So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Rechtsanwalt Ch...
Rechtsanwalt Christian Joachim
Rechtsanwalt Christian Joachim, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3088
Erfahrung:  Staatsexamen, Zulassung als Rechtsanwalt, Mediator
30639152
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Rechtsanwalt Christian Joachim ist jetzt online.

Ich habe bei meinem Nachbar Möbel für 650€ abgekauft, weil

Kundenfrage

Ich habe bei meinem Nachbar Möbel für 650€ abgekauft, weil er gemeint hat dass er demnächst auszieht und auch schnell geld braucht. Ich muss zugebeb, ich habe mich gefreut, weil ich ein richtiges Schnäppchen gemacht habe. Am nächsten Tag sollte ich die Möbel abholen. Wir haben einen Kaufvertrag abgeschlossen. Ich habe ihm das geld gegeben da ich dachte, ich sei mit dem Vertrag auf der sicheren Seite. Kurz bevor ich die Möbel holen wollte, hat sich seine betreuerin und Anwältin bei mir gemeldet und hat gemeint, dass er eine psychische Störung hat und der vertag ungültig ist. Das geld habe er bereits verspielt und Einkünfte hat er auch nicht. Welche Möglichkeiten habe ich um mein geld wieder zu bekommen? Bin eine alleinerziehende mutter und habe mein mühsam zusammengekratztes geld verloren....
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

Grundsätzlich haben Sie schlechte Karten.

Sie sollten sich von der Anwältin zunächst den Betreuerbeschluss sowie den Umfang der Betreuung darstellen und geben lassen. Hieran muss enthalten sein, dass er selbst keine Rechtsgeschäfte vornehmen darf.

Dann wäre er geschäftsunfähig und die Anwältin hätte recht, dass er nur unter dem Vorbehalt ihrer Zustimmung Rechtsgeschäfte schließen darf.

Grundsätzlich hätten sie nach § 985 BGB einen Anspruch auf Herausgabe der Geldscheine bzw. nach § 812 BGB ein Anspruch aus ungerechtfertigter Bereicherung, da sie auch keine Gegenleistung erhalten haben und der Vertrag unwirksam wäre.

Allerdings ist der Nachbar nach Aussage der Anwältin nicht mehr im Besitz der Geldscheine bzw. hat diese bereits verbraucht, so dass er entreichert sein könnte.

Dies wäre dann der Fall, wenn insbesondere nicht über anderes Vermögen oder Einkünfte verfügen würde. Andernfalls könnten Sie versuchen, das Geld sodann, wenn es eben noch nicht verbraucht ist oder anderweitiges Geld vorhanden ist, über die ungerechtfertigte Bereicherung das Geld zurück zu verlangen.

Allerdings sind Geschäftsunfähige besonders im Rahmen der Entreicherung nach § 818 Abs. 3 BGB geschützt, so dass es hier auf die Tatsachen vor Ort ankommen dürfte.

Ich hoffe, dass ich Ihnen zunächst hilfreich antworten konnte und stehen selbstverständlich gerne weiterhin zur Verfügung.

Über ihre positive Bewertung freue ich mich.

Viele Grüße
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

bitte bewerten Sie meine Antwort positiv (Frage beantwortet – informativ und hilfreich – toller Service) damit die von Ihnen ausgelobte Vergütung gem. den Nutzungsbedingungen freigegeben wird. Da Sie keine weiteren Nachfragen gestellt haben, gehe ich davon aus, dass ich Ihre Frage hilfreich beantwortet habe.

Sollten Sie noch Nachfragen haben oder weitere Informationen benötigen, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz