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Olaf Götz
Olaf Götz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2918
Erfahrung:  Fachanwalt für Sozialrecht
48877684
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Olaf Götz ist jetzt online.

Guten Morgen, ich habe eine Frage zur Freiwilligen Gesetzlichen

Beantwortete Frage:

Guten Morgen, ich habe eine Frage zur Freiwilligen Gesetzlichen Krankenversicherung. Aktuell bin ich versicherungspflichtig versichert bei TKK. Ich arbeite versicherungspflichtig 25-30 Stunden im angestellten Verhältnis. Zusätzlich bin ich selbstständig mit einer Privaten Praxis.
Seit nunmehr zwei Wochen bin ich krank geschrieben. Aus diesem Grund kann ich natürlich auch nicht in meiner Praxis arbeiten.
Mein Arbeitgeber hat mir jetzt zum 30.05. gekündigt, wobei meine Krankschreibung voraussichtlich über dieses Zeitfenster hinaus gehen wird-Klinikaufenthalt.
Mein Mann ist in der PKV (Rücktritt ausgeschlossen).
Wie kann ich mich freiwillig versichern-Ehegatteneinstufung? Wie hoch wären die Beiträge? Mein Mann hat ein monatliches Brutto von ca. 5000,-€? Es wäre wichtig, dass ich fortlaufend weiter Krankengeld beziehe. Gibt es diese Möglichkeit überhaupt, oder schließt sich das automatisch aus? Wie verhält sich die Sache, wenn der Wechsel in die Zeit des Klinikaufenthaltes fällt?
Ach ja, mein Arbeitgeber hat mir angeboten, dass ich nach meiner Genesung wieder meinen bisherigen Arbeitsplatz erhalten kann. Ein Eintritt in dioe PKV macht somit keinen Sinn.
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

bei erstmaliger Krankschreibung während einer versicherungspflichtigen Tätigkeit ist das Krankengeld bei fortlaufender rechtzeitiger (nicht rückwirkender!) Krankschreibung wegen der gleichen Krankheit gesichert.

Bei Verlust des versicherungspflichtigen Jobs (bitte prüfen, ob Kündigungsschutz anwendbar, nur 3 Wochen Klagefrist beim Arbeitsgericht ab Zugang der Kündigung!) wirkt sich das auch nicht auf das Krankengeld wegen derselben fortlaufenden Krankheit aus.

In der freiwilligen GKV landen Sie automatisch, § 188 IV SGB V.

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__188.html

Allerdings kann es passieren, dass Sie die Beitragsbescheide erst nach Ablauf der dort genannten Kündigungsfrist bekommen.
Beim Einkommen Ihres Mannes wird auf Sie voraussichtlich der Maximalbetrag zukommen, Bitte informieren Sie sich bei der TK über die genaue Höhe des Maximalsatzes.

Eine "Ehegatteneinstufung" jedenfalls zu Ihrem Vorteil gibt es bei der freiwilligen GKV nicht. Der Ehegatte wird insofern berücksichtigz, als dass sein Einkommen berücksichtigt wird bei den Beiträgen.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben, geben Sie bitte eine positive oder neutrale Bewertung ab, denn nur dann erfolgt die Vergütung für die anwaltliche Beratung.


Mit freundlichen Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Erstzeinmal vielen Dank, XXXXX XXXXX muss ich eine erstmalige Krankschreibung verstehen? Ich war vor 5 Wochen schon einmal krank geschrieben. Danach war ich 2 Wochen arbeiten ehe es zu einer erneuten Krankschreibung kam.


Vielleicht noch wichtig, mein Arbeitgeber hat zwei Firmen und möchte mir jetzt den bestehenden Arbeitsvertrag zum Ende der Probezeit kündigen, um mir einen neuen Vertrag in seiner zweiten Firma zu geben. Dieser wird dann zum Ende der erneuten Probezeit (30.5.) gekündigt. Zwischen beiden Verträgen soll ich zwei Tage Urlaub einreichen, dass würde eine Unterbrechung der Krankschreibung bedeuten?

Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 3 Jahren.
Die letzte Krankschreibung noch während der Anstellung begründet den fortlaufenden Krankengeldanspruch nach der Lohnfortzahlung.

Der eingereichte Urlaub würde zum Wegfall des Krankengeldes führen. Wenn Sie also dann nicht angestellt werden, haben Sie ein Problem.

Ich halte die ganze Konstellation für sehr fragwürdig. Sie hängen dann nur erneut in einer Probezeit. Das ganze könnte auch eine Umgehung des Kündigunsgschutzes darstellen, wenn Sie in der neuen Firma letztlich sachlich die gleiche Arbeit machen.

Zu prüfen ist ernsthaft, ob gegen die Kündigung vorzugehen ist. Bitte beachten Sie die schon laufende 3-wöchige Klagefrist.

Erweiterter Kündigungsschutz gilt ab 6 Vollzeitarbeitnehmern, vgl. § 23 KSchG. Teilzeitarbeitnehmer sind anteilig zu berücksichtgen.

http://www.gesetze-im-internet.de/kschg/__23.html

Ev. liegt durch die Aufteilung in 2 Betriebe eine unzulässige Umgehung vor. Ein Unternehmen kann durchaus aus mehreren Kleinbetrieben bestehen.

Ggf. sollten Sie sich vor Ort mit allen Unterlagen zu den Betrieben noch einmal arbeitsrechtlich beraten lassen, bevor die Klagefrist abgelaufen ist.

Gruß
Olaf Götz und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.