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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 22068
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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wieviel Tage im Jahr darf man Krank sein ohne gekündigt zu

Kundenfrage

wieviel Tage im Jahr darf man Krank sein ohne gekündigt zu werden, arbeite als Altenpfleger bin seit 4 Wochen Krank war in leitender Funktion und kann in diese nicht zurückkehren
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Das lässt sich pauschal nicht sagen: Bei Erkrankungen des Arbeitnehmers kommt eine personenbedingte Kündigung in Betracht.

An eine solche personenbedingte Kündigung werden aber sehr hohe Anforderungen gestellt.

Bei dauerhafter Erkrankung des Arbeitnehmers kommt eine personenbedingte Kündigung in Betracht. Eine personenbedingte Kündigung ist nur zulässig bei lang andauernder Krankheit, bei krankheitsbedingter Abnahme der Leistungsfähigkeit und bei häufigen Kurzerkrankungen.

Sind solche dauerhaften oder häufige Kurzerkrankungen auch künftig in einem Maße zu befürchten, dass eine reguläre Arbeitserledigung nicht mehr gewährleistet erscheint, kommt eine personenbedingte Kündigung in Frage.

Das bedeutet, dass absehbar sein muss, dass der Arbeitnehmer aufgrund der Krankheit seine geschuldete Arbeitskraft nicht mehr zur Verfügung stellen kann.

Darüber hinaus müssen aber auch die betrieblichen Interessen als Folge dieser eingeschränkten Arbeitsfähigkeit erheblich beeinträchtigt sein (Störungen im Betriebsablauf oder wirtschaftliche Belastungen). Diese erheblichen Beeinträchtigungen müssen zu einer nicht mehr hinzunehmenden Belastung für den Arbeitgeber führen.

Nur wenn sämtliche dieser Voraussetzungen vorliegen, könnte Ihnen auch eine personenbedingte Kündigung drohen. In Ihrem Fall einer nur vierwöchigen erkrankungsbedingten Abwesenheit könnte noch keine Kündigung ausgesprochen werden.

Die personenbedingte Kündigung untersteht zudem dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz, so dass sie nicht ausgesprochen werden darf, wenn ein milderes Mittel zur Verfügung steht: Sollte daher die Möglichkeit bestehen, Sie etwa an einem anderen Arbeitspaltz in dem Betrieb einzusetzen, so wäre zunächst von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen. Eine Kündigung würde dann ausscheiden. Können Sie also nicht Ihre alte Funktion wieder übernehmen, so könnte Ihnen der Arbeitgeber dennoch nicht kündigen, wenn es möglich ist, dass Sie an einem anderen Arbeitsplatz beschäftigt werden können.

Geben Sie bitte eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben, denn nur so erhalte ich die für die Rechtsberatung vorgesehene Vergütung.

Sie bewerten, indem Sie einmal entweder auf "Frage beantwortet" oder auf "Informativ und hilfreich" oder auf "Toller Service" klicken.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Das lässt sich pauschal nicht sagen: Bei Erkrankungen des Arbeitnehmers kommt eine personenbedingte Kündigung in Betracht.

An eine solche personenbedingte Kündigung werden aber sehr hohe Anforderungen gestellt.

Bei dauerhafter Erkrankung des Arbeitnehmers kommt eine personenbedingte Kündigung in Betracht. Eine personenbedingte Kündigung ist nur zulässig bei lang andauernder Krankheit, bei krankheitsbedingter Abnahme der Leistungsfähigkeit und bei häufigen Kurzerkrankungen.

Sind solche dauerhaften oder häufige Kurzerkrankungen auch künftig in einem Maße zu befürchten, dass eine reguläre Arbeitserledigung nicht mehr gewährleistet erscheint, kommt eine personenbedingte Kündigung in Frage.

Das bedeutet, dass absehbar sein muss, dass der Arbeitnehmer aufgrund der Krankheit seine geschuldete Arbeitskraft nicht mehr zur Verfügung stellen kann.

Darüber hinaus müssen aber auch die betrieblichen Interessen als Folge dieser eingeschränkten Arbeitsfähigkeit erheblich beeinträchtigt sein (Störungen im Betriebsablauf oder wirtschaftliche Belastungen). Diese erheblichen Beeinträchtigungen müssen zu einer nicht mehr hinzunehmenden Belastung für den Arbeitgeber führen.

Nur wenn sämtliche dieser Voraussetzungen vorliegen, könnte Ihnen auch eine personenbedingte Kündigung drohen. In Ihrem Fall einer nur vierwöchigen erkrankungsbedingten Abwesenheit könnte noch keine Kündigung ausgesprochen werden.

Die personenbedingte Kündigung untersteht zudem dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz, so dass sie nicht ausgesprochen werden darf, wenn ein milderes Mittel zur Verfügung steht: Sollte daher die Möglichkeit bestehen, Sie etwa an einem anderen Arbeitspaltz in dem Betrieb einzusetzen, so wäre zunächst von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen. Eine Kündigung würde dann ausscheiden. Können Sie also nicht Ihre alte Funktion wieder übernehmen, so könnte Ihnen der Arbeitgeber dennoch nicht kündigen, wenn es möglich ist, dass Sie an einem anderen Arbeitsplatz beschäftigt werden können.

Geben Sie bitte eine positive Bewertung ab, sofern Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben, denn nur so erhalte ich die für die Rechtsberatung vorgesehene Vergütung.

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Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Besteht noch Klärungsbedarf? Gerne können Sie nachfragen über "Antworten Sie dem Experten".

Soweit das nicht der Fall ist, darf ich um die Abgabe einer positiven Bewertung bitten.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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