Haftungsobergrenze von 3 Bruttomonatsgehältern an

Selbst wenn der Schaden 12.000 EUR betragen sollte und Sie grob fahrlässig gehandelt haben sollten, so sind die 3 Monatsgehälter als Obergrenze anzusehen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Danke für die schnelle Antwort - das hilft mir in der Einordnung.


 


Darf ich noch eine Frage zur Fahrlässignkeit meines Verhaltens stellen:


 


Der "Fehler" den ich gemacht habe hat zwei Bereiche:



1. Bei Vertragsabschluß musste ich das Angebot in einem WWS anfertigen, bei dem ich nicht einsehen kann ob der Auftrag Gewinn oder Verlust erwirschaften wird.


2. Bei der Abwicklung des Kücheneinbaus wurde vom Arbeitgeber nie eine Richtlinie gegeben wie man sich in diesem speziellen Fall oder auch im allgemeinen Verhalten sollte - es gibt auch keine Stellenbeschreibung im Arbeitsvertag.


 

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre freundliche Ergänzung.

In diesem Falle scheidet eine grobe Fahrlässigkeit aus.

Grob fahrlässig handelt der Arbeitnehmer, der die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in einem ungewöhnlich hohen Grade verletzt und dasjenige außer Acht lässt, das jedem anderen in der konkreten Situation hätte einleuchten müssen (BAG 28.10.2010, NZA 2011).

So wie Sie mir die Sache schildern war der Fehler für Sie nicht oder nur schwer zu erkennen.

Somit sind wir im Bereich der leichten (bloßes Sichvertun) bis allenfalls normalen Fahrlässigkeit.

Bei leichter Fahrlässigkeit haften Sie gar nicht. Bei normaler Fahrlässigkeit haften Sie zur Hälfte mit einer Haftungsbegrenzung nach oben wie beschrieben.

Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

habe ich Ihre Fragen beantwortet?

Wenn ja, dann würde ich mich über eine positive Bewertung sehr freuen.


Ansonsten fragen Sie gerne nach!



Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz