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S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 5903
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
52374836
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S. Grass ist jetzt online.

Guten Abend! Ich suche einen Rat bzgl. folgenden Sachverhaltes: Ein

Kundenfrage

Guten Abend! Ich suche einen Rat bzgl. folgenden Sachverhaltes:

Ein Zahnarzt setzt ein Zahnimplantat ein und nach der Einheilungszeit zementiert die Krone auf das Implantat. Drei Tage später fängt die Krone an zu wackeln. Der Zahnarzt stellt fest, dass sich das Implantat gelockert hat und bietet eine Nacharbeit ohne zusätzliche Kosten für den Patienten an.
Meine Frage:
1. Darf der Zahnarzt bereits die Endrechnung stellen bevor er die Nacharbeit angefangen hat? Denn es besteht weiterhin die Unsicherheit, dass die Nacharbeit erfolgreich sein wird.

2. Wenn der Patient nicht an eine erfolgreiche Nacharbeit glaubt (weil z.B. der Eingriff wegen eines mangelnden bzw. erkrankten Kieferknochens durch einen Kieferchirurg durchgeführt werden sollte) und entsprechend den Zahnarzt nicht mehr vertraut - ist es angemessen den Zahnarzt darum zu bitten die Behandlung einvernehmlich abzubrechen mir der Folge dass der Patient auf die Nacharbeit und der Zahnarzt auf seinen Honoraranspruch verzichten?

3. Darf der Patient die Zahlung der Endrechnung verweigern wenn der Zahnarzt nicht einverstanden ist die Behandlung abzubrechen trotz des fehlenden Vertrauens des Patienten?

Vielen Dank.
Liv
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 3 Jahren.

S. Grass :

Sehr geehrter Fragesteller,

S. Grass :

der Zahnarzt ist aufgrund eines Dienstleistungsvertrages verpflichtet, seine Leistung zu erbringen. Die Besonderheit des Dienstleistungsvertrages ist, dass der Zahlungsanspruch des Dienstleisters/Zahnarzt auch dann entsteht, wenn die Leistung selbst mangelhaft ausgeführt wurde.

S. Grass :

D.h., dass der Zahnarzt seine Endabrechnung erstellen kann vor der Nachbehandlung, weil mit der (fehlerhaften) Leistung die volle Summe geschuldet ist.

S. Grass :

Auch dürfen Sie als Patient die Zahlung wegen des Mangels nicht verweigern. Sie haben allenfalls das Recht, wenn Sie sich entscheiden, den Zahnarzt zu wechseln, die beim neuen Zahnarzt entstehenden Kosten dem Honoraranspruch entgegen zu halten, also mit den neuen Kosten aufzurechnen.

S. Grass :

Dann müssen Sie nur noch den Teil der Rechnung zahlen, die "unverbraucht" ist.

JACUSTOMER-ns6us70x- :

Sehr geehrte Frau Grass,

JACUSTOMER-ns6us70x- :

Sehr geehrte Frau Grass,


leider finde ich keine Antwort auf die Frage bzgl. dass der Zahnarzt ggf. aufgrund fehlender Qualifikation mangelhafte Leistung erbracht hat (die von einem Kieferchirurgen hätte erbracht werden sollen), bzw. eine Nacharbeit zu leisten bereit ist ohne in der Lage zu sein die Voraussetzungen (ein passendes Kieferknochenbett) für eine erfolgreiche Leistung herstellen zu können. Auch nicht auf die Frage wenn der Patient kein Vertrauen in den Zahnarzt mehr hat nach dem es sich herausgestellt hat, dass kein passendes Kieferknochenbett vor der Erstimplantation vorhanden war.


Danke für Ihre Bemühung, dennoch erkenne ich, dass ich einen auf Zahnmedizin spezialisierten RA aufsuchen muss.


MfG.


Der Ratsuchende

JACUSTOMER-ns6us70x- :

s.o.

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