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K. Severin
K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 887
Erfahrung:  Steuerrecht, Zivilrecht
25551084
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K. Severin ist jetzt online.

Guten tag,bin gerade auf bewährung draussen,hatte eine 3,6

Kundenfrage

Guten tag,bin gerade auf bewährung draussen,hatte eine 3,6 jahre haftstrafe.ich habe jemand ein auto verkauft und erhielt 12,600 euro dann habe ich das auto aber nicht bekommen.Ich zahlte dann 3,600 euro zurück.Der rest habe ich verlegt und fand es nicht mehr.Er zeigte mich an,würde aber die anzeige zurückziehen wenn er sein rest bekommt,jetzt habe ich einen freund der mir das geld leiht.Polizei ermittelt aber schon gegen mich.Was könnte mir passieren wenn er aber sein geld wieder zurück hat und die anzeige zurückzieht?

Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  daniela-mod hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

aufgrund einer routinemäßigen Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.

Wir haben Ihre Frage kostenlos unter einer erhöhten Priorität eingestuft, und unsere Experten erneut informiert, sich mit Ihrem Problem zu beschäftigen.

Sollten Sie in den nächsten Tagen keine Antwort erhalten, bitten wir Sie, sich mit uns über

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Vielen Dank für Ihre Geduld.
Ihr JustAnswer Moderatoren-Team

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Kunde, vielen Dank für ihre Frage bei JustAnswer.

 

Diese beantworte ich aufgrund ihrer Sachverhaltsangaben gerne wie folgt:

 

Wenn der Kunde den gesamten Geldbetrag den er an Sie gezahlt hat von Ihnen zurückerhält, dann kann die Staatsanwaltschaft das Strafverfahren gegen Sie gemäß § 153 a Abs.1 Nr.1 StPO mit Zustimmung des zuständigen Gerichts vorläufig einstellen. § 153 a Abs.1 Nr.1 StPO lautet wie folgt:

 

Mit Zustimmung des für die Eröffnung des Hauptverfahrens zuständigen Gerichts und des Beschuldigten kann die Staatsanwaltschaft bei einem Vergehen vorläufig von der Erhebung der öffentlichen Klage absehen und zugleich dem Beschuldigten Auflagen und Weisungen erteilen, wenn diese geeignet sind, das öffentliche Interesse an der Strafverfolgung zu beseitigen, und die Schwere der Schuld nicht entgegensteht. Als Auflagen oder Weisungen kommen insbesondere in Betracht,

 

1. zur Wiedergutmachung des durch die Tat verursachten Schadens eine bestimmte Leistung zu erbringen.

 

Für die Wiedergutmachung des Betrugsschadens kann Ihnen die Staatsanwaltschaft eine Frist von maximal sechs Monaten setzen. Haben Sie innerhalb dieser Frist den Betrag vollständig an den Kunden zurückbezahlt, kann die Tat als Vergehen nicht mehr verfolgt werden. Infolge dessen muss das Strafverfahren gegen Sie endgültig eingestellt werden.

 

Darüber hinaus kommt eine vorläufige Einstellung des Strafverfahrens wegen Betrugs gegen Sie gemäß § 153 a Abs.1 Nr.5 in Frage, da der Geschädigte bereit ist, sich mit Ihnen über den Ersatz des Vermögensschadens zu einigen und mit der Ersatz des Vermögensschadens kein Interesse mehr daran hat, dass Sie strafrechtlich für den zunächst eingetretenen Schaden zur Verantwortung gezogen werden. Sofern Sie sich mit dem Geschädigten darüber einig werden, dass mit der vollständigen Rückzahlung des geleisteten Betrags der von Ihnen verursachte Vermögensschaden aus dem Betrug teilweise oder vollständig wiedergutgemacht ist und Sie den Schaden vollständig ersetzen, kann das Strafverfahren gem. § 153 a Abs.1 Nr.5 StPO endgültig eingestellt werden:

 

§ 153 a Abs.1 Nr.5 lautet wie folgt:

 

(1) 1 Mit Zustimmung des für die Eröffnung des Hauptverfahrens zuständigen Gerichts und des Beschuldigten kann die Staatsanwaltschaft bei einem Vergehen vorläufig von der Erhebung der öffentlichen Klage absehen und zugleich dem Beschuldigten Auflagen und Weisungen erteilen, wenn diese geeignet sind, das öffentliche Interesse an der Strafverfolgung zu beseitigen, und die Schwere der Schuld nicht entgegensteht. 2 Als Auflagen oder Weisungen kommen insbesondere in Betracht,

 

5. sich ernsthaft zu bemühen, einen Ausgleich mit dem Verletzten zu erreichen (Täter-Opfer-Ausgleich) und dabei seine Tat ganz oder zum überwiegenden Teil wieder gut zu machen oder deren Wiedergutmachung zu erstreben, oder

 

Ich empfehle Ihnen deshalb sofort einen Strafverteidiger vor Ort damit zu beauftragen, für Sie einen Antrag auf Einstellung des Strafverfahrens gemäß § 153 a Abs.1 Nr.1 StPO oder nach § 153 a Abs.1 Nr.5 StPO wegen Betrugs stellen zu lasse (sofern zuvor eine Einigung mit dem Geschädigten zustande gekommen ist, schriftlich festgehalten und von beiden Seiten unterschrieben wurde).

 

Das Zurückziehen der Strafanzeige durch den Geschädigten nützt Ihnen leider nichts, wenn die Staatsanwaltschaft bereits wegen der angezeigten Tat Ermittlungen gegen Sie aufgenommen hat, weil diese einen hinreichenden Tatverdacht für gegeben hält. Die Ermittlungen gegen Sie können deshalb nicht durch die Staatsanwaltschaft eingestellt werden.

 

Ich hoffe damit ihre Frage beantwortet zu haben und stehe Ihnen für Nachfragen gegebenenfalls gerne zur Verfügung.

 

Weiter darf ich Sie um eine positive Bewertung meiner Antwort bitte, damit meine Leistung vergütet wird.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

K. Severin

Rechtsanwalt

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