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RARobertWeber
RARobertWeber, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3291
Erfahrung:  Rechtsanwalt in Berlin
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Bank verweigert die Auszahlung eines Bonussparbuches meiner

Kundenfrage

Bank verweigert die Auszahlung eines Bonussparbuches meiner verstorbenen Großeltern (Großmutter gestorben 2005, Großvater gestorben Dez.2013) aus dem Jahre 1988 (hier war auch die letzte Kontobewegung) Die Bank plädiert darauf, dass das Geld 1990 auf ein anderes Konto transferiert wurde, das Konto also aufgelöst ist. Das Sparbuch ist aber unversehrt und nicht entwertet mit einem Guthaben von ca. 8000.00 DM. Die Bank hat zur Beweispflicht ein lapidar erstellten Ausdruck erstellt, den jeder mit einer Exel-Datei erstellen könnte. Was ist zu tun
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

in der Tat muß die Bank den Transfer nachweisen, zudem muß sie den Auftrag nachweisen, genauso wie die Auflösung und den Auftrag zur Auflösung. Gelingt beides nicht, hat der Inhaber des Sparbuches auch nach 26 Jahren einen Anspruch auf Auszahlung, da der Auszahlungsanspruch erst nach 30 Jahren verjährt und die Bank die Beweislast hat (OLG Frankfurt, Az.: 2 U 12/04).

Allerdings sind die Zinsen der Jahre 1988 bis 2010 verjährt, sobald die Bank Verjährung geltend macht.

Sie können nun entweder einen Ombudsmann (=Schlichter) einschalten. Die Banken sind unterschiedlichen Schlichtungssystemen angeschlossen, daher hängt es von der Bank ab, an welchen Schlichter Sie sich wenden müssen. Das hätte den Vorteil, dass es für Sie kostenlos wäre.

Alternativ können Sie auch gleich auf Auszahlung klagen. Die entsprechende Klage ist vor dem Amtsgericht am Sitz der Bank zu erheben. Angesichts der Höhe der Summe sollte ein Anwalt eingeschaltet werden.

Sie können auch erst einen Ombudsmann einschalten und dann Klage erheben.

Ich empfehle daher, erstmal einen Schlichter einzuschalten und danach gegebenenfalls einen Anwalt mit der Klage zu beauftragen.

Bitte stellen Sie solange Nach- und/oder Verständnisfragen, bis Sie zufrieden sind. Es ist nicht notwendig, die Antwort mit "Habe Rückfragen" zu bewerten, es reicht aus, die Rückfragen einfach zu stellen.

Wenn Sie keine Nach-/Verständnisfragen mehr haben und mit der Antwort zufrieden sind, bitte ich um eine positive Bewertung, um die Vergütung zu ermöglichen.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Wenn ein Ombudsmann der Bank die Schlichtung vornimmt, bin ich doch immer benachteiligt, weil dieser doch im Sinne der Bank handelt - oder?


Wie hoch stehen die Chancen auf einen "Gewinn" des Prozesses?


Heißt dass, dass mir "nur" das Guthaben auf dem Sparbuch aber keine Zinsen zustehen? Die Bank arbeitet immerhin seit 26 Jahren mit dem Geld

Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

nein, der Ombudsmann ist zur Neutralität verpflichtet, d.h. er würde sich schadensersatzpflichtig machen, wenn er einseitig handeln würde. Zudem sind Sie nicht an seine Schlichtung gebunden, Sie können im Zweifel immer noch klagen.

Ihre Chancen stehen sehr gut, wobei natürlich alles mit dem Transferbeweis der Bank steht und fällt.

Ihnen stehen alle Zinsen ab 1988 zu, allerdings beträgt die Verjährungsfrist bei Zinsen drei Jahre, d.h. einige Zinsen sind bereits verjährt.

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Robert Weber
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Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bitte um eine kurze Mitteilung, ob Rück- oder Verständnisfragen existieren. Ansonsten bitte ich entsprechend der Regeln der Plattform um eine positive Bewertung der Antwort, damit meine Vergütung ausgezahlt werden kann.

Vielen Dank im Voraus,
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,


 


gerne würde ich von Ihnen noch wissen, wie man vorgeht, einen Ombudsmann einzuschalten. Wo muss ich was hinsenden ohne dass ich das originale Sparbuch aus der Hand geben muss. Das hat bereits die Bank versucht, mir das Sparbuch abzuluchsen. Wie geht dann dieser Schlichter vor, welche aussichten bestehen und wie lange wird das dauern?


 


Dank

Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

Sie dürfen das Sparbuch auf KEINEN Fall aus der Hand geben, versenden Sie AUSSCHLIESSLICH Kopien/Scans!

Erkundigen Sie sich bei der Bank nach dem zuständigen Ombudsmann, die Bank muss Ihnen antworten. Anschließend erkundigen Sie sich bei dem Ombudsmann per Mail/Telefon nach dem genauen Ablauf, da das von Ombudsmann zu Ombudsmann unterschiedlich ist. Verschicken Sie nur die Kopien, die er anfordert. Verschicken Sie KEINE Originale, auch wenn er sie anfordert.

Der Ombudsmann wird erst Ihre Sicht der Dinge anhören, dann die Sicht der Bank. Anschließend wird er solange Vermittlungsvorschläge machen, bis eine Einigung da ist oder der Vermittlungsversuch offensichtlich gescheitert ist.

Die Aussichten sind gut, da Sie einen offensichtlichen Anspruch haben. Die Dauer hängt aber absolut von der Arbeitsgeschwindigkeit des Ombudsmannes und der Reaktionsgeschwindigkeit der Bank ab. Konkrete Prognosen können daher nicht getroffen werden, es wird aber eher eine Sache von Monaten als von Wochen.

Bitte stellen Sie solange Nach- und/oder Verständnisfragen, bis Sie zufrieden sind. Es ist nicht notwendig, die Antwort mit "Habe Rückfragen" zu bewerten, es reicht aus, die Rückfragen einfach zu stellen.

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Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

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