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S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 6039
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
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S. Grass ist jetzt online.

Hallo, ich bin damals wegen 24-Stunden-Pflege in das Elternhaus

Kundenfrage

Hallo, ich bin damals wegen 24-Stunden-Pflege in das Elternhaus gezogen. Meine Mutter ist mittlerweile im Heim und seit Neustem Pflegestufe III. Ich zahle soviel an laufenden Kosten und zusätzlich für das Heim (was über Rente und Pflegekasse geht) (ca. 2000), das mir netto ca. 500 Euro bleiben. Davon muss ich Tanken, Essen, Versicherungen Kleidung, Tierverpflegung ... zahlen, ohne dass ich einen Cent für meine Altersvorsorge oder Wohnungseinrichtung zurücklegen könnte. Das Haus ist nicht zu verwerten, da ich meine Mutter notfalls wieder heim holen muss...Ich habe auch mittlerweile aus eigener Tasche fast so viel aufgebracht, wie da Haus wert wäre. Außerdem hätte ich im Falle der Verwertung nicht mal Geld, mir eine eigene Wohnung leisten zu können. Habe ich Chancen, Unterstützung vom Sozialamt zu bekommen, obwohl das Haus da ist? Verzweifelte Grüße XXXXX XXXXX
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 3 Jahren.

S. Grass :

Sehr geehrter Fragesteller,

S. Grass :

das Entscheidende, ob Sozialleistungen beansprucht werden können oder nicht ist die Frage der Bedürftigkeit, insbesondere, ob das vorhandene Vermögen, Immobilie, verwertbar ist. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass eine vom Hilfebeanspruchenden selbstgenutzte Immobilie, sowei sie angemessen ist, nicht verwertet werden muss.

S. Grass :

Ein nur kurzfristiger, zwischenzeitlicher, Aufenthalt im heim steht dem nicht entgegen. Bei Ihnen wird man vermutlich bei der Pflegestufe davon ausgehen, dass eine Rückkehr in das Haus ausgeschlossen ist. Dann wäre allein darauf abzustellen, ob die Immobilie verkauft werden kann.

S. Grass :

Eine Verwertung hat nur dann zu unterbleiben, wenn dies eine unbillige Härte darstellen würde.

JACUSTOMER-p9j08sbg- :

Das Problem ist halt, dass ICH mich durch den Pflegefall mittlerweile so verschuldet habe, dass ich mir keine Mietwohnung (insbesondere Einrichtung) mehr leisten kann. Außerdem wurde 50 Jahre nichts weggeworfen. Das Haus ist voll und zwar mit Dingen, die man nicht einfach unbesehen wegwerfen kann....

S. Grass :

Das Problem erkenne ich wohl, allerdings gilt leider immer der Grundsatz, dass Sozialleistungen subsidiär sind. D.h., wenn man Vermögen hat, muss dieses primär verwertet werden. Bzgl. der Räumung könnten Sie sich darauf berufen, diesen "Kraftakt" nicht zu erbringen (dazu sind Sie auch nicht verpflichtet), dann müsste das Sozialamt dies übernehmen.

S. Grass :

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