So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an raschwerin.
raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16996
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
raschwerin ist jetzt online.

Und zwar wurde eine Freundin wegen Betrug angezeigt. Leider

Kundenfrage

Und zwar wurde eine Freundin wegen Betrug angezeigt. Leider ist sie auch wegen Betrug schon auf Bewährung.(1jahr 9monate Bewährung läuft am 5.5. ab) Nun hat sie Post von der Polizei wegen dem neuen Betrug bekommen. Sie hat sich mit dem Unternehmen in Verbindung gesetzt und hat eine Woche Zeit das Gekd zu bezahlen danach wird die Anzeige zurückgezogen. Damit ist die Sache ja nicht erledigt da Betrug ein Offizieldelikt oder wie das heisst ist.Was kann ihr dann noch passieren? Kann die Staatsanwaltschaft das einstellen oder kommt es trotzdem zur Verhandlung?
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Allein die Rücknahme der Anzeige wird leider nicht ausreichen.

Allerdings wird die ermittelnde Staatsanwaltschaft die Sache sicher einstellen, wenn nachgewiesen wurde, dass die Schuld beglichen ist.

Es wirkt ich immer strafmildernd und begünstigend aus, wenn man die Schuld begleicht und den Schaden wieder gut macht.

§ 46a
Täter-Opfer-Ausgleich, Schadenswiedergutmachung


Hat der Täter 1. in dem Bemühen, einen Ausgleich mit dem Verletzten zu erreichen (Täter-Opfer-Ausgleich), seine Tat ganz oder zum überwiegenden Teil wiedergutgemacht oder deren Wiedergutmachung ernsthaft erstrebt oder
2. in einem Fall, in welchem die Schadenswiedergutmachung von ihm erhebliche persönliche Leistungen oder persönlichen Verzicht erfordert hat, das Opfer ganz oder zum überwiegenden Teil entschädigt,


so kann das Gericht die Strafe nach § 49 Abs. 1 mildern oder, wenn keine höhere Strafe als Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bis zu dreihundertsechzig Tagessätzen verwirkt ist, von Strafe absehen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Also kann es eingestellt werden auch wenn Sie die Straftat während der Bewährung begangen ist? Gerade deswegen kann ich mir nicht vorstellen das es damit erledigt sein soll

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Jahren.

Es kann eingestellt werden.

Die laufende Bewährung wirkt sich natürlich negativ aus.

Aber ein Bewährungswiderruf ist auch nicht so einfach möglich.

Eine entscheidende und in der Praxis auch wichtige Einschränkung der oben genannten Gründe für einen Bewährungswiderruf enthält § 56 f Abs. 2 StGB. Danach sieht das Gericht von einem Widerruf der Bewährung ab, wenn es ausreicht,

weitere Auflagen oder Weisungen zu erteilen, insbesondere die verurteilte Person einer Bewährungshelferin oder einem Bewährungshelfer zu unterstellen,

oder

die Bewährungs- oder Unterstellungszeit zu verlängern.

Der Bewährungswiderruf soll also erst dann erfolgen, wenn andere Mittel nicht mehr ausreichen. In vielen Fällen wird bei Vorliegen eines Widerrufsgrundes im Sinne des Abs. 1 der Vorschrift erst die Bewährungszeit verlängert, bevor ein tatsächlicher Widerruf erfolgt. Wurde allerdings die Bewährungszeit schon einmal verlängert und erfolgen erneut Verstöße gegen die Bewährungsauflagen oder wird sogar eine neue Straftat in der Bewährungszeit begangen, dann ist in aller Regel mit einem Widerruf zu rechnen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Also könnte es fast so aussehen das sie glück hat u jicht widereufen wird sondern nur verlängert Bewährungshelferin hat sie ja schon.


Wenn verlängert wird konmt es da trotzdem nochmal zur Verhandlung? Es wurde ja die Schuld ja schon mit bezahlen der Summe eingestanden. Sind sozialstunden möglich?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Jahren.

Es muss keine neue Verhandlung geben.

Die Staatsanwaltschaft kann auch ohne entscheiden.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Also kann die Staatsanwaltschaft auch ohne Richter u Angeklagten entscheiden das zb Bewährung verlängert wird.


Es kann aber auch zur Verhandlung kommen?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Jahren.

Es kann zur Verhandlung kommt, es muss aber nicht.

Wenn die Staatsanwaltschaft schon entscheidet, dass sie keinen Grund zur Veranlassung sieht, die Bewährung aufzuheben sondern nur zu verlängern, dann wird es auch keine Verhandlung geben.

Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz