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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 17049
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
raschwerin ist jetzt online.

Guten Tag sehr geehrte Damen und Herren, für mein Anliegen

Beantwortete Frage:

Guten Tag sehr geehrte Damen und Herren,
für mein Anliegen ist es notwendig eine kleine Vorgeschichte zu erläutern:
In der Sache Auszahlung meiner Ex-Frau habe ich aufgrund Meinungsverschiedenheiten bzgl. Höhe der Auszahlung und einer von der Gegenseite angedrohten Teilungsversteigerung meine aus der Jugendzeit sehr gut Bekannte und aus dem gleichen Ort stammende Rechtsanwältin konsultiert. Mit ihr hatte ich bereits vor einigen Jahren in einem kleineren Streitfall positiven Kontakt.
Nachdem 1 Termin in der Kanzlei stattgefunden hat (1 Std.) und meine Rea daraufhin ein Schreiben an die Gegenseite vorbereitet hatte, teilte ich ihr mit, dass das Schreiben erst nach meiner Freigabe an sie versendet werden solle, weil ich mit meiner Ex-Frau (wir haben trotz Scheidung weiterhin ein sehr gutes Verhältnis, auch im Sinne unserer Kinder, die bei mir im Haus wohnen). Einen Tag, bevor das Schreiben meiner Rea versendet werden sollte erzielte ich Einigung mit meiner Ex-Frau über die Höhe des Auszahlungsbetrag an sie, was ich direkt meiner Rea mitteilte und damit der "Fall" abgeschlossen sei, was sie sehr begrüßte.
Sodann habe ich eine Rechnung erhalten über € 1.761,08 !!! Das ist WUCHER !!!
Rechne ich noch 1 Stunde Vor- und Nachbereitung meiner Rea ein, sind wir bei einem Stundenlohn von 880,00 € !!! Das hat m. E. nichts mehr mit gesundem Menschenverstand zu tun, das ist reine Abzocke.
Was kann ich gegen diese Rechnung unternehmen?
Mit freundlichen Grüßen
C. Alles
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank XXXXX XXXXX Nutzung von Justanswer.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Rea heißt sicher Rechtsanwältin.

Wie begründet sich die Rechnung, also wie hoch ist der Gegenstandswert wonach sich die Kosten berechnen?
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,


Rae heißt Rechtsanwältin.


Als Wertstufe wurde 65.000,-€ (Abfindungsanspruch 61.250,-€) mit einer 1,3 Geschäftsgebühr, sowie für Mitwirkung bei einem Vergleich 1,5 Einigungsgebühr aus gleichem Gegenstandswert zusätzlich obwohl die Rae nicht mitgewirkt hat.


 

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Jahren.

Abfindungsanspruch im Sinne einer Abstandszahlung an die Ex?

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Auszahlung vom hälftigen Wohneigentum

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Jahren.

Ok, danke.

Das ist dann auch als Streitwert zugrunde zu legen.

Die Geschäftsgebühr ist nach dem RVG auch in Ordnung.

Die 1,5 Einigungsgebühr muss aber entfallen. Diese ist nicht entstanden.

Sie widersprechen der Rechnung und weisen die Forderung der Höhe nach zurück.

Wenn sich die Anwältin nicht einsichtig zeigt, kann man sich bei der zuständigen Rechtsanwaltskammer beschweren.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Prima, danke.


 


Kann ich aufgrund des Schreiben meiner Rea an mich trotzdem die Forderung anfechten?


 


In dem Schreiben ist folgender Wortlaut als Begründung aufgeführt, warum diese 1,3 Geschäftsgebühr und eine Einigungsgebühr von 1,5 verlangt:


 


...


 


"In diesem Kontext hatte ich Sie auch darüber informiert, dass eine Geschäftsgebühr sich in einem Gebührenrahmen zwischen 0,5 und 2,5 bewegt und im vorliegenden Fall eine 1,3 Geschäftsgebühr angemessen ist. Diese sich jedoch in dem Fall erhöhen könnte, wenn Besprechungen mit der Gegenseite stattfinden oder die Angelegenheit sich aus anderen Gründen umfangreicher oder schwieriger gestalten wird.


 


Auch hatte ich darauf hingewiesen, dass zusätzlich im Falle meiner Mitwirkung bei einem Vergleich eine 1,5 Einigungsgebühr aus demselben Gegenstandswert zusätzlich entstehen kann."


 


...


 


Anmerkung: es hat weder ein Schriftwechsel noch ein Gespräch mit der Gegenseite stattgefunden, außerdem waren 2 kurze Telefonate geführt worden zwischen der Rae und mir.


 


Die Rechnungstellung sieht wie folgt aus:


 


Gegenstandswert: 65.000,-€


1,3 Geschäftsgebühr §§ 13, 14 RVG, Nr. 2300 VV RVG 1.459,90 €


Pauschale für Post und Telekommunikation Nr. 7002 VV RVG 20,00 €


.......zzgl. 19% MwSt. Nr. 7008 VV RVG


 


Es fehlt in der Aufstellung die 1,5 Einigungsgebühr?! Dann stelle ich mir doch die sicherlich berechtigte Frage, WARUM bloß???


 


 

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Jahren.

Die 1,5 fehlt, weil es nicht zu einer Einigung kam.

Die 1,3 ist aber angemessen, weil die Anwältin beauftragt war und auch das Schreiben vorbereitet hat.

Sie hat damit die beauftragte Dienstleistung erledigt.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Bedeutet das, dass die 1.459,90 € sich zusammensetzen aus 1,3 Geschäftsgebühr UND 1,5 Einigungsgebühr?


 


Wo finde ich hierzu den Berechnungsschlüssel?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Jahren.

Nein, die 1,3 Geschäftsgebühr aus dem Streitwert von über 60.000 Euro liegt bei 1459,90 Euro.

Dazu kommen 20 Euro Auslagen und 19 % Umsatzsteuer.

Die 1,5, Einigungsgebühr wurde gar nicht geltend gemacht.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Also ist Ihre Aussage von 12:10 EST falsch.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Jahren.

Wie bitte?

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Die 1,3 Geschäftsgebühr von dem Gegenstandswert 65.000,00€ mit 1.459,90€ ist also richtig lt. §§ 13, 14 RVG, Nr. 2300 VV RVG?


 

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Erneut posten: Andere. Keine Antwort auf meine Rückfrage erhalten.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Jahren.
Die 1,3 Geschäftsgebühr von dem Gegenstandswert 65.000,00€ mit 1.459,90€ ist also richtig lt. §§ 13, 14 RVG, Nr. 2300 VV RVG?

- Ja, das ist richtig. Zusammen mit den 20 Euro Auslagen und 19 % Steuern sind das dann 1761,08 Euro.

raschwerin und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.