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K. Severin
K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 887
Erfahrung:  Steuerrecht, Zivilrecht
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K. Severin ist jetzt online.

Betreff Steuern: Frage an einen Steuerberater. Wir möchten

Kundenfrage

Betreff Steuern: Frage an einen Steuerberater.

Wir möchten "Spendensammler" beschäftigen die auf der Straße zum einen Geld in solchen Sammelbüchsen sammeln und weiterhin Fördermitglieder gewinnen die monatliche Beiträge bezahlen. Dafür erhalten die Sammler eine Provision die sich an der Höhe der gesammelten Gelder sowie an der Höhe der monatlichen Mitgliedsbeiträge orientiert. Wie sind diese Leute aus rechtlicher sicht zu behandeln? Müssen wir die als geringfügige anmelden? Oder können wir die Provisionen auszahlen und die Leute müssen das selbst versteuern? Die Gelder werden für einen gemeinnützigen Verein gesammelt.
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Kunde, vielen Dank für ihre Frage bei Just Answer.

 

Diese beantworte ich aufgrund ihrer Sachverhaltsangaben gerne wie folgt:

 

Wenn die "Spendensammler" hauptberuflich für Sie tätig sind, dann müssen diese durch den Vorstand des Vereins als Arbeitnehmer des Vereins angemeldet werden. Als Minijobber bzw. geringfügig Beschäftigte können diese selbstverständlich für den Verein tätig werden. Dann darf der monatliche Bruttolohn nicht mehr als € 450,- betragen. Werden Sozialversicherungsbeiträge für Krankenkasse und Rentenkasse durch den Verein für die Minijobber abgeführt, dann muss der Verein 2 % Lohnsteuer im Monat vom Gehalt der "Spendensammler" einbehalten und das Finanzamt abführen. Die Beiträge zur Rentenversicherung (15 % des Bruttolohns) und zur Krankenkasse (13 % des Bruttolohns) müssen vom Verein zusätzlich zum Arbeitslohn monatlich aufgewendet und an den zuständigen Sozialversicherungsträger abgeführt werden. Hinzu kommen noch bestimmte Umlagen, die durch den Verein wirtschaftlich zu tragen sind. Dies sind die Umlage U1 (0,7 % des Bruttolohns für Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, Umlage U2 0.14 % des Bruttolohns für Aufwendungsersatz bei Mutterschaft und Beschäftigungsverbot bei Schwangerschaft sowie die Umlage U3 (0,11 % des Bruttorarbeitslohns für Insolvenzausfallgeld)

 

Bei einer Beschäftigung der "Spendensammler" im Rahmen eines geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses ist es nicht möglich, diese auf Provisionsbasis durchzuführen.

 

Ich hoffe damit ihre Frage beantwortet zu haben und stehe Ihnen für Nachfragen gegebenenfalls gerne zur Verfügung.

 

Weiter darf ich Sie höflich um eine positive Bewertung meiner Antwort bitten, damit meine Leistung vergütet wird.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

K. Severin

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Vielen Dank für Ihre Antwort.


Wenn die Leute das nebenberuflich am Wochende oder nach Feierabend machen müssen sie nicht angemeldet werden? versteh ich das richtig?

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Kunde, Sie sehen das richtig.

 

In diesem Fall müssen die Mitarbeiter für eine Versteuerung der Provisionseinnahmen selbst Sorge tragen.

 

Sozialversicherungsrechtlich werden diese als freie Mitarbeiter anerkannt, wenn diese nicht ausschließlich von den Provisionseinnahmen wirtschaftlich abhängig sind, ihre Arbeitszeiten selbständig bestimmen können und bei der ihrer Mitarbeit keinen direkten Weisungen des Vereinsvorstands unterworfen sind. Der Verein muss bei Vorliegen dieser Voraussetzungen keine Sozialversicherungsbeiträge für die "Spendensammler" abführen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

K. Severin

Rechtsanwalt

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